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Der Israelit · 1870-05-11 · Heft 19 (11.5.1870) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 19 (11.5.1870)
Date
1870-05-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
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359' 5>ie Unruhen auch an dm folgenden Dagen wiederhol haken, so wurden am 25. April Truppen nach Tekutsck geschickt. Bukarest. Ein neuer Erlaß des rumänischen Ministeriums besagt , daß „Juden und Vagabunden" der Uebertritt über die Gränze nach Rumänien ferner nicht gestaltet wird. Der kaufmännische Fortschrittsverein zu Czernowitz hat sich dehhalb telegraphisch an den Ministerpräsidenten Grafen Potvcki gewendet, um die Intervention der österreichischen Regierung herbeizuführen. (N. fr. Pr.) Holland. Arvstterdaw, 4. Mai. Von dem hiesigen Centralcomitö sind als Ergebniß der Extrasammlung für die Nothleidenden im h. L. bis hrute 16052 fl. 64 Ct. holl. Cour, ngch Palästina gesandt worden. Frankreich. Paris. Der Aeltefte der Restaurateure in Paris, CH. Weill, ist am 31. März im Alter von 106 fahren gestorben. (Univ. Jsr.) Spanien. Madrid. Die berühmte Alhambra wird ein Museum für arabische und jüdische Antiquitäten aufnehmen, wie sie bisher auf der spanischen Halbinsel meist in Klöstern zerstreut sind. Der Wohlfahrts- Minister Echegaray hat diesfalls persönlich in Granada die geeigneten Verfügungen getroffen. Amerika. New-Bork. Der „Jew. Mess." schreibt: Inmitten des Geschreis nach Reform ist es erfreulich, zu erfahren, daß in fünf in den Vereinigten Staaten jüngst erbauten Synagogen der Gottesdienst nach orthodoxen Principien abgehalten wird. <E i n 81 f o ii & *♦) Ans der Provinz Posen. Herr Abraham Dob Cohn aus Safed, hat es trotz feiner geringen lalmudischen Kenntnisse ziemlich weit gebracht; er erhielt von den Spitzln der Behörden in Berlin den Titel Rabbiner, ja theilssogar den Titel Oberrabbiner; er wurde sogar, wie er angibt, von einem hohen Beamten in Berlin eingeladen, mit ihm das Theater zu besuchen, welches Amrbieten er auch gerne annahm. > Hat er auch während seiner mehrmonatlichen von seinem wenigen lalmudischen Wissen viel lernt, so hat er anderseits aber an Aufklärung bedcktdend gewonnen, er ist nicht wehr so einfältig wie früher am pidd keine Eie'', keine Fische zu genießen/' weil die Henne pcn gegessen (!sio!) resp. der Fischer' Gesäuertes berührt hätte (!sie!), es sind dies Kleinitz» leiten, auf die er früher acktete, über welche er setzt» aber längst erhaben ist, er weiß sich sogar setzt über, no^ni n«»*:»-; am Sabbat hinweg zu setzen — und darf es nunmehr befremden, wenn der Herr Polizeidirector, zu Posen in einer dortigen polit. Zeitung erklärt, er habe Herrn Cohn als einen intelligenten Mann kennen gelernt? Und die Gunst der Behörden! kann diese noch auffallend erscheinen? Soll durch Vermittlung des H. Cohn nicht nur ein Hospital sondern auch e in e Schuir in Sasid gegründet werden, und was für eine Schule? etwa für o"e'? bewahret Daran mangelt -«3;; ja nicht; der Wissenschaft soll eine Stätte gegründet werden. Freue Dich, Du unübertrefflicher *)br nö, einst Rabbiner in Safed, Dein wird nunmehr nicht so sehr abgenutzt werden. T; Im Interesse des Herrn Cohn möchten wir ihm den Rath ertheilen, nicht mehrnach Safed zurückzakehren, er ist ja reif dazu, an einer deutschen aMvklärten Gemeinde als Rabbi sungiren zu können; nur Schade, er kann nicht riütig Deutsch sprechen! An der Seite der HH. Aub und Geiger als würde er sich wohl doch eignen, vielleicht reflecii-; ren die Herren auf diesen Vorschlag, und die Rabbiner Palästinas werden ihnen gewiß dankbar sein. 5h u1? Kin 3"n«! Briefkasten der Redaktion. Herr Lehrer S. Kahn in Altenschönbach: Erhalten und besorgt. -r- J e n i H e t o n. □ Die Juden im Ghetto zu Nom. Knttnrgeschichtkiche KLizre (Schluß.) Ihr Loos in Rom war hart zur Zeit der £&? saren, aber eS wurde noch ungleich trauriger umpt dem kirchlichen Überhaupt. Abermals wurde ihniA verboten, mit der übrigen Bevölkerung Verkehr Hu pflegen, und sowohl Männer als Frau«m mußten em Kennzeichen tragen, um sich von den-Christen zu-unterscheiden. Während der großen Feste der Eh^stM war daS Ghetto geschloffen, und wenige heilige W»- chen verliefen, ohne daß einige Grausamkeiten oder

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