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Der Israelit · 1870-10-05 · Heft 40-41 (5.10.1870) · page 31

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 40-41 (5.10.1870)
Date
1870-10-05
Page
– (sequence 31)
Language
German
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771 ist die Bezeichnung für den Ort; also ist nana die Stelle, wo geschlachtet, resp. geopfert wird. Hat nun vielleicht Abraham eine Opferstätte gebaut, weil er nicht geopfert hat? Dasselbe lesen wir von Jakob: riaio dv asn (Das. 33,20); und endlich eine Stelle, die gar keinen Zweifel zuläßt: ib im bi) yo’i pnrr' va« 'pbxb D’nar nan yiv mxa «ai (Das. 46, 1.). Das aber hätte doch der Verfasser alles selbst wissen müssen, sein Rabbinerdiplom kann ihn unter keiner Bedingung entschuldigen. (Forts, folgt.) Am hebräischen Sprachforschung. von M. I. Cohn, Stiftsrabbiner. Frankfurt a. M. Eine in der neueren Zeit wieder zur Geltung gekommene Ansicht von großer Tragweite ist die von dem alten Forscher angenommene und in der neueren Zeit von R. S. Pappenheim in seinem Tivdra pvni myn» wieder aufgenommene und begründete Behauptung, daß die primitiven Wurzeln der Verba auf zwei Buchstaben zurückzuführen sind. Zn der neuesten Zeit hat die Annahme weitere Durchführung gefunden in den-Werken des Rabbi H. Mecklenburg und Rabbi L. Malbum wie auch des Prof. Fürst, welches um so mehr von uns beachtet zu werden verdient, als hierin eine große Handhabe zur Erklärung und zum besseren Verständniß der ^"?n nnm zu finden, die Tradition mit dem Ausdrucke der schriftlichen Lehre in Einklang zu bringen ist. Zn Folgendem möchte ich einige meiner Wahrnehmungen, die zur Bekräftigung und weiteren Ausführung dieser Hypothese beizutragen geeignet sind, dem Urtheile Sachverständiger vorstellen mit dem Wunsche hierin eine Anregung zur Förderung dieses für unsere Zeit höchst wichtigen Zweiges unserer Literatur gegeben zu haben. Wir haben es zunächst mit den Verbis, deren fysn 's ein y ist, zu thun. Bei diesen scheint es sich nämlich fast durchgehends zu bewähren, daß das y den.Begriff des Wurzelwortes in den Gegensatz umwandelt oder wenigstens verändert. Ohne auf dem Grund dieser Erscheinung hier einzugehen, wollen wir es an den Beispielen selbst darstellen. iay dienen; "□ Zweig, ein in sich abgeschlossener Körpertheil, dann: allein, scheint in seinen verschiedenen Anwendungen die Zndivudialität zu bedeuten. Daher: mb allein; rndv ma im’, welches erdichtet, die individuelle Ansicht und Darstellung; nai (1. B. M. 30, 20) der einer Person beschiedene Antheil, daher auch (Ruth) cm ebenfalls in dieser Bedeutung und iaa ehren, das zur Geltung kommen der Persönlichkeit. my wäre zu definiren, das Aufgeben der Selbstständigkeit hingegen ms befreien) die Wiederlangnng derselben. py schutzlos (das Verhältniß der am Heirathen verhinderten Frau), pi schützen, daher p das umfriedete Gebiet und pst das Becken mit dem Rande umschlosien, talmudisch: Der Rand des Gefäßes 7p>3 i'irr pa -iss\v (I. B. M.) der deine Feinde deinem Schutze anheimgab. Welch schöner Ausdruck! Hingegen py schutzlos, wobei wir erinnert werden an das Wort unserer Weisen in dieser Beziehung aöv ipsn WIE” nua 'n\ Auch bei my Gegensatz zu ■TO, msff, einschneiden, einfallen; zerstören, überwältigen zeigt sich diese Eigentümlichkeit: my aufrichten. aiy befestigen n*t iaiyi (Nehem. 3) ar fließen; dem entgegengesetzt durch Mörtel u. s. w. befestigen. Daß aber dasselbe Wort auch verlassen und fahren lassen bedeutet, erklärt sich hierdurch; indem es in dieser Bedeutung die einfache Ausführung des Grundbegriffes at-y fließen, fahren lassen) sein würde; wir haben übrigens weitere Gelegenheit hierauf zurückzukommen. — ny stark sein ausd auernd (wie es Weffely erklärt mja ly ausdauernd wie der lauernde Panther, n (wahrscheinlich rein hebräisch) weichen, also im Gegensatz: ausdauernde Stärke, beharrlich. — iry helfen *it fremd m? werfen, ans streuen; daher i; der Rand, der den Gegenstand nach Außen abschließt ('ttnpD nm) in abschneiden und das rabbinische irn zurückgehen, sich dem bisherigen Standpunkt entfremden, hingegenvy helfen. — my betrüben. Hier möge zunächst ein Erklärung einer schwierigen Stelle im Talmud (Nidda 31) Platz finden: obiyb cndia «a obiy1? -DTsotff;vo pny'i iost ."O HT "07 pN "0 into ftw Nun erklärt ’"scn dip;rpp ij«m runo ]usrt> m, wozu sich eigentlich keine Anologie finden läßt, daß m als Geschenk vorkäme. ES erklärt sich jedoch bei näherem Eingehen auf das Wort m-mj erkennen verwandt mit yv, von letzterem wissen wir es entschieden, daß im Hebräischen der Begriff „kennen" in annähern, lieben übergeht (yp cnxrn; i’nyT »a) wir sind also vollkommen befugt in mj dieselbe Bedeutung zu finden und ->a als freundliche Annäherung der Liebe und Huldigung durch Geschenk oder Worte zu nehmen, wodurch wir die Erklärung dieses schwierigen Verses von unfern Weisen hätten (m von Lämmern hat namentlich des Singul. halber seine Schwierigkeit.) Ob priL' ‘i das Wort m: definiren, oder an einen beliebten Begriff anlehnen wollte, können wir dahin gestellt sein lassen.*) — Wir erinnern übrigens *) '"ci will so das schwierige in dem Verse fri rb't t>v >d 7J? 'w?7>?'N ox 7>2', welches nach unserer Tradition auf die einstige Wiedererhebung des Scepters vonIehuda sich bezieht, mit dem Verse (Psalm 76) »c b3i>:

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