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Der Israelit · 1870-08-24 · Heft 34 (24.8.1870) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 34 (24.8.1870)
Date
1870-08-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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634 Verdiensten meiner schwachen Kvaftentfalturrg und Wirksamkeit. cpnpD 'n:> NDno n^n wk w ni2ia y~» 'nt* wd*? mp»m ns'tsn ins ddp« »nnim — .*p Dl^p so 0’noD“s<3 m^p o-i^p »n» Die prachtvollen silbernen Leuchter enthalten in lateinischen Buchstaben die Jnschriit: Sr. Ehrenwürden Hrn. Rabbiner Schwarz zum 7Osten Geburtstag von der israel. CultuS- Gemeinde Hürben dankbarst gewidmet. Die Vorsteher des Talmud-Thora-Vereins überreichten nun ein von Herrn Benjamin Lippschütz in klastischem Hebräisch verfaßtes Gedicht und die Gratulationsbesuche dauerten fast den ganzen Tag hindurch. . Die für den Abend anderweitigen Festveranstaltungen wurden auf den ausdrücklichen Wunsch deS Jubilar, theils wegen der aea Woche, iheils wegen der ernsten Zeitverhältnisse inhibirt. Wir schließen unseren Bericht mit der Hoffnung, daß die gegenseitigen frommen Wünsche sowohl an dem verehrten Seelsorger wie auch an der würdigen Gemeinde Hürben ihre bestätigende Erfüllung finden mögen. Wiesbaden. Es ist eine wahrhaft herzerhebende Erscheinung, daß während zwei mächtige durch die verschiedensten Interessen verbundene Nachbarstaaten sich bewaffnet gegenüberstehen und die Aufmerksamkeit der gesammten civilisirten Menschheit auf sich ziehen, daß in einem solchen Moment, so warm auch unser Herz für die gute Sache schlägt, wir dennoch die Zwecke und Ziele nicht aus den Augen verlieren, die wir als Jehudim zu verfolgen haben. So läßt sich unsere Religionsgesellschaft durch die bewegten Zeitverhältniffe keineswegs stören, sondern schreitet vielmehr rüstig in ihrer Entwickelung vorwärts. Täglich Mehren sich die Beitrittserklärungen; und schon heute haben dieselben mit Einschluß der von auswärts eingegangenen Meldungen die Zahl 200 überstiegen. Man steht also, der l. Synode zu Trotz, wie durch den Krieg eine d»cp DPd n»D» nicht beeinträchtigt wird. Die Religionsschule macht unter der trefflichen Leitung unseres Herrn Di. Kahn die besten Fortschritte. Die Schüler der ersten Claffe, die bei Eröffnung der Schule kaum hebräisch lesen konnten, lernen jetzt schon mit bestem Erfolg N"n und »ffn; und die in der zweiten Claffe', — Kinder von 7—10 Jahren — welche mit der Lesefibel anfingen, begannen schon vor 14 Togen mit Uebersetzen des PDin. Wem die Jugend gehört, gehört die Zukunft; sie ist unser Eigenthum. inttna '2 mn» vjd nny &61 app» pn» nny *6 pnp n« WHp.ni . »dp ip»np» la-ipa n» npyD i»nV» : urnp» t>snp» »pt** n«i apy» Wie aber der alte jüdische Geist nicht nur in den Herzen der Jugend, sondern in der ganzen Gemeinde mehr und mehr Platz greift hatten wir, außer vielen anderen Gelegenheiten, am asra 'd zu beobachten Veranlassung. Es wurde vielleicht seit einem 1k Jahrhundert hier an diesem Tage zum erstenmal« wieder ein der ernsten Bedeutung dieses Tages angemessener Gottesdienst abgehalten, der bis gegen Mittag dauerte, im Gegensatz, zu den Reformern, die gegen das top •1JND »ty zu verstoßen fürchten, wenn sie über unsere Leidensgeschichte an diesem Tage Nachdenken; w shalb sie sich kaum ein Stündchen in ihrem goldverkuppelten Schauspielhause zusammenfanden. — Am Buß - und Bettag hielt unsere Gemeinde feierlichen Gottesdienst ab, aus welchem wir den ergreifenden Vortrag unseres Herrn Di. Kahn »"j besonders hervorheben wollen, der die Worte com »^ru Dp d»jijp iiaa »rrri zum Texte hatte und mit einem innigen Gebete für den König und unsere Armee schloß. — Möge Gott unseren Herrn Rabbiner stärken und sein Wirken weiter ein segensreiches werden lasten. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. Lemberg. Vor einem Monat hat stch dahier ein Verein unter dem Namen p“np »J2N idj/d »D»pD gebildet, dessen Zweck es ist, die nrasD von großen und berühmten Männern aufzufrischen und für die armen Mitglieder des Vereins unentgeltlich nas»*D setzen zu lassen. Amerika. New-Aork. Ein Correspondent des „Jew. Mess.," welcher das Mormonen-Territorium bereiste, erzählt über die Juden in diesem entfernten Lande folgendes: Im Ganzen fand ich, daß in Salt Lake City 11 Juden öffentliche Geschäfte haben, fünf derselben haben Familie; sie haben keine Synagoge und keinen Verein, halten jedoch am Neujahr- und Versöhnungsfeste Gottesdienst ab. Da bei mehreren die Geschäfte schlecht gingen, zogen sie von da weg; überhaupt war früher die Stimmung der Mormonen gegen die Juden eine viel bessere als jetzt; dieselbe ist umgeschlagen, weil sie bei der Wahl mit der Gegenpartei der Mormonen stimmten. Auch einige getaufte Juden sollen da wohnen, die aber schon in Europa die Taufe empfangen. Den Juden hier ist fast ganz der Sinn für die jüdische Religion entschwunden, einige derselben haben sogar Mormonen - Frauen geheirathet. Man vermuthet, daß der Secretär des Brigham Joung, (Hohepriester der Mormonen) Jude sei.

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