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Der Israelit · 1871-08-09 · Heft 32 (9.8.1871) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 32 (9.8.1871)
Date
1871-08-09
Page
– (sequence 10)
Language
German
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504 wenig wird dies uns bei diese« Büchlan Wunder nahmen, wenn wir nur weiter lesen, wo stch nicht nur svtche Widersprüche nuzahlige WM wwd»rhol««> soud^ru sogar Bchauptungen sich vorfinden, die gegen jeden gesunden Mwßyenverstand arg verstoßen. Wir wollen nur aus dvrsnn einen Abschnitt, der die Ueberschrift „Hebron und fein Patriarch" trägt, eine kleine Dornenlese solcher Lhvrhekten zusammenftellen, indem wir den folgenden noch größeren Unsinn später beleuchten werden. (Forts, folgt.) s'5 zur Analyse der hebräischen Wörter auf Grund der primativen Lautoerbindungeu und Bedelüungen, insbesondere des u - Lautes, nebst einem exegetischen Anhänge. Von M. I. Cohn, Stiftsrabbiner in Frankfurt a. M. Bei I. Kauffmann in Frankfurt a. M. 1871. Der Verfasser hat neben einer gründlichen und umfassenden Kenntniß des Talnmds eine genaue Bekanntschaft mit den Erzeugnissen der neueren jüdischen Literatur an den Tag gelegt und hat diese letztere mit einem werthvollen Beitrage bereichert. Der Verfasser huldigt dem System der Zurückführung der hebräischen Wsrrzsln auf zwei Laute. Die dieser Arbeit zu Grund liegenden zwei Regeln über die Bedeutung des Lautes zu den Stammwurzeür erscheinen zwar sehr kühn, weroen aber mit Gewandtheit durchgeführt. Wir dürfen Utts hier um so kürzer fassen. da der Verfasser bereits die Grundgedanken seines Werkes in dieser Zeitschrift nütgetheilt und an Beispielen erläutert hat. Aeik«mgSira<h*L«hten nnd Gorvefpondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M., 14. Juni. Heute fand bei dem hiesigen Rügegerrcht eine Verhandlung statt, welche nicht ohne Interesse für diese geschätzten Blätter fein dritte. Herr L ö b, Schächter ber der hiesigen Religionsgeselkschaft, wurde von Herrn Mandel, Schächter in Offenbach, anaeklagt, Herr L. habe sich dahin geäußert, Herr Mandel kaufe auch Flerschwaaren von andern Metzgern, bei denen er nicht säbft geschlachtet habe. Diese Aeußerung stelle das bisherige Vertrauen des Herrn Mandel bei seinen Kunden in Frage. Als Sachverständige wurden hierzu geladen die Herren: Drftricts- Rabbrner S. B. Bamberger aus Würzburg, vr. Deffauer aus Offenüach, Rabbiner Fromm aus Bad - Homburg und mehrere Zeugen. Die Verhandlung ergab nun, daß die gemachte Aeußerung des Herr Löb ür der Be-, ziehung ihre Richtigkeit hat, daß Herr Mendel das sogenannte Geraupe (bestehend in Gedärmen, Leber und Milz) von andern Metzgern kaufe; er verwende jedoch dasselbe nur zum Umtausche bei nichtjüdischen Metzgern gegen Gedärme ritualgeschlachteter Thiere, was mit Einwilligung des Herrn Dr. Dessauer geschehe. Herr Rabbiner Bamberger erkläre dieses Verfahren nach dem pi von 121 "22 minD pVw als nicht statthaft, welche Ansicht Herr Dr. Dessauer nicht therlte. Nach mehrstündiger Debatte einigte ntan sich dahin, Herr Dr. Dessauer möge die Erklärung abgeben, daß Herr Mandel durchaus nichts gethan habe, was nach seiner Ansicht als religionswidrig zu bezeichnen wäre and daß er ihn des bisher geschütten Vertrauens auch fernerhin versichere, was auch geschah. Darauf zog Herr Mandel seine Klage zurück. Aus der Provinz 9taffati. Es freut mich. Ihnen mittyeilen zu können, daß ein junger Mann von Dietz, Max Gutmann, Kanonier der 6. Comp, des Brandenburger Festrmgs - Artillerie - Regiments Nr. 3, wegen seiner tapfern Haltung bei Fort Aubervilliers mit dem eisernen Kreuz decorirt wurde. Paderborn. .Nach dem dreizehnten Jahresbericht über die isr. Waisen-Erziehungs-Anstatt für Knaben und Mädchen in Weftphalen ugd Rheinland zu Paderborn von Fanny Nathan, Gründerin undBorficherin der Anstalt, zählte dieselbe in dem abgelaufenen Jahre 33 Zöglinge (24 Knaben und 9 Mädchen), von diesen find zwei Knaben ausgeschieden und an deren Stelle ein Knabe und ein Mädchen ausgenommen worden. Seit den 15 Jahren des Bestehens der Anstatt haben siebenundfünfziA Waisen Aufnahme, Verpflegung und Erziehung im Waisenhause empfangen. Die Einnahmen betrugen 6427 Thlr., die Ausgaben 5907 Thlr. KeriS Kröbrir, 28. Mai. Herr L. Stillmann mRawicz hat, wie man der „Pos. Ztg." mittbeilt, eine Stiftung von 4000 Thlr. fundirt, deren Zinsen, zu 5 Prvcent gerechnet, 200 Thlr. betragen, nach dem ausdrücklichen Wunsche des Fundators an vier Tagen des Jahres, und zwar: a) am Gedenttage des Friedensschluffts, ft) am Gedenktage des Ei^nges der Truppen in Berlin, c) am Geburtstage des Kaisers und ä) am Geburtstage des Kronprinzen, mtt je 50 Thlr. an einen Mann, der, oder an etttc Familie, die sich möglicherweise mit dem Oelde ernähren könnte, vertyeitt werden sollen. Erforderlich znr Erwerbung des Geschenks sind nnr Unbescholtenheit nnd BedürftiAeit. Die Confeffion

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