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Der Israelit · 1870-10-05 · Heft 40-41 (5.10.1870) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 40-41 (5.10.1870)
Date
1870-10-05
Page
– (sequence 18)
Language
German
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2liel anzuführtn: Mitunter sind es sotzsk siSNAtstellende Fehler, wie Seite 14, Aeilö 4 GoÜkßvirrerMtmß statt Gotteserkenntniß, Seite 6* Zeile 8 Q’Win statt D’!?nn rc. rc. Mitunter ist die Vocalisation ganz falsch, was beim Gebrauch für Kinder als ein großer Mangel bezeichnet werden muß; für die religiösen Vorschriften Seite 46 r6'D, ri'L'2 hätten wir eine andere Bezeichnung, als den „Religiöse Gebräuche" gewünscht, da eine göttliche Institution nicht als religiöser Gebrauch bezeichnet werden kann; auch hinsichtlich der Orthographie sind manche Fehler übersehen worden. Es dürfte bei einer neuen Auflage auf die Beseitigung dieser Fehler ganz besondere Sorgfalt verwendet werden. Fuld,'Oberlehrer. Briefe«. Nachrichten vom Kriegsschauplätze. xx. DaS Hauptquartier Sr. Majestät des Königs befindet sich seit einigen Wochen auf Schloß FerriöreS, einer Besitzung der Freiherren von Rothschild. Der pr. Staatsanzeiger veröffentlicht die nachfolgende Beschreibung: In Frankreich hat bekanntlich in Folge der Revolution von 1789 nach und nach eine derartige ZerspMerung des Grundes und Bodens Statt gefunden, daß größere Ländercomplexe in der Hand von Privaten zu den Seltenheiten gehören. Da die Nahe der Hauptstadt den Grund und Boden vertheuert, so sind die Güter bei Paris natürlich die kleineren, und wenn FerriSreS hiervon eine Ausnahme macht, so ist dies nur durch allmählichen Ankauf neben einander liegender Gebietstheile möglich gewesen. Dorf und Schloß Ferneres liegen etwas seitab- WÜrtS auf der Ostbahnstrecke von Paris nach Meanx. Man fährt von der Hauptstadt etwa fünf Viertelstunden vis zu der Station Ozouer la Fernere und von dort im Wagen zwanzig Minuten nach dem Schlöffe. Der schöne, links von der Eisenbahnstation abgehende Weg führt zunächst durch einen einem alt-adeligen französischen Geschlechts gehörenden Niederwald, der sich der Besitzung des Barons IameS v. Rothschild anschließt; dann gelangt man durch eine stattliche, Brette, von alten Bäumen bepflanzte Allee zum Eingänge in den Park. An die Station Ozouer und an diesen Eingang knüpft sich eine kleine anekdotisch-historische Erinnerung. Das neue Schloß und die Parkanlagen sind eine erst vor wenigen Jahren vollendete Schöpfung des inzwischen verstorbenen BaronS James v. Rothschild. Die Besitzung war Fremden wenig zugänglich und wurde einer größeren Gesellschaft eigentlich erst gelegentlich desekWnten BesuHs dtS Kaisers Näpslesy gEr-igt. Die Liste der GiNgKadeNen war denk Kai stk stlhsi überlaffen worden, und als letztere auf der Station Ozouer zu Wagen stiegen, um in das Schloß zu fahren, stellte sich heraus, daß der damalige Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Thouvenel, nicht zu den Eingeladenen gehörte unq deßhalb höflich trfucht werden mußte, umzukehren. Das Schloß erhebt sich auf einer sanften Anhöhe, inmitten der üppigsten, von Baumgruppen gezierten Parkflächen. Es ist von englichen Architekten im gemischten Renaiffancestyl erbaut und besteht aus zwei durch Hauptfaxadtn mit einander ^verbundenen Pavillons. Durch ein reich mit Sculpturwerken versehenes Portal gelangt man zu dem Vestibüle, von welchem eine Doppeltreppe in die nach englischem Styl großartig angelegte „Halle" führt. Zu beiden Seiten der Treppe kommt man in dar theils zu gesellschaftlichen Vergnügungen und zu Schlafzimmern für Gäste, theils für den Dienst .eingerichtete Erdgeschoß. Hier befindet sich unter Anderm der 6orriäor 4«s «d3S86ur8, der so eingerichtet ist, daß bei Iagdpartleen die tzn letzteren Theil nehmende Gesellschaft die übrigen Gäste in keiner Weise stört. Spiel-, Rauch- und Billardzimmer ergänzen dieses mit allem Comfort des modernen LuxüS angelegte Erdgeschoß. Die bereits erwähnte Halle bildet das Centrum des Schlosses und ist streng genommen das Museum desselben. Sie hat die Höhe von zwei Stockwerken und ist im Innern in der Abgränzung des ersten Stockwerkes von einer Gallerie umgeben, welche die Besichtigung der oberen Kunstwerke gestattet. Die Merkwürdigkeiten in Möbeln, Bildern, Tapifferieen, keramischen Gold -, Silber - und Elftttbeinwerken, welche der Baron James v. Rothschild im Laufe der Jahre gesammelt hat, sind hier aufgestellt. An den dem Haupteingange gegenüber gelegenen Wänden stehen die Bibliotheken. Die Mittelthür der rechten Wand führt zn der Haupttreppe des Schlöffe«, während man durch die Tieft der Halle rechts in die Schlafzimmer, geradeaus und links aber in eine Reihe von Salons und Speisesälen gelangt. In diesen Räumen zeichnen 'sich besonder« die folgenden durch Dekoration aus: In der Axe der Halle ein kleineres Zimmer mit Paneelen von rothem chinesischem Lack mit Gold - Ornamenten; rechts davon ein Saal mit Eorduanledsr - Tapeten der seltensten Art, da die De-, coration, statt wie gewöhnlich aus Arabesken, aus lebensgroßen Figuren mit reichen Costümen besteht; ferner ein Saal mit Gobelins aus der Zeit Ludwigs XV. und auf der entgegengesetzten Seite der Salon ä la Louis XVI. mit weißem Grunde und vergoldeten Schnitzereien. Im zweiten Stock befinden sich die Wohnungen für die Familie und für die vornehmen Gäste. D i e

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