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Der Israelit · 1870-04-13 · Heft 15-16 (13.4.1870) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 15-16 (13.4.1870)
Date
1870-04-13
Page
– (sequence 21)
Language
German
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289 über ruheten, um in der folgenden Nacht ihre Wanderung fortzusetzen. Ms am andern Morgen die Wachen in das Gesangniß kamen, um die Gefangenen zum Tode;u führen, waren diese verschwunden. Keine Spur verrieth, wohin sie gekommen. „Es ist nicht anders," sprach König Kosroes, als man ihm die Nachricht brachte, „König David hat seinen letzten Sprößling befreit und ihn und seinen Gefährten durch die dicken Mauern geführt" Dieser Meinung waren auch Kaphnai und Ialetha, die hochbeglückt von der Rettung der Gefangenen vernahmen. Sie kehrten nach Mechufa zurück und warteten lange auf Bostanai's Ankunft. Allein Bostanai kam nicht. Erst nach vielen Monaten meldete ihnen ein Bote, daß Bostanai unv Achai glücklich aus Persirn entkommen seien. (Fortsetzung folgt.) <GLngesandt.) Zur Beherzigung firr und ü,EDrW* Wenn in dieser Zeitschrift, die vom Himmel bestimmt ist, das Licht der Wahrheit zu verbreiten und Irrtbümer zu beseitigen, schon so Viel des Guten und Bedeutsamen besprochen und '.i"y2 ausgeführt worden ist, so dürfte doch kaum noch jemals ein Gegenstand von größerer Tragweite und Wichtigkeit in Anregung gebracht worden sein, als der hier zu besprechende. Es gilt hier nämlich auch die größten Q’*rom crpn» vor dem Genüsse von mv2a pso zu bewahren und ein Nebel zu heben, woran oft die qualificirtesten und besten crBm# leiden, ohne daß sie und vielleicht viele O222, die ibnen 7H2P geben, die geringste Ahnung davon haben. Obgleich dieser Punkt deutlich genug in dem von dem ehrwürdigen Herrn Districts - Rabbiner S. B. Bamberger zu Würzburg verfaßten dtoip rrno besprochen ist, so zeigt doch ein beobachtender Blick aus die Praxis , daß diese der fraglichen Vorschrift nicht entspricht und ich bedauere nur zu sehr, erst jetzt darauf aufmerksam geworden zu sein. Bekanntlich stellen alle a'Biw ihre Messer, wenn sie bei den 2222 ihre 7P2? erhalten oder erneuern lassen wollen, ganz trocken. Vor dem Schächten hingegen weiß fast Niemand anders, als daß er sein Messer so lange schleift, bis er vom Schleifen aus, ohne es abzutrocknen, nichts mehr ist; ohne zu ahnen, daß es die reinste Unmöglichkeit ist, daß ein naß gemachter Nagel die ntffnn so genau, so fein haben kann, als ein ganz trockner. (Das Wort -nsrr m'an, welches von -un abgeleitet wird, kann auch nur bei einem trockenen Nagel stattfinden, wo der trockene Nagel in die Tlwrs bineinsinkt. wie ein un hinkt, mit seinem kurzen Fuße. Ein mir Wasser befeuchteter Nagel, der selbst hiedurch erweicht ist, kann nicht so hinernfallen, weil er durch die Erweichung gleichsam nachgiebig wird.) Wenn jwo.i, mn 2": 2310 ntpa -f-nno ^nn den Schochtim'? verbietet, ihre Messer auf der Hand zu glätten, weil sich von dem Schweiße der Hand etwas in die mv'as setzen und den Schachet tauschen könnte, als wäre keine no'is in dem Messer, wie vielmehr begründet ist der daß sich die Feuchtigkeit des Schliffes, welche noch an dem Messer ist, auch in der nous befindet und diese, allerdings kleine rill'as so ausebnet, daß der Nagel nichts mehr sp'J-is ist, was sich aber ganz anders gestalten wird, wenn man das Messer nach dem Schleifen abtrocknet. Siehe ]0^d dtuiP mia. Durch meine frühere, vierjährige Praxis, wo ich gar oft, als ich nach dem Schleifen das Messer unabgetrocknet pmI gewesen halte, der Meinung war, daS Meffer .muffe jetzt ganz gut sein, fand ich mich so oft getauscht, bis ich die Ueberzeugung gewann, daß die narnn bei einem nassen Messer nie vollkommen sein kann, was «ich veranläßte, niemals mehr die ropna 3*» vorzunehmen, bis das Meffer trocken war. Da ich aber '"dm diese Function schon lange nichtmehr <mSübe, ist mir dies außer Acht gekommen, bis mir ersd in neuester Zeit durch andere Schochtim die frühere Erfahrung wachgerusen und noch mehr bestärkt wurde. Es hat sich zwar vor Jahren schon der Fall ereignet, daß einer von den geschicktesten Schochtim dieser Gegend sein Meffer fertig gemacht hatte; ich kam in das Zimmer, wo es gelegen, nahm es in die Hand, um zu sehen, wie dieser Schochet sein Meffer stellt; iH fand das Messer noch im nassen Zustande, trocknet dasselbe ab und fand wirklich eine «in» to rmo darin, welche auch er nachher fand. Dies war ein vereinzelter Fall, weßhalb derselbe keinen bleibenden Eindruck bei mir machte. Vor ungefähr einem halbe«. Zahre hingegen ereignete es sich, daß ein bekannter, tüchtig qualificirler Schochet wegen momentanen Mangels an sein Meffer einem andern Schochet vor der nv'niv zeigen mußte und dieser 122 vy loiy es immer für gut befunden, während bei einer wenige Tage nachher vorgekommenen Prüfung dieser Schochet sein Messer abgetrocknet für gut abgegeben hatten„ derselbe ’2i by noiy es für nicht gut erkennen mußte- Auch andere Anwesende fanden es nicht für gut. Nmr entsteht die Frage: Was ist denn diesem Schochet geschehen, daß sein Meffer beim Schächten vom a"y TDiy immer für gut befunden wurde, und in Gegenwart des n332n 21 war es in Wahrheit nicht gut? Rein, es ist ihm nichts geschehen, aber die Wahrheit is^ daß beide Schochtim ihre Meffer beim Schächten nnr naß pm2 sind, wo auch die nzmn des a"y"y nicht so fein sein konnte, weil das Wasser auf dem Messer und auf dem Nagel auch einen kleinen Platz ernoimmt-

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