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Der Israelit · 1870-04-06 · Heft 14 (6.4.1870) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 14 (6.4.1870)
Date
1870-04-06
Page
– (sequence 10)
Language
German
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254 schün, so feierlich, so echt im jüdischen.^ o?§tff oM, daßk es wahrhaft herzerh^endMar, ünd^ man unwKkürlich^mit frohem Herzen ausrief,. map .pto yb* , Nach den emteitenben Worten deS Herrn Mende schritt man zur Wahl des Bureau und wählte zum VorsitzvrdenHr. vr. Hildesheimer und außerdem zu Vorstandsmitgliedern Herrn Mende und Herrn Gottschalk Levy. Denselben wurden noch die aus fernerer Wahl hervorgegangene Männer, nämlich Herr Harry Jacob, Herr Jacob Bamberger, Herr Dr. Zombor, Herr vr. Marx zruL Zwecke des Stätutenentwurfe» zugestellt, welche wach Vollendung des Statutes eine Generalversammlung ad hoc zu berufen haben. Wir können es nicht unterdrücken, folgende Worte schließlich zuzufügen. Berlin, nicht irgend eine Fraction B.'S sondern Berlin in seinen verschiedensten Fraktionen hat eine Antwort ertheilt aus.die Herausforderung des vr. Geiger in seiner JnaugmationSpredigt,deren Summarium lautet: „E ur o pa ist/«Jerusalem," und auf folgende Stellen „der gegenwärtige Trümmerhaufe Jerusalems ist^für uns höchstens eine poetische, wehmLthigeErinnerung, keine'Erhebung, keine Hoffnung knüpft sich an ihn — Jerusalem ist hwS eine Gedanke, keine räumlich begrenzte Stätte— Schaaren von beschaulrchen freilich meist auch bloß müßig lungernden (!!!) Ansiedlern sammeln sich um dernackten Srümmer" (!!!) Ja,das D^lk ist stärkere als alle Religionskünstler nbs'tö ")’^v "»sp b'D Der. Verein wird 7l'"r< größer werden, wird den Verttnigungspunkt aller derer bilden, denen die Pietät fürs die Vergangenheit noch nicht ganz ahhanden gekommen. Und diese zählen G. s. D. hier nach Tauseudeu. Mitmtgsnachrrchte« nud Correspondenzen. Deutschland. HqtyNpper, im März. Das Neben von NVA im weitesten und edelsten Sinne des Wortes -ist eirw- Tugend . unsrer Glaubensgenossen aller, Orte» urch, ckastü mit. Recht upy; ,r6np narw, ein „jüdisches Erhthyl" genannt werden. Insofern verdient auch die schtzye Feier, welche in den ersten Tagen b. Wt, hier begangen wurde, in weiteren Kreisen bekannt zu werben. zumal sie. einen Verein betraf, der in seiner Wirksamkeit. wohl -von wenigen ähnlichen erreicht. .wird. Am 5. März feierte der hiesige Frauenverein die 25ste Wiederkehr seines Gründungstages. Zu einer Zeit in'S Leben gerufen, als die Gemeinde noch relativkletn war, hat sich der Verein mit der zunehmenden Zahl der Gemeindemitglieder zu einer hohen Blüthe emporgeschwßmgen. We vitzte Thvchteg stnd^durM denselben schdn getrocknet, wie vkele^ Klagen gestillt, worden! Den Jghiläumstag Leichmte teuL»^a&XU^. gateS Festessen" aus, wie es oft genug zum Zusammenhalten derartiger Vereine vonnöthen.. wird, sondem nur eine Generalversammlung der Mitglieder, die durch ihr zahlreiches Erscheinen ihr lebhaftes Interesse und ihre Theilnahme bekundeten. Der Gründ«inbeS Vereines, Frau S. Koppel, war es vergönnt, ihr Werk von kleinen Anfängen immer mehr wachsen und nunmehr nach einem viertel Jahrhundert segensreichen Bestehens in großer Blüthe zu sehen. Das Gedeihen deS Vereines wurde sehr gefördert durch die Opferwilligkeit der Vorsteherinnen Frau Alexander Cohen, die zugleich ihr 25jähriges Jubiläum als Präsidentin feierte, Frau A. Jsengarten und B. MagnuS. In einer warmen Ansprache deS Vereins sekretärS wurden die Verdienste der Genannten gebührend hervorgehoben, denen auch Herr Landrabbiner Vr. Meyer als Sprecher einer Deputation der "Tp"n Ausdruck verliehe Von nah und fern wurden der Gründerin und ersten Vorsteherin Adressen und Gratulationen zugesandt. nnJD tmu nwo: Herr S. Koppel hat zur Feier des Tages ein Capital ausgesetzt zur Gründung eines Waisenhauses für jüdische Mädchen, — ein Institut, an dem es bisher in unsrer an milden Stiftungen recht reichen Gemeinde noch mangelte. E... Hamburg. Es gehört nicht zu meinen^ Passionen, noch entspricht eS der Tendenz Ihres Blattes-, allein der jüdischen Presse auftauchenden das Gebiet-■, der Religion berührenden Fragen einer Kritik zu unterziehen. Man würde auch gar nicht fertig werden mit all dem, waS heute von Berufenen und Unberufenen dem Lesepublikum aufgetischt wird. Gewisse Gegenstände aber gibt es. zu deren Besprechung, falls diese zur Erwiderung Anlaß gibt, man niemals, sooft, sie auch wiederkehrt, schweigen darf, selbst auf die Gefahr, hin, daS Odium tadelsüchtig zu sein, aussich zu laden. Ich habe in meiner jüngsten Correfpondenz einem Leitartikel der „Israelit. Wochenschrift" gegenüber m.ine gewiß von Vorurteilsfreien gebilligte. — wenn auch nicht immer offen bekannte.— Ansicht über das Breslauer Rabbinerseminar dargelegt. „Zwei Voten über die Orgelfrage" lautet die Ueberschrift" zweier Artikel in der „Israelit. Wochenschrift" Nr. 10 und 11, die mich zu meinem heutigen Briefe veranlassen. Um Zweck und Tendenz derselbe» zu begreifen, muß man ein wenig zwischen den Zeilen zu lesen verstehen und sich die bekannte Manier einer gewissen Partei, die eS mit Keinem verderben, möchte, niemals unumwunden zu sagen, was man eigentlich will, vor die Seele führen. Bei einer offenen Sprache würde es zu leicht ersichtlich werden, wie wenig die selbstgeschaffenen Theorien in der realen Wirklichkeit Stich halten; daS Schwanken und Wanken und „Han*

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