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Der Israelit · 1870-10-05 · Heft 40-41 (5.10.1870) · page 32

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 40-41 (5.10.1870)
Date
1870-10-05
Page
– (sequence 32)
Language
German
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772 an die vielen Stellen, in welchen 'iaa wehr iw Begriff der Freundschaft als allgemeines Kennen verkömmt z. B. 111a ii’av '.i' (Ruth) u. s. w. Hingegen iay diesem Begriff entgegengesetzt die Freundschaft stören, betrüben. — rly steigen, nr6 ermüden, hinschmachten, daher auch rlln erkranken, nla zerfallen, verschließen ,.i1a heimathlos wandern, hingegen nby erheben und auch von Krankheit genesen. (Ob bei n"/ 'na diese Regel anzuwenden und auszusühren ist übrigens fraglich.) j — p)1y entmuthigen, verhüllen. verwandt mit ab | aab’ aiaa L"N. (Hiob 11), beherzt'muthig, daher wohl j zunächst das Zucken des Schwertes, Trotz - u! vielleicht auch tpn in der Anwendung ’ma is’lii’ >: immer neue Kraft' einsetzen. Daß aber ily auch „eiuhüllen" bedeutet, ist nicht befremdend, wir begegnen im Hebräischen dieselbe Begriffsverwandtschaft in Ta | fürchten und wohnen, einsammeln, der Fürchtende zieht sick zurück, wie ks^ in dieser auch vorwiegend ein Verhüllen aus 'Scham oder Aengstlichkeit bedeutet. j ivy stehen rara vys-ira wanken; dagegen ivy stehen (Ivl mag vielleicht mit iiv in Verbindung zu setzen zu sein. Messen; jedes Lernen ist ja ein Messen und Ueben der Geisteskräfte, wie es in ivl mit dem Begriff tjd zumessen, zu verbinden sein dürfte. Lehren ist ein Zumessen und das richtige Maaß halten, ist das Wichtigste beim Unterrichte.) — aay ergötzen, ma scheint verwandt mit naa (schlagen) betrüben, schmerzen zu bedeuten. Wenn wir das tp’N ’aa na’i (Klage- .litbcT) nicht als eine ungewöhnliche Wortbildung neh- ,Eie bringen Gaben zur Verehrung" in Verbindung setzen. Bei einer Betrachtung des Wortes seinem Stamm nach, hätten wir es zu nehmen: „bis der Weltsriede da sein wird." Das eigentliche und wahre Merkmal jener großen von Gott durch seine Propheten uns verheißenen Zukunft, deren beglückender, aber nur von Gott zu erwartender und zu ermöglichender Zustand, in diesem Worte enthalten sein dürfte, daß die allgemeine Harmonie, der Friede, die Ruhe eingetreten sein wird, durch den Gottesgeist, der sich aus alles Fleisch ergießen wird. von bt—bt; zur Ruhe kommen, daher fallen, ,'bie 'b:v, bu-n? der Saum, der Boden des Gefäßes. Wir erinnern an das Wort unserer Weisen (croi)?b>e n c’btw „?bp; das offenbar zu erklären istist mit?b>c identisch, Ruhe bedeutend; c>bn>, welches bestimmt ist für alle Zukunft der Mittelpunkt des verheißenen friedlichen Familienlebens der Menschenheit auf Erden zu werden, ist vöe fttn». Daher yssb c>33 'ui e»itn* 'm wir) '? “pw!bfnr bj? obc men wollen. Wir denken auch an pay Geschmeide umwinden, beschenken, im Gegensatz zu pan würgen. Hingegen aay ergötzen, nay binden, na unstät beweglich sein, dagegen iay binden, vay strafen, »a vergeffen D’pb« »ara (1. B. M.) ^ay-entsprechend dem verwandten ips heiwsuchen, anheimkommen, strafen, arry formen, binden (Hiob 10) ’aiasy i’T, betrüben, as verwandt mit irr befehlen, bestimmen; daher wohl -ra2 einev höheren Bestimmung und Befehligung untergeordnetes Heer. Dem entsprechen die Worte ayn und as»p für einen besonder« Zweck abtrennen, ab- und aushauen, und abgrenzen. Doch asy einen Gegenstand in eine gewisse Form bringen; durch die Macht des Wortes beschränken und bestimmen patt iasy nVi und hievon betrüben, entsagen u. s. w. In dieser Weise wäre es nur die einfache Ausführung des Grundbegriffes (au.) — Es ist aber möglich, daß a.y verlassen dieser Wurzel entkommt. ^Denn au sehen wir in ao (aao) übergehen, welches dann wenden, veranlassen bedeutet; so kann denn nach unserer Regel aiy das Fahren lassen, nicht Bekümmern und Beeinflussen bedeuten. Wir rücken dadurch näher dem Verständi iß eines Verses (5 B. M. 31. 6,) wo es heißt: wdm ip?n .~p?y’ Nbi Ni py “pinn ton -ppba 'n ’a 'ui, Stärkt und kräftigt Euch, denn der Ewige Dein Gott, er, welcher mit Dir wandelt, läßt Dich nicht erschlaffen und läßt nicht von Dir ab. Es ist wohl noch kaum erklärt, was die Tautologie des p?n und paN und des ist Nb u. ~a?y’ Nb besagen sollen, '"wis' Worte ni’nb an’;v>di ib p’ Nb udd aiya, bedürfen eben der Erklärung.) Allein diese Aufforderung zur Selbstermannung und Kräftigung, führt unwillkürlich zu dem Gedanken, daß wir im freien Willen zu wirkende Wesen einerseits auf uns angewiesen sind und es auch sein sollen, daß wir aber hiebei leicht in den Wahn gerathen könnten, als wären wir auf unsere eigene Kraft allein angewiesen. Beides darf und kann bei uns nicht sein, weder das Aufgeben der Selbstbestimmung noch das Aufgehen in dieselbe. Darum p>n ergeht einerseits die Aufforderung an uns »Kräftige Dich" ist Nb ’a denn er wird Dich nicht so schlaff und ohnmächtig hinstelle«, als daß Du der SelbstthätigM nicht bedürftest, aber pcNi in dieser Selbstbestimmung ermanne und beherrsche Dich, daß Du nicht darin aufgehest ’a -p:y’ Nb denn er wird Dich nicht Dir allein, Dir selbst überlassen! — (Schluß folgt.) »erantmortkche Redaction: J^i. Lehman«. — Verlag der Le Roux'schm Hofbuchhandkung. — Dampk-Schnellpreffmdruck von I. Gottsleben in Mainz.

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