Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1871)
- Date
- 1871-03-15
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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224 kaston endlich 1257, als Marchapyon vor. Mqrket- Jew. ist also eine moderne Verstümmlung. Zu Carew's Zeiten wurde Llaroaien als Machas diew- Donnerstagsm a rkt, erklärt; damals also dachte man noch nicht an Inden. Machas, eine Verstümmlung von merkatus. bedeutet Markt im Cornischen, rnaehadion ist der übliche Plural; doch konnte auch eine andere Pluralform machadieu gelautet haben, und da haben wir bereits einen rnarket-zews (der doch eigentl. ze^s-markct hätte heißen sollen) den vermeintlichen Judenmarkt. Vs bleibt also noch zu^ erklären übrig, weßhalb die Hüttenwerke in ^ornwallis Judenhäuser (Jew’shöuses) genannt werden. Das alte cornische Wort für Haus lautete ty, allein in der; neueren. Sprache ging t in tsch auch in dzh über. So wurde aus ti (Du) — tschei und aus ty (i>aus) tshey und in „ol mein y dzhyi" („ganz im Häuft") stnden wir eine Form, die wie das englische Jew lautet. Es ist nun möglich, daß im Cornischen schlechtweg „Haus" für Hüttenwerk gesagt wurde. Im Engl, wird ja ebenso theHouse „Unterhaus" gesagt, wie im späteren Latein dornu« „Haus Gottes." Namen entstehen oft aus lauter Dummheit. Die Römer gaben z. B. dem heutigen Portsmouth den Namen PortuS—Hafen. Als die Sachsen hinkamen, setzten sie noch den sächsischen Ausdruck sür „Hafen," nämlich mouth (Mund) dazu. Nun kommt die alte Sachsenchronik und erzählt in ihrer Einfalt: im Jahre 501 kam Port nach Britanien mit seinen beiden Söhnen in zwei Schiffen und ihr Landungsplatz wurde Portsmouth genannt; so entstehen Legenden. — Nun kann es also vormals vorgekomMn fettig daß die Hüttenwerke — ober äohei-houses eine Zeit lang hießen, und weil das unverständlich geworden war, mißverständlich in Jew-houses sich verwandelten. Erst nachdem diese Methamorphose vor sich gegangen war, kamen zur Erklärung dieses Unsinns die Legendenverfertiger mit der Behauptung, daß Juden in den Hütten-. werken als Sclaven gearbeitet und ihren Wohnort , deßhcllb Market>Jew soder Marazjon (Zions Bittex-,, feit") genannt hatten. — So wäre denn die. „ Knechtschaft, der, Juden in England" erledigt! & Aeber biie vermeintlich von den Arrrorairti mißverstandene Abo da Sara 26 a. u n d 6. Von. Rabbiner BrC H \ l d e sheimer. (Fortsetzung und Schluß.); 2) Die scholastische Sbbwierigkeil!dds pT")>2D;'niPiY die Verf. zum Haupthebel seiner ^itik anwendet, ist hiy-, und zwar wohlweislich, ignorirt, existirt aber nichtsdestoweniger ungelöst. 3) Die Ausdrücke und pnniD haben nach Sprachgebrauch und Cvnstruction mit nichten die ihnen hier angedicktete Bedeutung. Gr. beruft sich zunächst aus die Redensart pmo vnipn i’^o, „Joma 12 b. und Parallelstellen," was aber nur den überredet, der ihm glaubt. Wer sich aber „tiefer mit unseren kritischen Hilfsmitteln" und zwar den ersten und natürlichsten, nämlich nachzufehen, der Sache hingibt, findet Folgendes. In den Parallelstellen kommt dreimal dieselbe Stelle vor, was also nur eins vertritt , außerdem eine über Aemter, 4 andere aber sprechen nicht von Ehrenstellen, sondern von ,rv»ipsr KHpo 'bö ,N2iili woraus der Schluß nicht nur (je* stattet, sondern geboten, daß dieses piniD und ptyö seinen ursprünglichen, allgemeinen Begriff festgehalten hat; die Mwenduny auf die Förderung zu Ehrenämtern und die Entlastung aus denselben aber nur fpecielle Ausläufer dieses allgemeinen Begriffes sind. Dies folgt schon hier dadurch (und es wird dadurch ->ir>Ob rp*n), daß die Ausdrücke nicht absolut gebraucht sind, sondern in Verbindung mit dem Worte ttnpa als attributive Bestimmung. Damit fällt aber auch die Beweiskraft aller übrigen Citate weg; alle kommen sie nämlich nur mit den näheren Bezeichnungen rmrD1? , pDnn!? ,irw*nD , vor. Wo diese Ausdrücke wirklich absolut gebraucht werden, ist die nähere Determination schon aus der früheren Discussion ersichtlich wie Baba Batra 32 a. und ähnl. Amtseinsetzung und Entlastung aus demselben bedeuten die ohne besondere Anwendung vorkommenden Verba nicht. Wir wären jetzt eigentlich zu Ende miti unserer Auseinandersetzung, wenn wir nicht zur Steuer der Wahrheit noch zwei Besichtigungen hinzufÜgea müßten; und zwar 1) Herr Gr. nimmt an, daß die ddjsh »J3 ein Theil der *ryn 'inv '? aeweson. Dieses ist unrichtig, vielmehr waren dieselben^quasi halbe Gesetzeskundige (P3V -p Pd pN'pa pa'i nap d’ddh; wie auch nach Bartenora und Tur Für dieRlchttgkeit dieser Erklärung spricht folgender Beweis. Bechor. 36 b. sagt R. Juda Namens :. 3 können über -vcü entscheiden. Hierauf wird nun gefragt: dies steht ja schon in der Mischnah, die die Entscheidung über >^33 'vw den noPn 'P anheimgebs. ' Aus dieftr Frage, welche anderenfalls gegenstandslos wäre, geht unwiderleglich die Identität der beiden Abdrücke -hervor. DeU Ausdru-ck selbst be- und soll