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Der Israelit · 1870-12-21 · Heft 51 (21.12.1870) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 51 (21.12.1870)
Date
1870-12-21
Page
– (sequence 19)
Language
German
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951 wäre. Es wird zwar von den Gegnern der «irr'so als Beweis angeführt, daß man früher auch das Baden der Kinder, wozu man das Wasser warm machen mußte, am rüff vornahm und dennoch wurde schon zur Zeit des Maimonides die n*pm abgebracht. Allein dieser Beweis ist nicht stichhaltig, wenn man erwägt, daß die ns'm, nicht für alle Fälle, wie niPSfD geboten war, und finden sich darüber Meinungsverschiedenheiten in der V'^p tp rüp N’m Noch ist eS nicht unwichtig, darauf aufmerksam zu machen, daß sehr oft nach der nynö ein dünnes Häutchen übrig bleibt, welches häufig übersehen wird, während es die Beschneidung minn p ungiltig macht. Auch läßt sich über den neu eingeführten Gebrauch, die Dyns mit Pincetten und nicht mit den Nägeln zu vollziehen, nur ungünstig urtheilen; denn jedenfalls verstößt er gegen den Wortlaut der v'pvw und die Auffassung einiger Midraschim. Die Entgegnung pN ttmon p ist unrichtig, vergleiche '»d 3"n nw“n 'n Es wäre wünschenSwerth, diesen neuen Gebrauch wieder zu beseitigen ruttop mDy Die Oräöer der Wackaöäer. In einer der letzten Sitzungen der pariser Akademie der Inschriften und schönen Wissenschaften legte Herr de Saulcy über die vorläufige Prüfung, die über die beiden Berichte desHrn. Victor Gusrin bezüglich seiner Sendung nach Palästina aufgetragen war, Rechenschaft ab. Der erste Bericht, datirt vom 19. Mai 1870 aus Jerusalem, betrifft insbesondere Samaria, die unser Reisender in ihrer östlichen Zone, an rechten Ufer des Jordans durchzog und studirte. Von Jericho stieg er bis Beisan auf, die Grenze seiner jetzigen Untersuchungen gegen Norden. Er beschrieb flüchtig die Hauptortschaften des Landes, sammelte alle Erinnerungen; er signalisirte die Ruinen der Monumente aller Epochen. Sein Augenmerk erstreckte sich auf die Berge Gelboe, Nablus und seine alten Tempel, die jetzt Moscheen sind; auf dem Berg Garizim und das unter dem Namen Kalaa gekannte heilige Gebäude, wo er noch die Reste der unter Justinian erbauten Kirche vermuthet, sowie auf andere topogr. und historische Momente. Seine zahlreichen, in einem gehaltvollen Berichte entwickelten Bemerkungen können einen würdigen Pendant zu seinen früheren Untersuchungen über Galiläa abgeben. Der zweite Bericht ist vom 1. Juli 1870 aus Jerusalem datirt. Hr. Guerin gibt darin Rechenschaft einer Reihe von Forschungen über Samaria. Er studirte deren westlichen Theil mit derselben Sorgfalt, und erzielte noch bedeutendere Resultate. Es handelt sich in der That um eine wichtige Entdeckung, die viel weniger anfechtbar sein dürfte, als die des Grabes Josua's, die derselbe Reisende im Jahre 1863 gemacht. ES handelt sich um das berühmte Mausoleum der Familie der Makkabäer, nach dem bis heute die Archäologen vergebens geformt, und das Herr Guörin in Kirbeth el Medieh, dem wirklichen Modin oder Modicin der Bibel, der Heimath dieser berühmten Familie ausgraben ließ. In der weitern Auseinandersetzung vergleicht Hr. Guvrin die verschiedenen Texte des Buches der Makkabäer, in welchem die in Modin von Simon anf der Grabstätte seines Vaters, seiner Mutter, seiner Brüder und vieler Anderer errichteten Monumente beschrieben sind, ferner bestätigt er an der Oertlichkeit, die schon von andern Geistlichen ausgesprochene Vermutung und gelangt somit zu der Behauptung einerseits, daß Modin wirklich el Medieh sei, und daß die daselbst befindlichen Ruinen mit Sicherheit diese Stätte anzeigen, daß anderseits unter den Ruinen und im Gegensatz zu der in einem engl. Review ausgesprochenen Ansicht, das Monument der Makkabäer und ihre Gräber nicht am Kirbet elJehoud gesucht werden dürfen, sondern auf dem Kirbet el Gerbaoni, gegen Nordwest, auf einer schönen Plattform, die die Abtragung (arra86M6ut8) eines großen rechtwinkeligen Gebäudes vorstellt, das 28 Metres laug 61/2 Meter breit ist. Nachdem Hr. Gusrin diese Oertlichkeit mehrmals besucht hatte, stellte er unter eigener Leitung regelrechte Nachgrabungen an. Diese enthüllten ihm den ganzer: Plan des Gebäudes, das Vorhandensein von sieben Mitgliedern der berühmten Familie, und die von sieben, in gleicher Linie errichteten Pyramiden überbaut waren, deren je eine auf einem jeweiligen Plafond einer Kammer ruhet. Endlich inmitten der Ruinen der muselmännischen Wohnungen, die sich neben dem großen Gebäude erhüben, fand jener Forscher eine Menge von Trümmern sehr verstümmelter Monolithsäulen von gleichem Durchmesser (74 Centim.) Ueberreste der prachtvollen Säulenreihe jener Halle, die die Frontseite des Gebäudes geziert hat. Das war die letzte Bestätigung der Entdeckung. Die Särge wurden untersucht; auf dem Grunde sind sie mit Mosaikwürfeln belegt, die theils noch angeheftet, tbeils umherliegend sind. Einer der Särge barg fünf bis sechs Menschenknochen, die mit Pietät gesammelt wurden. Hr. Guerin ist so überzeugt von der Echtheit und Bedeutsamkeit seiner Entdeckung, daß er behufs der Erhaltungs des Monuments, dessen Grundriß Hr. Ma u ß, franz. Architekt in Jerusalem ausgenommen, das Ansuchen stellt, es möge als französischen

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