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Der Israelit · 1870-03-16 · Heft 11 (16.3.1870) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 11 (16.3.1870)
Date
1870-03-16
Page
– (sequence 10)
Language
German
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194 iftjA Ät J« endtai^en, wst glaubt der Synagogktt^ath, daß es zu decken wäre m m wttm mrf? m m mm MMMMrmz behilflich sein?, Diese Fragen müssen klar beantwortet m vötgelrtzt Nerven, b^vor wir aüs Werk gehet». Vörsitz Diese Kra^n zu kösen ist doch <&«&« dÄ EWmissiöü selbst, dä sie quasi um AuöhilfL i* fäHÄ', in Wirklichst aber die Geldfrage mit der sejjätaten Äaböine'frage verschtnelzen. Ich glaube, eS utK sich genug Anlaß finden. auf den Vorschlag ^urchckzüko Minen, der seiner Zeit von der Repräsentanz gestellt wurde. Es ist dringend an der Zeit, daß eine Comm'ssion nieoetgesetzt werde, welche "die Sachlage reiflich untersucht. Wenn hie Herren sagen, eS ist keiü Geld Vorhänden, io ist d^r Stand der Dinge erklärlich, indem die Hälfte ihder fämmtli hen Revenuen' ä»js den Prediger entfallen; daher das eoüstante Deficit leicht erklärlich ist. Es soll daher me Äufgähe ditr Commission sein, sämmtliche Daten sicherzustellen, hämit dann eruirt werde, aus welche Weije abiubelfen fei. Dr. Raudnitz bekräffigt ddn Antrag deS Vo» sitzendst», Ädern er n^dsi diesem schmäh ichen Deficire ästf alte Schulden hinweist, welche durch vorhandene Theilhäuser gedeckt werden müssen. Was die RÄbinerfvlige ätrhelänsjt, glaubt Herr vr. Raudnitz würde ei nicht schwer sein, daß eine andere Gemeinde, wenn sie leichtfertig in Verpflichtungen eingegangen ist, denen sie zÜp Zeit nicht nachkmnmen kann, ihren Prediger zittn 2. Rüb'bMr der Getneinde anhietet. Aüs diesen Rücksichten empfiehlt sich der Antrag des Vorsitzenden. Auch Herr Ür. WieNer stimmt mit demAiitrciß defs l- W. Die Wähl det Esmissihstsmitglieder wird derN Dürsitzetsistst überlttsstn. (Ggt.) Donaufürstenthümer. ÄuikareH. Das „Echo Dan." schreibt:. Kürzlich^ machten^ftch einige pariser Journale, welche vom Mminister Cögolniceano lnspirirt oder unterstützt Werden zusn Echo unserer ludenfemblichen Deputtrten, ilsdem sie behaupteten, daß 400,000 Jöraelsten in ynjerm Lande wohnen. Obgleich nach der Ansicht aller aufgeklärten Männer die große Anzahl der Juden im Gegentheil ein ®rw wäre, ft/ zu emanclpiren, um dadurch die rumänische Bevölkerung zu dörmehren, wollen wir doch nächweisen, daß in Rumänien nur 115,957 Israeliten wohnen. Das Echo Dan. führt Hann specstll hiejüdlsche Bevölkerung der einzelnen Städte und Dörfer auf und garantirt die Genauigkeit seiner ausgestellten statistischen Tabelle. Schön vor zwei Jahren hat dasselbe Blatt ne Regierung aufgefordert, eine Statistik hierüber äufzusteUe'n, damit sie die Uebcrzeugung gewinne, daß die Zahl der Inden nicht so groß ist, als ihre Feinde glauben machen wollen, aber die Regierung hat nichts gethan. SGtfftävefi Ost vsick ^xtnknister gegen Me Juden m. jfeneri Auslkkeibung? - dircul&fe fWW Myr Me Mwmfchrtstewmr BeoMkernng gegen die Juden zu erregen. Den 8. Februar ging ein MäelifisHer MMr b i M EMMf m kenbälle im Saale SlaetmraM Legen 12 Uhr Nachts in den Laden des Krämers Nitzo, der im selben H'vse wohnte um einige Gegenstände zrz kaufen. ES entspann sich zwischen ihnen efi» hofitisches Gespräch, in welchem Nitzo, bemerkte, daß. wenn er, Minister wäre, er alle Juden umbringen würde. Auf dieses beeilte sich der Knabe zu antworten, daß, wenn alle Juden so muthig wären wie er, er sie zu verlheidigest wüßte. Da nahm der Krämer ein Doppel-Pistok. und indem er e* spannte, rief er: „Wir wollen sehen, ob Du Dich nicht fürchtest," schoß und verwundete den Knaben , an der Stirne. Der Verwundete, welcher stark blutete, lief den Saal hinauf und schrie nach £>ijfe. Die Polizei-Agenten begaben sich zum Kräm-r, wo sie das Pistol noch rauchend vom Pulver trafen.. Der Knabe wurde iu's Spital gehrachk. Da der Prozeß noch, nicht entschieden^ wollen wir vorläufig hierüber.still schweigen.. Nur niöge es ünS erlaubt sein, unser lebhaftes Bedauern auszusprechen, daß der Krämer bis jetzt noch nicht verhaftet wurde. In Paris wurde der Prinz P ter Bonaharle, Cousin des Kaisers Napoleons sofort arretirt,, nachdem er V clor Röir g* tobiet hatte, u d in Bukarest hat eirt 'infacher Krämer auf einen Juden geschossen und das Gericht., hat bis heute dessen Alretirung noch nicht veranlaßt. (Echo Dan.) ÜBacäu. Oie Stadt Bacau hat dÄ's traurige Privilegium die Wiege der Verfolgungen der Js ae rten zu lein. Schön oft haben wir schwere Klagen von dort vernommen, aber das was wir heute mitzülheistn haben, überschreitet alles, was bisher aus diesem so feindselig gegen die Israeliten gesinnten Lande gehört wurde. , . Ein Ädvocat hat den traurigen Much, sich vop dem Gerichtshöfe dahm auszusprechen, daß wer einen Juden beraubt öder tödtet, eine Pflicht erfüllt, die der Patriotismus den . Rumänen ouferkegt, und der. Präsident des Gerichtshofes hct diesen cannidalifchen Redner nicht zur Ordnung gerufen. Das ist eine unerhörte Thatfache, welche von allen Zeitungen veröffentlicht werden sollte. ...... . , Am 3 Januar nämlich sänh ein Eriminal-Prozeß gegen eine Räuberbande (Böhmen) und ihre Hehler statt Dieselben hat in vier auseinander foTgen den Rachlen vier israelitische Wohnungen in den Gemeinden Pärrncs und Ungureni geplündert und kurz darauf drn Juden Joseph Davids aus Tannache geschlagen und beraubt. DaS Verbrechen wurde ecwie^ sen und die Angeklagten 'elbst haben eingestanden, daß sie den letztgenannten Juden beraubt hatten. Was

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