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Der Israelit · 1870-10-05 · Heft 40-41 (5.10.1870) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 40-41 (5.10.1870)
Date
1870-10-05
Page
– (sequence 6)
Language
German
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von Herrn Israel Back (p"3) zu. Dieselbe wird monatlich Zweimal erscheinen und namentlich Berichte auS dem Orient (Palästina^ Syrien, Aegypten, Indien rc.) dringen; sie wird in hebräischer und spanisch-jüdischer Sprache veröffentlich. Wir erfahren aus der uyS vorliegenden Nummer, daß mau bei Ausgrabungen in Jerusalem aus eine Höhle gestoßen. Dieselbe war mit Erde gefüllt. Nachdem man diese hinweggeräumt, fand mau ein prachtvolles, gemauertes Bassin, aus welchem oder vielmehr in welches Kanäle führen, der eine nach dem Tewpelberge, der andere nach dem Thore von Jaffa zu; in diesen Kanälen ist Wasser, und hofft man bei weiteren Ausgrabungen auf lebendige Quellen zu stoßen, was bekanntlich für Jerusalem von der allergrößten Wichtigkeit wäre. Holland. Sftttffrrfeattt» Die jüdische Gemeinde Amsterdam hat durch den Tod des Rabbknatsaffeffors I. S. Hirfck einen großen Verlust erlitten. Der Verstorbene versah seit 22 Jahren die Stelle eines RabbinatSasfessorS und seit der Erledigung des RabbinatS im Jahre 1861 die des OberrabbinerS in der Aschkenasimgemeinde. Er verband mit großen talmudischen Kenntnissen auch wissenschaftliche Bildung. Sein fester Charakter und seine echte Religiösttät erwarben ihm die Liebe fömmtlicher Gemeindemitglieder, selbst auch derjenigen, die nicht mit ihm auf demselben religiösen Standpunkte standen. Das orthodoxe Judenthum verliert in ihm einen eifrigen Vertheidiger, besonders aber hat die deutsch-jüdische Gemeinde in A. Ursache, seinen Tod zu beklagen; er starb in seinem 49. Lebensjahte. n"3"s"j"n. freite GebmtSstadt mit überströmender Liebe der Um? armung der Schwesterstädte und dem Genüsse der Freiheiten Ihrer konstitutionellen Regierung entgegen* eilen sehen. Als Israeliten» bisher exceptionell schmerzlicher VerhÄtniffen unterworfen, treten wir freuderfüllt in das allgemeine Recht ein und begrüßen wir dengjlLck* lichen. Tag, an welchem dasselbe endlich auch in der Stadt siegt, in welchem wir das Licht erblickt haben. Wir erwähnen hier den Namen Israeliten zum letzten Male. In dem Momente, da wir aus einem Zustande gesetzlicher Jnterdiction in das heilige Regime der bürgerlichen Gleichheit treten, ist dies eine Pflicht der Dankbarkeit. Aber von Ihrem konstitutionellen Scepter regiert, werden wir außerhalb unserer Tempel uns erinnern, daß wir nur Italiener «ndRömer sein müssen und wir werden es fein. Sire! Schwer und tief sind die Wunden, die uns die Vergangenheit geschlagen hat; ökonomische, moralische und intellektuelle Wunden. Wir dürfen es nicht verhehlen. Unsere katholischen Mitbürger wissen, daß es nicht unsere Schuld war, und fle haben uns mit Ausnahmen, die täglich seltener geworden, bisher das gegeben, was sie gekonnt hahen, ein starken, wenn auch ohnmächtigen Protest und die wärmsten Sympathien. Von jetzt ab werden sie gewiß unsere Bemühungen unterstützen, um diese Wunden vernarben zu machen, und uns in Stand zu setzen, dem gemeinsamen Vaterlande den größten Tribut der Dienste und nützlicher Opfer zu leisten. Rom, 23. September 1870. Die Israeliten Roms. Amerika. Italien. Rom. Die israelitische Gemeinde Roms hat d'M General Cadorna folgende Adresse an den König von Italien übergeben: „Sire! Jetzt da eine tapfere nationale Armee Rom den Gebrauch seiner Freiheiten wiedergegeben hat und da es mit ganz Italien dieses glückliche Ereigniß begrüßt, fühlen die Israeliten das Bedürfniß, Eurer Majestät die Huldigung ihrer unbegrenzten Dankbarkeit als Italiener, als Römer und als Israeliten darzubringen. Als Italiener sind wir glücklich, daß einPlebiscit binnen Kurzem die.nationalen Wünsche in Erfüllung bringt, und daß das ruhmvolle Königreich Eurer Majestät mit Rom seine Integrität und eine immer größere Stabilität erlangt. Als Römer freuen wir uns, daß wir unsere be¬ Sn« Franzisco, 2. Sept. Die Gemeinde Sherith Israel hat ihre neue Synagoge, mit deren Bau im Monat März begonnen, am verfloffenen Freitag unter großer Feierlichkeit einaeweiht. Herr M. Morgenthau gab bei dieser Gelegenheit ein Prachtvolles silbernes m im Werthe von 1000 Dollar. Bei dem Verkaufe der Plätze in dieser Synagoge wurde die Summe von 47,000 Dollar (fast die ganze Schuld der Gemeinde) erzielt; dabei wurde erst der dritte Theil der Sitze verkauft. So gab Herr C. Meyer 2450 Dollar, Herr L. Schilling 1080 Doll., Herr M. Martin 850 Doll, und Herr T. Töplitz 750 Doll, für je einen Sitz. (Hebrew.) England. London. Das Dulwich-College hat bis jetzt keine jüdischen Schüler ausgenommen und als Herr M. Castella seinen Sohn in dieses College geben

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