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Der Israelit · 1870-03-16 · Heft 11 (16.3.1870) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 11 (16.3.1870)
Date
1870-03-16
Page
– (sequence 11)
Language
German
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lei diesen Plünderungen noch gravirender, ist, daß ein Priester Mitschuldiger dieser Räuber ist. hex Afl-ekjaßten M^twacke Argumente zu ^8M"kp sejy/r KsiHrteü WrhriWeu, ater eS gelang ihm hoch ziiyk stHguen de§ PMjfutpS, ^oß ein stW der Angeklagten H xigesprochM pnd iur gndere mildernde Umstände geltend gemacht Wurden. ' „Meine Herren," rief mit einer palhetischep Wiinme htrIdooeatW. Petre.scu „sehen ftp, Welches Derbxechen ist, das map Msex.y Angeklagten hstlegt. Mstiyer Meinung noch Haien sie rinlpheusw.erthes Merk vollzogen. .dkM nach den Cir-cMrep hes Jnwip. Welche die Vertreibung .der Juden .aus den Dö> fern bestehlt Md Mch den jüngst stastgehaiten DainMrverhapt.lüngen, ist dos Land astgehracht gegen dje Juden, die patriotischen Gesinnungen dieser Dorf bkwehner MV erregt, sp,daß in Folge d.ust/S aste Pru- .talität n, die sie gegen die I d,en.begangen, .Traten sind, die Anerkennung verdienen; sie haben pur ihre Pflichten als patrio.tisch^ Rumänen Methan; .obgleich die Angeklagten Böhmen stnd ,' so stnd ihre Gesinnungen .gleich .denen der Rumänen. Jeder Nu- Säne sosttd ähnlich handeln." Das wagt ein dvocat öffentlich im Jahre 1870 auszusprechen. iP a -l ä st i n a. Jerusalem. Dem „Journal efstciest" wird unter dem 18. Januar geschrieben: Ein archeologjsches Monument von großer Wichsiafeit wu/he von 'Herrn CH. Clermo> t Gannegu, Droginan-Kanzler des französischen Konsulats in Jerusalem, entdeckt. Es ist eine <^äule von Basalt, welche er östlich bes tobten Meeres aus dem Gebiete der Moabiter gefunden. Auf derselben ist eine Inschrift von mehr als 30 Linien in moabitischen Buchstaben eingravirt. Der Anfang der Schrift lautet: «m» p M'v ojn Dieser ya?’0 war sahnig von Woah, per ngch 72. Kön. 3, 4. dem Könige' von Israel tributpflichtig war und nach dem Tode Achahs gegen dessen Sphn Jehoram sich empörie und gegen den 'Jebo a'm, König von 3»M'. Md der Mmg von Edom Krieg flihrtep. Nach de.cstlbllschen Erzählung konnten diese Könige denÄrescha nicht besiegen, wenn sie ihn auch nach den Worten des Propheten Elisa zum ersteumale geschlagen' batten. Die gefundene Säule bespricht ebenso dep Hgmvf steS Mescha gegen den , König von Israel und zählt die yon Mescha erbauten Städte und von ihm zu Ehren deöRgtronalgotteS der Moabiter, des Chamotb, errichteten Tempel auf. Die Inschrift war leiä'tzu entziffern, da die ^Öcirtc durch Punkte und die Verse durch senkrechte Striche -getrennt sind. Die Sprache ist, .einige steine orthographische Unterschiede Abgerechnet, reiygs HebraiHfund man glaubt, wenn myn diesen Text liest, eine Stelle ii, dü Mbt, züLsen. e " >"' ' Die Jyschr'ft dieser kostbaren Säule, welche eine Mtopstche Erzählung der Bibel' bestätigt, Mrde von Herrn Meynöm-GaNneaü der Akademie der Jnfchristm 'in Par^'verschickt. "".. U Dieses' unschätzbare Denkmal von reichem historischen Inhalt'wirh üp auf lange hin ein Geai»NstaÄ> wetteifernder Enträtselung sein, aber leider-ist bas 'Original nicht mehr'vorhanden.: ' die Beduinen, ln Streit mit hen Sendungen des Herrn Clermont- Ganneaü gerathen, haben der Wissenschaft Liese köstliche Beute mißgönnt'und den riesigen Steiy'block "zertrümmert. Aber glücklicherweise besitzt der' Entdecker drei sich wechselseitig ergänzende Abdrücke der Inschrift und sogar einige m.t Schriftzügen versehene Stücke des Denkmals' die ihm ein Beduineti-Schtich nach Jerusalem gebracht hat.' ... Im „I. d. D^bats" despricht Ernst Renan den höchst merkwürdigen Fund. "Bis jetzt — heißt es — besaß man ferne althebräische Inschrift; denn die bisher ältesten Schriftdenkmäler reichten nicht über hie Zeit der Makkabäer hinaus'; dieselben sind alle, Me auch die Handschriften' der Bibel, in der Quadratschrift geschrieben. Zum erstenmal ist nun eine Inschrift, zwar nicht in hebräischer, aber in einer dieser nahe verwandten, der moabitischen Sprache und in ebensolchen Schriftzeichen gefunden worden. Ueber die Entdeckung selbst berichtet Renan: Herr Clevmont-Ganneau wußte längst durch seine Beziehüttger zu den Beduinen, daß zu Diban, dem altzn Dibon der Bibel. jenseits des Tobten Meeres, ein großer mit Schriftlichen bedeckter Steinblock sich befinde; er sandte sodann einen junaen intelligbntkn Araber, Jakub Carravicca, an die Beni-Hamid?, die Eigemhümer des Steins , uni einen Abdruck zu nahmen. Während dieser Operation erhob" sich' unteö twn Beduinen ein Streit, der zu einem KamA führte, in welchem Jakub verwundet wurde. Seine L^üte warfen sich auf ihre Pferde und sprengten davon; nur einer hafte die Geisiesgegenwar^ den noch naffen Abdruck unter seinem Burnuß 'mitzunehmen. .. Obwohl der Abdruck infolge der unter dem Mantel des Reiters prlitfeyen Beschädigungen ln beklägenswerthem Zustande stach Jerusalem kam, ^erkannje HMNeau augenhUcksich die Wichtigkeit des Fu.üdü; er .wandte sich sofort an den ihm befteünd'ejen .Scheik sOschemil, um.den.Stein -selbst zu. eihälw/l, erhielt pber.bald von diesem §en..ÄujMuß,' daßstle Benk-Hamide den Stein zers^lagen haften, .und rw<sp, wie sie erklärten, um der türkischest Regi^ruM reiste Peronlassnn'g zu geben, sich in ihre AngtleAiheiten zu mischen. Dscheniil brachte später AbdrüR der zwei großen Stücke des Steins uyd eine Anzahl kleinerer Stücke im Original; andere Stücke erhielt der

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