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Der Israelit · 1870-04-13 · Heft 15-16 (13.4.1870) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 15-16 (13.4.1870)
Date
1870-04-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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272 Stern als Cassier, für eine zwanzigjährige, ebenso redliche als umsichtige Führung der Casie, .eine elegant ausgestattete Dankadresse. An Stelle des ersteren wurde Herr Emil Neustätter jun., als Vorstand gewählt, an die Stelle des Herrn Stern: sein Sohn, Herr Salomon Stern, von dem wir bereits behaupten können: 'inso pD:y rein» D’D» Dz6 TOS Würzburg. Am bbx n""i na» (den 7. August 1869) kam ein israelitischer Handelsmann in die hiesige Restauration des Herrn Hommel, um daselbst zu speisen. Nach vollendeter Mahlzeit unterhielt sich derselbe noch eine Weile mit den dort befindlichen Anwesenden, entfernte sich aber bald wieder. Er hatte jedoch noch nicht den Ausgang des Hauses erreicht, als er, von einem Schlage getroffen, todt niederfiel. Man fand bei ihm verschiedene Papiere, aus welchen hervorging, daß er Samuel Weingarten heiße und aus Glasgow in Schottland sei. Außerdem trug er an Werthpapieren eine Summe von 4 -5000 srcS. bei sich, die bei dem hiesigen Gerichte deponirt sind. Es wäre wünschenswerth, wenn diese Nachricht auch noch durch andere jüdische Blätter Verbreitung fände, damit die -twaigen Verwandten des Verstorbenen dessen Verla sie isi ck aft, die d-.m Fiscus anheimfallen würde, bei dem hiesigen Gerichte reclamiren könnten. Aus Unterfranken, im April. In unserem Berichte vom Herbste des vergangenen Jahres über das günstige Resultat der durch den Herrn Distrikts-Rabbinen Bamberger abgehaltenen jüdisen Prüfung an dem Handels- und Erziehungs- Institute des Herrn Direktor A. Hirsch in Mainstockheim a. M. haben wir die Ueberzeugung ausgesprochen, daß gewiß das Resultat deS Examens in den wissenschaftlichen Fächern ein eben so günstiges sein werde. Wir freuen uns daher, den geschätzten Lesern des „Israelit" berichten zu können, daß dieser unsrer Erwartung durch die That entsprochen worden und glauben wir vielen wahren Israel ten, die oft in Verlegenheit sind, eine Anstalt zu finden, in der gründlicher jüdischer Unterricht, gepaart mit einem wissenschaftlichen, der allen Anforderungen der Zeit entspricht, und vereinigt mit wahrer jüdischer Erziehung, zu finden, einen Dienst zu erweisen, indem wir ihnen folgende Mittheilung über die am Montag den 4. April stattgefundene Prüfung berichten. Der von der k. Regierung bestimmte Commisiär hielt ein in alle Unterrichtsfächer eingehendes und ausschließlich von ihm selbst geleitetes Examen ab. Am Schlüsse desselben, nachdem er seine volle Zufriedenheit über das glänzende Ergebniß der Prüfung trotz eines so harten Winters, in welchem so oft Zöglinge durch Krankheit längere Zeit an der Theilnahme am Unterricht verhindert waren, aussprach, fügte er noch hinzu, daß er von der kgl. Regierung beauftragt sei, der Anstalt für das so sehr günstige Resultat der vorjährigen Prüfung die öffentliche Anerkennung auszusprechen, und daß er nicht zweifle, daß diese Belobung auch für das heute abgehaltene Examen erfolgen werde. Berlin, 3. Nissan. Der Fluch der bösen That, daß sie fortzeugend Böses muß gebären, tritt hier mehr und mehr zu Tage. — Die Berichte hierüber grenzen allerdings jetzt schon sehr nahe an ein langweiliges Einerlei, und wie sollte auch das fehlen? — Weiß man doch ein für alle Mal, was ein Dr. Geiger in seinen Predigten zu sagen hat. Kommt rnns, so ist die Quintessenz der Predigt: diese ganze nana für pure Dummheit zu erklären. Ohne Staat keine cr^p» ntsna. — Kommt nana tot ins Land, so culmmirt „der Rede tiefer Sinn" darin, daß es Kinderei sei, eine TOT nstna ohne den staatlich existirenden pbny. O ja, es gäbe wohl solche, das seien aber nur — die Orthodoxen, die so eigensinnig sind, sich nicht Alles gefallen zu lassen; besonders aber imj/ boi mp, wie.fterr Dr. G. in einer spätern Predigt über dm Adas Iisroel (ipsissima verba) sagte. — Bnnn nana wird (wohl wahrscheinlich um d.s panni willens) dazu benutzt, zu demonstriren, daß man nDB gar nicht zu halten brauche, kraft der Geigerschen Machtvollkommenheit zu binden und zu lösen. Und Aub will natürlich hinter dem Siebenmeilenstiefel-Reformator nicht zurück bleiben und so wird im edeln Wettspiele Trumpf auf Trumpf ausgespielt und: ist es wirklich eine wahre Lust mit anzusehen, wie so Woche auf Woche ein neues Stück „Frecheit" proklamirt und sanktionirt wird. Das Allerneueste ist, daß Dr. Aub am vorigen p"tff in einer Synagoge gleichzeitig diamantene und silber. e p»iTp gegeben hat. Eltern und Kinder feierten nämlich gleichzeitig eine diamantene und silberne Hochzeit. - Was für neue D’imo jetzt doch auftauchen! Und dieser Dr. Ungerleider — verzeihen Sie den Ausdruck, abrr er drückt mir den Begriff am adäquatesten aus, er ist ein wahrer „Nebbich", und ist das Drolligste dabei, daß obgleich er als par fratrum nicht weniger groß darin ist, Vyi 'n by zu sprechen und gegen die Orthodoxen zu schimpfen, es doch hin und wieder einige Thoren gibt, die ihn noch immer für einen Vertreter der conservativen Partei halten. Uebrigens rührt sichs doch hier auch außerhalb der my, wenn gleich leider nur stoßweise, nur bei besonders drückender Despotie. So z. B. versammelten sich jüngst wieder eine Anzahl von Männern, als der Vorstand zum zweiten Male mit «frechem Uebermuthe Dr. Geiger die Kanzel in der Heidereuter-Synagoge anwies, bei welcher Gelegenheit auch die Geduld der drei Vorsteher jener

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