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Der Israelit · 1870-07-06 · Heft 27 (6.7.1870) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 27 (6.7.1870)
Date
1870-07-06
Page
– (sequence 18)
Language
German
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518 OWe« var, so änderte man. Jakob gekommen, fvndern mrch Sailem, Äver Stadt, die dmnalS -dem Sichem gehörte, und man fügte die Worte *py Qbv hinein." (ß. 75.) Es soll also ursprünglich, so nimmt G. an V3V Dpi/' «3') geheißen haben, dessen Sinn man durch die Einschiebung Ty DP& dahin geändert, daß Jakob nicht nach Sichem, sondern nach Salem, einer Stadt Sichems gekommen sei. Nachdem der Vers, nun etwas abgeschweift ist, fährt er S. 76 fort: "Daß Jakob nach Salem gekommen, nehmem zwar noch alle alten Uebersetzer 7m (IXX, Vulg., Syr.), und nur der Samaritaner weicht, seinem Systeme getreu, ab, da er nicht Salem, sondern Sichem hervorgehoben haben will; er läßt Jakob nach Sichem kommen „„friedlich vollkommen,"" wie er erklärt, indem er sogar dafür setzt. Jh» folgt in der Erklärung die tasmudische Tradition und sämmtliche spätere Erklärer jdie Beiden Targumim werden vom Verfasser nicht erwähnt), da sie die damalige Existenz von Salem — trotz dem Zusätze |?J bei Abraham in Zweifel ziehen mochten; nur die späte Hagadah im Sefer Ha-Jaschar hat ^die tzfte Erklärung aufbewahrt, und der scharfblickende Sa- Mgel ben Meir erkennt Salem richtig." Der Schluß dieser Worte ist ganz dem Systeme des Vers., einen Autor oder Berichterstatter sehr hoch zu stellen, sobald dieser ihm sür seine Hypothesen Beweis zu sein scheint. Entsprechend. Jedoch gerade hier hat R. «salomo ben Meir nicht scharf geblickt, denn was ihn nöthigt das Wort dw als „Salem, die Stadt des Sichem" zu erklären, begründet er damit, daß wir niemals jps -vy, v'dlNN' "py finden, das Wort -py vielmehr dem Namen immer nachstehe, die-Stadt könne daher nur Salem nicht aber Sichem geheißen haben. Diese Regel ist aber nicht durchgehend, denn wir finden -nru -py (Gen. 24, 10.), nn -py (2. Sam. 6, 10. 12) ,^und daraus können wir entnehmen, daß sobald eine Stadt nach ihrem Gründer oder nach einer Person, die längere Zeit in derselben geweilt, genannt wird, der Eigenname dem Worte -py nachsteht, welches Wort alsdann nls 8t. vovstr. mit dem Namen verbunden ist; ebenso ist hier D3P -py, die Stadt, die nach irgend einem früheren V3V die „Stadt des.Sichern" und später kurzweg Sichem genannt wird. Allerdings könnte auch das Wort -py fehlen und heißen: v3v 3py *gp wie z. B. rb'V N3’V(l. Sam. 4. 12.), jedoch dort folgt der Stadtname gleich nach dem Zeitwort nm, während hier nych das Wort oVo? dazwischen tritt, nnd man nicht gut sage» kann üzv s*2'), weßhalb hier das PZM'r'y noch erklärend hinzugefügt wird. Gin tz oder n ist aber beim st. coustr. nicht nöthig, ftnbeit wir ja auch -.in tji oitk layrvas „vom.Haus des Ebed Edom nach der Stadt des David". (2. Sam. 6, 12.) Was nun das Wort betrifft, so ist dessen Bedeutung MetftVoS „ohne Mangel, vollständig," wie z. B. das in l. KL«, ff, 7.: naa> jro® n^r?« jatt« wie es auch all« früheren und Miere« GrALrer. ftwohl jüdische als nichtjüdische, erklären. So Ges«- nius in seinem Wörterbuche, Vater in seinem Commentar. der die L^XX wie auch die syrische Uebersetzuug erwähnt, die Erklärung derselben aber verwirft und als Gegenbeweis Gen. 35, 4 anführt (woselbst nämlich gesagt wird, daß Jakob die Götterbilder unter der Eiche bei Sichem vergraben ließ.) Treffend begründet Rasch! das Hervorheben, daß Jakob unverletzt nach Sichem gekommen, durch die Bemerkung, daß sein hinkender Fuß geheilt gewesen sei, noch deutlicher Midr. t*.: „Weil nns doch vorher erzählt worden, daß Jakob hinkend aus dem Zweikampf hervorgegangen, kommt hier die Bemerkung^ daß n hier hingegen wieder ganz unverletzt gewesen"; es bedarf daher nicht der scharfsinnigen Bemerkung des Iba Esra^ daß weil uns jetzt die Entführungsgeschichte &ina*6! erzählt wird, die Schrift uns erzählen wolle, daß LiS! jetzt kein Unfall auf dem Wege ihm begegnet sei. Wie aber die LXX (Vulg. und Syr. schreiben ««r derselben nach)dazu kommt o>L' als Stadtnamen aufz«- , fassen , ist allerdings auffallend, und kann nur 1 vorhergehende Ztw. wie der Gedanke an das ber! Abrahanr vorkommende diesen Jrrthum veran- ' laßt haben. i Noch mehr muß mau sich aber über den Berf- > wundern, wie er durch seine Hypothesen sich hat irre I führen lassen: er begnügt sich nicht damit vtz«? alL! Stadt«amen zir erklären, es sollen vielmehr die beiden i Worte -py d'rv von den Zadokiten zugesetzt sein; n»n i müssen wir abrr doch fragen: welches Salem soll denn > nun hier verstanden werden, das des Malkhizedek, was ' doch ebenfalls nach deS Verf. Ansicht ein zadokitischer I Zusatz sein soll, warum aber heißt denn hier diese! Stadt „Stadt des Sichem," während es doch „Stadt des Malkhizedek" heißen müßte; ist aber dieses Salem nicht das spätere Jerusalem, das auch gar nicht in j der Nahe Sichems liegt, sondern das zu Sichem nahe j Salem*), so ist ja mit diesem Zusätze den Zadokiten i nicht geholfen, da doch die Stadt Jerusalem nicht da-! durch höher gestellt wird? — Die Samaritaner «tbi lich, die an vielen Stelle» die Worte deS Pentateuch i zu Ehren ihrer heiligen Stadt Sichem gefälscht j haben, nehmen hier ohne Weiteres die Fälschung, j der Zadokiten an, nur daß sie Ds& als „wohlbehalten"; erklären; warum haben sie denn nicht einfach daan- I geblich hinerngebrachte -py odu? gestrichen, das wäre j ja ihnen gewiß nicht schwer angekommen, statt sich.! mit der Interpretation einer angeblichen Fälschung, i zu befassen? (Schluß folgt.) Amn. Schale«, jetzt Salirn, rin Dorr 2 St. KR, :j von Sichem. Schwenz. Palästina. S. llü. & i -:-

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