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Der Israelit · 1870-09-21 · Heft 38 (21.9.1870) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 38 (21.9.1870)
Date
1870-09-21
Page
– (sequence 13)
Language
German
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713 Nach beendigtem Acte eröffnete ich dem t>mo gleich, daß der ’pnn der Vorschrift nicht genüge, worauf derselbe entgegnete, es kommtza auf den unn nicht an, wenn nur die rwru moy durch die nyns. Natürlich sagte ich ihm, daß dies ein gefährlicher Hrrthum sei, konnte ihn jedoch davon nicht überzeugen, weil die betreffenden onsD nicht zur Hand waren. Erst später b?i einem Besuche in meiner Wohnung legte ich demselben den cnx naun vor, der ihn durch i"' 12"Op genügend überzeugte. Die im Voraus geahnten schweren Folgen dieses Fehlthuns sind leider eingetroffen. Nach Herstellung dieses Kindes begab sich Schreiber dieser Zeilen behufs Besichtigung in das Haus dessen Eltern, fand die gleich bei der Beschneidung ausgesprochene Erwartung bestätigt, daß die n'ny moyn nein ist und daß die moy nur sichtbar, wenn die zurückgebliebene n:ny nach oben überlegt wird, die jedoch bald wieder ihre frühere Lage einnimmt, so man die Hand entfernt. Wenn nun dieser specielle Fall auch schon im 7)j/wi "U"' "W dis mo deutlich besprochen und daselbst die Vornahme eines nochmaligen -pnn für unerläßliche Pflicht erklärt wird, so setzte sich doch Schreiber dieses der hjod wegen in Verbindung mit den größten Autornäten, die fast übereinstimmend entschieden, daß ein zweiter Tinn geboten sei. Leider ist dem, trotz abgegebenem Gutachtem zweier Aerzte, daß keine Lebensgefahr vorhanden, keine Genüge geschehen, und zwar aus Gründen, die ich der Oeffentlichkeit nicht übergeben möchte. Wenn solche Jrrthümer von Männern, wie der obenbezeichnete, ausgehen, wie wird dieser Act erst mißbraucht von Minderwissenden? Man sollte doch aber glauben, daß die Zustände der ,-iv'ii^, für die unsere Vorfahren so sehr bedacht waren und die Beibringung einer n*?np vorgeschriebe r haben, günstiger sind; aber leider muß dies entschieden in Abrede gestellt werden, man gewahrt dies gleich, wenn man nur dem niDio yyo beiwohnt, ja was sage ich "pys! Davon ist ja keine Rede mehr, den meisten aus Polen kommenden D’üiW ist das Reiben zwischen den Fingern , der eigentliche iiyv, völlig unbekannt, man trifft auch bei den meisten derselben lang hervorragende Nägel an den Fingern. um die rvoiD desto leichter reißen oder schälen zu können; oarüber zur Rede gestellt, erwidern sie, wäre der oder der mio '’rni6 selbst piQ, so würden sie sich überzeugen, daß dieß unmöglich ist. '"21. Halberftadt, 3. September. Daß unser würdiger Oberlehrer G. Lasch das allgemeine Ehrenzeichen erhalten, haben Sie bereits gemeldet; man hatte erwartet, daß demselben in Anerkennung von 50jähriger treuer Pflichterfüllung, wie es bei Lehrern anderer Confessionen der Fall ist, der Adlerorden 4. El., dessen Ertheilung vom Landrathe beantragt worden sein soll, verliehen würde. Bei den Sammlungen für die Erquickung der durchziehenden Truppen hat sich die Familie Hirsch sehr hervorgetban; ihre sämmtlichen Mitglieder wurden in das active Counts gewählt, ebenso sind die Damen des Hauses in den Lazarethen mit der Pflege der Verwundeten sehr beschäftigt. Besondere Sorgfalt wandte aber der hochherzige Commerzienrath Joseph Hirsch den Landwehrfrauen zu; er ließ sich das Verzerchniß der unbemittelten vom hiesigen Magistrategeben und gab allen, ungeachtet der nicht unbeträchtlichen Zahl von 220, einen Bon, welcher sie ermächtigt, wöchentlich während dreier Monate eine bestimmte Portion Fleisch und Brot an den bezeichneten Orten zu erheben; so werden wöchentlich von dem Einen Hause allein 800—1000 Pfund Brod und 120—150 Pfund Fleisch vertheilt. Die Anerkennung, welche Herr Commerzienrath Hirsch bei der hiesigen Bevölkerung findet, äußerte sich zuerst in einem Gedichte, welche» das Zntelligenzblatt veröffentlichte und die christliche Bevölkerung zur Nachahmung dieses humanen Thuns aufforderte; dann in einer gestern dargebrachten Ovation bei Gelegenheit eines festlichen Durchzuges durch die Stadt in Folge der Siegesnachricht; nur bei seinem Hause hielt der Zug und gab seiner Dankbarkeit durch nicht enden wollendes Hochrufen Ausdruck. Frankreich. Paris. Herr A. A. Alphandecy, Adsocat, wurde zum Ergänzungsrichter am Tribunal erster Instanz zu Chaumont ernannt. Ohalons. Eine große Anzahl jüdischer Soldaten von der Pariser Mobil-Garde hatten Freitag Abend, den 19. August, im Lager von Csjalons im Hause des Herrn Lang zu Mourmelon Gottesdienst gebalten. Allen sah man den Ernst der Zeit an undVielen flössen die Thränen herab und von Vielen wurden Seufzer gehört. Manche unter ihnen hatten vielleicht in ihrem ganzen Leben nicht zweimal eine Synagoge betreten; aber der Gedanke an den Krieg vereint mit dem der Religion, bewegte alle Herzen. (Arch. Zsr.) Belgien. Druffel. Unter den dahier internirten Kriegsgefangenen sind viele Glaubensgenossen. . Herr Rabbiner Dr. Astruc hat bei dem Ministerium die nöthi-

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