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Der Israelit · 1870-04-27 · Heft 17 (27.4.1870) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 17 (27.4.1870)
Date
1870-04-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
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310 lassen. Wir werden nicht ermangeln, daS Resultat dyt Untersuchung, unseren Lesern mitzutheilen und KEfen. der Herr "KreiShauptmann werde die persönliche Sicherheit eines Theiles der Felegphäzer Bürger Dor rohen Anfechtungen nachdrücklich zu schützen wissen. Frankreich. Paris. Herr Albert Cohn hat eine große und edle That zu Gunsten der religiösen Wissenschaft vollbracht; er hat dem Rabbinerseminar zu Paris seine reiche und kostbare Bibliothek zum Geschenke gemacht. Wir veröffentlichen in Bezug darauf im Nachstehende« den Brief des Herrn Albert Cohn an die Administration des Seminars, sowie die Antwort dieser Administration. Der Brief lautet: „Herr Präsident! Ich habe die Ehre, Sie sowie meine Herren College» in Kenntniß zu setzen, daß ich dem isr. Seminar zu Paris meine ganze Bibliothek als unveräußerliches Eigenthum gebe. Ich hatte diese Schenkung als Legat in meinem letzten Willen gemacht, aber nach reiflicher Ueberlegung und da man nie voraussehen kann, was später geschieht, ziehe ich es vor, meine Bibliothek schon bei Lebzeiten zu verschenken. Ich nehme nur wenige Bücher aus, welche ich in meinem Testamente eitrigen Freunden bestimmt habe. Alle meine Bücher werden nun der Bibliothek des Seminars gehören, ohne je verkauft werden zu können; die Bücher, welche ich gebe, erhalten den Namen: Bibliothek Albert Cohn. Wenn das Etablissement nicht genug Bücherschränke besitzen sollte, so werde ich die hierzu erforderlichen Mittel zur Herstellung solcher Schränke, die alle verschließbar sein müssen, bestreiten. Alle meine Bücher müssen genau verzeichnet und eingeschrieben werden, indem jedes eine Nummer erhalten muß; kein Buch kann an mich, einen Professor oder Rabbinatszögling verliehen werden, ohne daß derselbe einen gedruckten Zettel (die Druckkosten dieser Zettel werde ich bestreite"») unterzeichnet hat, durch welchen er sich zur Zurückgabe des Buches, sowie wenn eS verloren gegangen, sich zum Ersatz desselben verpflichtet, die Manuscripte und seltenen Auflagen können nur nach Entscheidung der Administration an Personen, die dieser Begünstigung würdig sind, ausaeliehen werden. Ein Professor der Anstalt wird zum 'Bibliothekar ernannt mit einem jährlichen Gehalt von 200 Frc', die ich vierteljährlich vom 1. August 1870 an auszahlen werde; ick» werde mit der Hilfe Gottes die Administration in Stand setzen, daß sie nach meinem Tode diese Summe entrichten kann. Ich ersuche die Commission in einer Anzeige in den franz. M. Zeitungen und durch diese in den ausländischen )ör. Zeitungen alle diejenigen, welche von mir Bücher zu epsüchen, sie dem isr. Seminar zurückzugeben. Wenn nach Ablauf eines Jahres diese Büchet tfl noch nicht zurückgegeben worden fmd, zperhe sch mit Ausnahme der Zeitungen, soweit als KrÄ .. zu ergänzen suchen. Ich werde bemüht sein, wertere neue Erwerbungen zu machen, um diesen Schatz auf der Höhe seiner Bestimmung.zu erhalten. It) wünsche, daß diese Bücher zur Disposition aller derjenigen gestellt worden, welche lernen oder schreiben wollen. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß diese Schenkung unsern jungen stndirenden Rabbinen, die Mittel, sich auszubilden und zur Ehre de« IudenrbumS und der Wissenschaft zu arbeiten, erleichtern werde. Genehmigen Sie u. s. w. Albert Cohn." Aus diesen Brief hat die Administration folgende Antwort gegeben: „Wir sind tief gerührt über die. edle Schenkung, welche Sie dem isr. Seminar gemacht. Durch diesen Act der Freigebigkeit geben Sie einen großen und neuen Beweiß von dem hohen Interesse, das Sie an diesem Institute, welches Sie schon seit Jahren zu der Zahl seiner eifrigsten Administratoren rechnet, tragen. Sie waren von der Ersten, welche die Uebersiedlung des Seminars nach Paris verlangten; seitdem es in unsrer Mitte ist, umgeben Sie es mit Ihren Bemühungen und Sie bringen Ihre Wohlrhaten aufs Höchste dadurch, daß Sie ihm Ihre schöne und reiche Bibliothek schenken/die Sie mit so großer Sorgfalt gesammelt, welche aus kostbaren Manuscripten und seltnen Büchern besteht, ein wahrer Schatz, welcher die Zierde unseres Instituts und für die Lehrer wie für die Zöglinge von immensem Nutzen sein wird. Durch diesen Akt sind wir Ihnen aufs Neue zu groß'm Dank verbunden. Wir haben bewundert die Gesinnung, die Sie veranlaßt. Ihre Wohlthat jetzt schon zu realisiren. Sich Entbehrungen und Opfer auflegen, um selbst das Glück zu genießen, welches die vollendete gute That gibt, um selbst die Resultate eines Werkes zu schauen, welches man für nützlich glaubt, ist nur einem edlen Herzen und einer echten Intelligenz, wie Sie solche besitzen, eigen. Wir werden alle von Ihnen gestellten Bedingungen aufs genaueste erfüllen und die Bibliothek, die Ihren Namen tragen wird, wird der Gegenstand unserer besonderen Fürsorge sein. Sie werden uns erlauben, daß wir vermittelst der Zeitungen, den Akt. den sie vollzogen, zur Kenntniß unserer Glaubensgenossen bringen. Indem wir Ihnen hiermit danken, sprechen wir den Wunsch au« — und das ist, wir wissen es, die einzige Belohnung, die Sie erstreben, — daß Ihr Beispiel Nachahmer finde, daß andere in Ihren Wegen wandeln, daß Allo fühlen und begreifen mögen, daß die Zukunft, des Inden- Sk mi ha fei an ert jal A, hi, ge. 1» al H bc ft je ie dk ne

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