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Der Israelit · 1870-06-15 · Heft 24 (15.6.1870) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 24 (15.6.1870)
Date
1870-06-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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447 Umgebung zu veranstalten. Glücklicherweise war es dem Mädchen noch nicht gelungen, da- Weite zu ersuchen und so fand man eS in einer Eisterne versteckt. Amerika. New - Bork. Herr Philipp I. Ioachimsen wurden zum Richter am Marine Court erwählt. (Iew. Mess.) In New »Bork find nunmehr drei jüdische Richter: Albert Cardozo, Joseph Koch und Philipp I. Joachimsem. New-Bork. Den 25. Mai wurde der Grundstein zu dem neuen „Berg Sinai-Hospital" gelegt. Dasselbe soll auf das comfortabelfte eingerichtet werden. Der geräumige und gesunde Platz wurde den Israeliten von tet Regierung geschenkt Washington, 3. Juni. In Washington find mehrere Deputationen angesehener Israeliten eingetroffen, um den Präsidenten zum Einschreiten gegen ihre in Rumänien verfolgten Stammes genoffen aufzufordern. Man glaubt, die Deputationen werden ihren Zweck erreichen. Australien. Ballarad. Der uns von befreudeter Hand zugesendete „Evening Mail" vom 18. April bringt einen ausführlichen Bericht über eine in der Synagoge des Herrn Rabbiner Goldreich stattgefundenen niso Feier, bei welcher Gelegenheit benannter Rabbiner eine schöne Ansprache hielt. 9 « « i I 1 e t p n. A » st a « a i. Eine historische Erzählung aus dem 7. Jahrhundert der gew. Zeitrechnung.) XXIV. Der Nesch Gelutha. In Mechusa herrschte Freude und Jubel. BosianaiZwar heimgekehrt, hatte seine Mutter und seinen Großvater umarmt. Achai hatte seine Sara und seine Schwiegereltern wiedergefunden. Während SaLd vollständig vom persischen Reiche Besitz nahm und alle Perser zwang, der Lehre Zvroasters zu entsagen und zum Islam überzutreten, brachte ein Bote aus Medina stin Schreiben des Chalifen nach Mechusa, durch welsches Omar den Juden freie Religionsübung zustcherte mnd Bostanai zum Mirsten der Juden ernannte. Die »Schulen von Sura und Pumbaditha wurden wieder eröffnet, und zahlreich strömte die Jugend Israels Dorthin. In Sura lehrte der ehrwürdige Kaphnai rächet tfflb in Pnnibadithd der greife Mari Var Mar. Damit es über auch an einem jugendlichen Lehrer nicht sthlr, errichtete BÄstanai eine neue Hochschule z« Rehardea und -ernannte seinen treum Gefährten Achai zum Gaon derselben. ES ist derselbe Rabbl Achai Gaon, der später durch sein berühmtes Buch: „Die Schevlthoth" einen so großen Namen in Israel erlangt hat biauf den heutigen Tag. Als SaLd in Ktesiphon einzog, erfuhr er von der Anwesenheit der Prinzessin Dara. Er befahl, sie mit allen Ehren zu behandeln, wie es ihre hohe, fürstliche Geburt erheischte; jetzt mußte er «eiterziehen, um die einzelnen Satrrpien für den Islam zu gewinnen; bei seiner Rückkehr wollte er über das Geschick der Prinzessin entscheiden. SaLd zog zuerst nach Norden und zerstreute and vernichtete die Ueberrefte des persischen HeereS; dann zog er in die Landschaft Sustana, an deren Spitze der tapfere Satrap Harmosan stand; auch dieser wurde geschlagen und gefangen genommen. Als er vor den Anführer der Araber geführt wurde, verurtheilte ihn dieser zum Tode. „Wenn ich nur einmal trinken könnte," sagte Harmosan. SaLd ließ ihm Waffer bringen. „Ich fürchte", sagte der Perser, „daßman mich umbringen wird, während ich trinke." „Du wirst nicht getödtet werden," versicherte der arabische Feldherr, „bis Du das Waffer in diesem Becher getrunken haben wirst." Da ergriff Harmosan den Becher und schleuderte ihn zu Boden, so daß das Wasser auf die Erde floß. „So," sprach er, „jetzt darfst Du mich nicht tödten lassen; ich habe Dein Wort, daß ich nicht eher getödtet werden soll, bis ich das Waffer getrunken habe, das der Erdboden jetzt aufsaugt." Harmosan nahm darauf den Glauben der Araber an; seinem Beispiele folgten alle Satrapen. So verschwand die Lehre ZoroasterS von der Erde. Nur ei» kleiner Bruchtheil der Perser blieb ihr treu; das sind die sogenannten Guebern, deren Nachkommen noch heute das Feuer anbeten. Nachdem SaLd das ganze Reich für den Chalifen erobert hatte, kehrte er nach Ktesiphon zurück, um von da aus sein tapferes Heer nach Aegypten zu führen. Ehe er jedoch das Land verließ, wollte er seinem Freunde Bostanai in Mechusa einen Besuch abstatten und ihm seinen Antheil an der reichen Beute bringen. Bostanai weigerte sich, all das Gold zu nehmen, welches SaLd ihm als Beuteantheil brachte^

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