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Der Israelit · 1870-08-17 · Heft 33 (17.8.1870) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 33 (17.8.1870)
Date
1870-08-17
Page
– (sequence 12)
Language
German
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624 promiß der beiden hier vertretenen obengenannten Richtungen. Wie diese Wahl verlief, wissen Sie; das Schmerzlichste war für den wahren mrp in jenen unangenehmen Tagen, daß durch diese Affaire im dem aufgeregten Publikum manches Wort über die minn ’DSin fiel, das Einem das Herz tief verwunden muß. Nun, dieser Standpunkt ist G. s. D. überwunden, und gereicht es der Gemeinde zur Ehre, trotz alledem, in dem richtigen Bewußtsein, daß selbst eine Gemeinde, die einen so «ackern]’H und so gediegene min hat wie die hiesige, dennoch ohne einheitliche Leitung der religiösen Angelegenheiten seitens ihres Rabbiners tagtäglich Rückschritte machen muß, sich sofort zu dem Entschlüsse, einen solchen zu ereiren, ermannte. — Nachdem nun derselben von mehreren Seiten Candidaten empfohlen und wie erwähnt der Vorstand zur persönlichen Unterhandlung mit einem derselben nach Baden gefahren, machte dieser sowie mehrere Gemeindemitglieder, welche sich dort befinden, die vorläufige Bekanntschaft des Herrn Kuttna, referirten den allseitigen höchst günstigen Eindruck dieser Bekanntschaft, welcher ganz entsprechend dem Rufe gewesen sei, den derselbe sich durch seine literarischen Erzeugnisse erworben. Es wurde beschlossen, daß unsere verehrten Mitglieder '"j ’dnb prur mino 'sich mn pnn und ’"j DrvQN -niriD 'bidh ’jmn zu demselben reisen sollten, um sich durch Selbftüberzeugung ein Uriheil über seine talmudische Tüchtigkeit und Frömmigkeit im höheren Sinne zu verschaffen. Auch diese Recherchen fielen auf das Glänzenste aus und erhöhten dieselben die Begeisterung für den geehrten Herrn Rabbiner, welche sich schon allgemein in der Gemeinde geltend gemacht hatte. So hätte denn unsere Gemeinde zu unserer Freude wieder einen ächten und tüchtigen Rabbiner; es werden sich sehr bald wieder die Hörsäle mit strebsamen Jünglingen füllen, wie derselbe auch in Kaposvar unter den dort dafür so ungünstigen Verhältnissen oma min pmo war, unsere Kanzel wird wieder von achten geistreichen Vorträgen ertönen, unsere Institutionen werden unter der Aufsicht eines wachsamen Hüters sein, die Hilfsbedürftigen und Nothleidenden wie alle Arten von n": werden, wenngleich in der Zwischenzeit nie vernachlässigt, dennoch einen höheren^Vereinigungspunkt haben, und unsere Schule, für die die Gemeinde so unverhältnißmäßig große, alle Anerkennung verdienende Anstrengungen macht, wird sich auf der Höhe des ächten Judenthums und zugleich auf der Höhe der Zeit erhalten, in ächter Weise p« *pn mit min verbinden. unsere Glaubensgenossen in New - Aork das Berg- Sinai-Hospital nen aufbauen lassen. Tie Baukosten sind aber nicht vollständig beisammen. Einzelne Gemeinden beabsichtigen zu Gunsten des Baufonds einen Bazar abzuhalten. Für eben diesen Bazar, der im November stattfinden soll, haben unsere Glaubensgenoffen schon werthvolle Gaben gegeben, so die Herren Steimnay und Söhne ihr großes Piano im Werthe von 1200 Dollar. Afrika. Algier. Seit einiger Zeit erscheint dahier eine israelitische Zeitung unter dem Namen „der algerische Israelit." Redacteur ist Herr Benisti Nissim. Türkei. Larissa. Herr Raphael Fargi von hier hat eine russische Waise adoptirt. (Rev. isr.) Feuilleton. Der König und der jüdische Soldat (Aus alter Zeit.) Als König Friedrich I. von Württemberg vom Fürsten von Pruntrut durch Succession Herzog von Würtemberg und durch die Zeitverhältnisse von 1806 bis 1810 zum König erhoben wurde, suchte er seine Residenz Stuttgart durch Anlegung neuer Straßen und schöner Gebäude die Stadt, und durch Park- und Gartenanlagen die Umgebung derselben zu verschönern. Um diese Arbeiten zu beschleunigen, mußten zur Hilfe der Gärtner die Zuchthaussträflinge herangezogen werden. Um den Fortgang seiner Anordnung zu beobachten, ging der König, wenn es die Witterung zuließ, täglich in diesen Anlagen spazieren. Bei diesen Spaziergängen war der General v. Tylin sein beständiger Begleiter. Bei einem dieser Spaziergängen ließen sie sich nicht weit von einem Wachtposten auf einer Bank nieder. Während sie dasaßen, kam ein Trupp Sträflinge, die hier arbeiten sollten, an. Wie diese alle Personen, bei denen sie vorüberkamen, anzubetteln gewohnt waren, so gingen sie auch den wachthabenden Soldaten um eine Gabe an. Der König bemerkte, daß der Mann Jedem etwas gab, und endlich, da noch einige da waren, für welche ihm Amerika. New-Bork. Erst jüngst berichteten wir, daß

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