Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 13 (30.3.1870)
- Date
- 1870-03-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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230 für die Ewigkeit gegründet werde. Harren wir darum aus, bis sich erfüllt das Wort: "|»d»- ny. sav dqtne Sonne wird nimmer untergehen, nimmer soll dein Mond sein Licht einziehen; Gott wird dein ewiges Lichtsein und zu-Endesind die Tage deiner- Trauer. — So lehnt sich denn auch der von uns aufgestellt dritte Punkt von dem Inhalte der Thora bis EHinn 's an »unn »rpp msoan und Rabbi Jizchak konnte mit Recht sagen: .i'.i — Werfen wir zum Schluffe noch einen Blick auf. ruatoi »mp, so werden wir leicht erkennen, daß auch dieser .iiLO dieselben Gedanken zu Grunde liegen. Diese 1212 scheint ursprünglich einfacher gewesen zu fein und gerade mit dem Aufhören des »inn »mp mögen die diesem innewohnenden Gedanken in die n:rü gelegt haben. Ich möchte das mit aller. Vorsicht aussprechen, folgende Talmudstelle dürftedafür sprechen:- □nenn »mo *pi2: ’2-üd N3iyD2 >»n 3ib min diV'n “jm :rmrp 2112 nba ,0120 ji'i ’»j :.b"H (.3"d pnuo) .Oi O’pn» Nia nD*fD3 i»x Ebendaselbst finden wir im Talmud den Gedanken ausgesprochen, daß in ruabn »mp ein Akt der Huldigung liege, die wir dem Schöpfer und Regierer der Welt darbringen:;,u»2» ’js- ^opD MDia »nnn by “p3Dn bi ä«o»’ \2\ üb vrrra»' ’3i '21 ton „Das Mondgebet rechtzeitig zu sprechen ist so gut, als Gott den Huldigungsgruß entgegen zu bringen. Ja wenn Israel nur des Einen gewürdigt worden wäre, daß es allmonatlich dem Vater im Himmel seine Huldigung darbringen darf, so wäre das schon genug. Darum ziemt es sich, dieses Gebet stehend zu sprechen." Deutlich spricht dieses iwon muo (Kap. 132) aus: Nim vwd «2 ‘pan» no&6 nm .112^.1 rai3 .'JH ^>2.1 «13 (Schluß in der ersten Beilage.) ZeLtrurgSuachrichten und Covrespoir denzen. Deutschland. Aölrt, 15. März. Außer dem Bürger-, dem MLklck - Hospital und der ähnlichen protestantischen Anstalt «erden wir demnächst auch ein israelitisches AM für Kranke und Altersschwache besitzen; die FamilieEltzbacher hat die Genehmigung zur Errichtung, meses Asyls nachgesucht und erhalten. § 2 des Statuts legt ein schönes Zeugniß für die Toleranz dieser Familie ab, indem daselbst wörtlich gesagt wird, daß das religiöse Bekenntniß des die Aufnahme Nach* suchenden nicht als Ausschließungsgrund betrachtet werden sollte. Berlin,. 21. Nov. Ein Transport russischer. Juden auö dem westrussischen Hung erlaube, besten beklagenswerthe Zustände seit langer- Zeit das. M tgefühl des christlichen, und vor Allem wegen der-am schwersten betroffenen Glaubensgenoffen des jüdischen Europa in Anspruch genommen., traf am Dienstag hier in Berlin ein. Die Bemühungen der Alliance Jör. in Paris, welchen der hiesige Brüderverein zu Hilfe gekommenist, hatten die Auswanderung, der Unglücklichen aus Rußland befördert, um ihre-Uebersiedelung nach Amerika zu veranlassen, wo für sie eine Gelegenheit vermittelt werden soll, sich ihren Nahrungserwerb zu verschaffen.. Der Transport bestand aus ca. 150 bis ILO Köpfen. Feuilleton. N 0 st a n a i. (Eine historische Erzählung aus dem 7. Jahrhundert der gew. Zeitrechnung.) XIII. Das Gastmahl. Viele Wochen waren seit den erzählten Begebenheiten vergangen; Bostanai hatte sich allmählich an das Leben am persischen Königshofe gewöhnt; hätte Prinzessin Dara sich ihm nicht stets hilfreich erwiesen, er wäre in mancherlei Schlingen gefallen, die ihm neidische Höflinge oder die Prinzessin Arzem-Dokht gelegt hatten; die letztere haßte Bostanai, weil er mit Dara befreundet war. Prinz Schiruöh kümmerte sich nicht um den jüdischen Jüngling; der Erbe des persischen Thrones hatte so viel mit seinen Abenteuern zu thun, daß ihm alles Andere gleichgiltig war. Die liebsten Stunden des Tages waren Bostanai diejenigen, welche er im Hause Abuns mit seinem Freunde Achat dem Thora-Studium widmete. Achai war unterdeß der Liebliug seines Oheims, seiner Tante und feiner Cousine geworden, und als Bostanai. eines Tages zu seinen Freunden kam, da traf er sie Alle in freudigster Stimmung; denn Abnn. hatte sein einziges Kind, die liebliche Sara, mit Achai verlobt. Achai sollte kein Geschäft treiben, kein Amt übernehmen: er sollte lediglich dem Thora-Studium leben; Abnn war reich genug, ihm das zu ermog» lichm. Bostanai nahm den herzlichsten Antheil am Glücke feines Freundes. Wie gern hätte auch er dem Hofe den Rücken gewandt und sich lediglich den gÄiebterr Studien gewidmet! Als Bostanai am folgenden Tage das Haus- AbunS aufsuchte, ward er aufs Freudigste überrascht :