Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 5 (1.2.1871)
- Date
- 1871-02-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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82 Münster, wo et 33 Jahre rabbinische Funktionen vollzogen, so fremd sein, daß er nichts von der Anwesenheit des Herrn Seminar - Directors Dr. Kroner, der provisorisch mit den rabbinische« Funktionen betraut wurde, wisse? Glaubt, wer's glauben will! Wir hierorts erachten die ncrrw eines von S. H. autorifirten unw nach 't*!"■> für Dons D-tom nsnu -»lton. Nachträglich zeigte mir der M L. einen Brief teines Oheims, worin dieser ihm schrieb, sich durch Niemand beirren zu lassen, seine nüTitt sei nieo, auch ein mittlerweile behändigteS .->v2p 2512, aus dessen klassischem Hebräisch ich mich noch des Wortes nbdj) erinnere, welches aber der selbstgeschaffene pns"a zu M. zu schreiben beliebte. Auf welcher pow mag er diese Art ic^ipn gelernt haben? Und wann werden endlich die wahrhaft frommen Männer unserer Provinz den ersten Schritt thun, den leider schon zu lange verwaisten Rabbinatsstuhl zu Münster durch einen des Herrn Oberrabb. Sutro würdigen Nachfolger zu besetzen 'n ")~n L. Cohen, Lehrer. Halberstadt, 18. Januar. Angesichts des bevorstehenden PesachfesteS ersuche ich Sie, den verehrlichen Lesern Ihres geschätzten Blattes mitzutheilen, daß ich von einem glaubwürdigen hiesigen Zuckerfabrikanten rV'Ov ri’oo vernommen habe, daß gegenwärtig in vielen Gegenden Deutschlands aus Weizen- und Gerstestärke Zucker fabricirt wird, und selbst bei der Fabrikation des Rübenzuckers wegen der großen Preisdifferenz zwischen der echten Zuckerrübe und der Mehlstärke Mischungen von letzteren nicht zu den Seltenheiten gehören. Wenn nun schon bei andern cniD« im analogen Falle nur mittelst apodiktischer Ueberzeugung, daß in dem zu genießenden Gegenstand keine Mischung -hdx stattgesunden, der Genuß gestattet ist, um wie viel weniger darf bei einem m2 von der Erforderniß einer solchen Ueberzeugung Umgang genommen werden! Um daher den in Deutschland rafsinirten Runkelrübenzucker mit gutem Gewissen am Pesach gebrauchen zu können, genügt keineswegs, daß, wie gewöhnlich geschieht, der Ausguß des Zuckersudes in die Hut- oder zugespitzten Kegelformen (in welchen die weiche Zuckermasse zu einem festen Körper wird), beaufsichtigt wird, es muß vielmehr durch strenge Aufsicht bei der Produktion des Zuckerstoffes, beimPreisen der Zuckerrübe, auch beim Sieden, Krystallisiren und R a s f i n i r e n fest konstatirt sein, daß keine Beimischung von Stärke stattgefunden. Da wir hier bedeutende Zuckerfabriken haben, so steht .2"'»« für künftiges Jahr in Aussicht, daß man in loco unter streng religiöser Aufsicht Zucker für Pesach werde fabriziren und in Masse zu billigem Preise dem jüdischen Publikum offeriren können. Ich bringe zugleich in Erinnerung den schon vor 30 Jahren von mir ausgesprochenen Verdacht auf Mischung allerlei feiner thierischer Fettheile 2t>n unter das Olivenöl. Seit jener Zeit haben Recherchen von Sachverständigen den Verdacht begründet, und wird sogar behauptet, daß selbst in Frankreich, wo das Olivenöl zu Hause, dieser Betrug stattfinde. Da, wie ich höre, gerade am Pesachfeste man sich hier und dort des Olivenöls als Surrogat für andere verbotene Oele bedient, so mache ich das jüdische Publikum unter dem Anfügen darauf aufmerksam, daß der Genuß des Olivenöls ohne vorherige chemische Untersuchung über seine Reinheit von jeder fremden Fettart nicht erlaubt ist. Dt. Auerbach. Hamburg, 15. Jan. An Legaten wurden gemacht: von Johannes Conitz zum Andenken an seine sel. Frau, Lorette Conitz, geb. Behrens, Crt. M. 300 der Pestalozzistiftung, Crt. M. 300, dem Paulsenstift. Crt. M. 300, der Blindenanstalt von 1830, Crt. M. 300, dem Miethe - Hilfsverein, Crt. M. 300, dem Paulinenstift. Crt. M. 300, der Eduard Kley-Stiftung, Crt. M. 300, der Talmud - Thora - Schule und Crt. M. 3000, dem deutsch-israelitischen Waisenhause, sowie von den Hinterbliebenen des sel. Herrn Josel Gabriel Cohn, Crt. M. 100, dem israel. Verein zur Unterstützung armer Greise, Crt. M. 100, der Armen- Commission der deutsch-israelitischen Gemeinde, Crt. M. 100, dem Schillingsverein zur Unterstützung armer Wittwen und betagter Jungfrauen, Crt. M. 100 dem Frauen-Verein zur Unterstützung armer Wöchnerinnen in der israelitischen Gemeinde und Crt. M. 100 der Gesellschaft zur Vertbeilung von Feuerung an israelitische Arme gestiftet 1783. Oesterreichisch Ungarische Monarchie. Wien. Herr Samuel Spitzer, Ober-Rabb. in Essegg (Ungarn) ist von Sr. Majestät, dem Kaiser, zum Ritter des Franz - Josephs-Ordens ernannt worden. Prag. Wie bereits gemeldet, feierte Samstag, 14. Jan., in Prag der Orientalist und Sprachforscher, Dt. Kämpf sein fünfundzwanzigjähriges Amlsjubiläum als Prediger und Rabbiner der dortigen Tempelgemeinde. Am Tage vorher schon überbrachte Regierungsrath Professor vr. Höfler als Deputirter der Prager Universität dem Jubilar seitens seiner College« ein Beglückwünschungsschreiben. Nach der von ihm im Tempel gehaltenen Predigt erschienen in seiner Wohnung die Deputationen der jüd. Cultus-