Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 11 (1870)
- Issue
- Heft 8 (23.2.1870)
- Date
- 1870-02-23
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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144 Gefolge sehr thäig bewiesen, und uneigennützig verwenden ließen, was ich ihnen mit Vergnügen hiermit bezeuge. Wien, am 20. December 1869. Der Generaladjutant Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich. (gez.) Bellegräde, General. $ e tt i U e t 9 tt; pN pnattf dv (Nach Inhalt, Reim nnd Rhythmus.) Von Afor. Tendlau. Hebron. Nahe an der Höhle Machpelah ist ein altes Gebäude, das, wie man glaubt, König David errichtet haben soll. Seit 200 Jahren wird es nicht mehr bewohnt. Gegenwärtig werden von Seiten hochangesehener Israeliten mit der türkischen Regierung Unterhandlungen gepflogen, um dieses Gebäude zu erwerben und es zu einem Bethaus einzurichten. ES wäre dies für die Israeliten Hebrons und für alle Fremde, die aus den Gräbern der Patriarchen beten wollen, um so angenehmer, als die Muhamedaner bisher alle auf diesem Platze betenden Israeliten schrecklich 'verfolgt, sie mit Steinen geworfen und trotzdem nachher eine Abgabe verlangt haben. (Libanon.) Jerusalem. Am 24. hud wurde dahier für den verstorbenen Oberrabbiner Menachem Eisenstätter in Unghvar, welcher Mitglied des Centralcomitös für die ungarisch-mährische und böhmische Gemeinde in Palästina war, ein iSDn abgehalten. Auch der Verlust des Oberrabbiners Salomon Klüger in Brody und des Rabbinatsassessors Jecheskel Landau aus Wilna wurde bei dieser Gelegenheit tief betrauert. I. M. Kraus. Amerika. Cincinnati. Als Curiofum theilen wir nach dem „Jew. Mess." eine Stelle aus der Predigt des Reformrabbiners A. D. Mayo in Cincinnati, die er am Samstag den 9. Januar gehalten hat, mit. Sie lautet: „Wir beglückwünschen die Reform-Hebräer zu ihrer immer mehr sich gestaltenden Annäherung (near approach) zu dem liberalen Christenthum. Mögen die Bekenner beider Religionen ein Leben der Liebe vollbringen und eine andere Generation wird sie beide zu den Füßen von Chr.... sehen." O seid des Sabbats immer bedacht! Der angenehm vor Gott uns macht. Der einst der Taube Ruhe gebracht, Wo selige Ruh' den Ermüdeten lacht, i) — Die Gläubigen halten den Tag in Ehr', Und Söhne wie Vater hüten ihn sehr, Er steht in den Tafeln als heilig und her Von Ihm, der reich ist an Hoheit und Macht! Er hat der Taube schon Ruhe gebracht, Wo selige Ruh' den Ermüdeten lacht. — Sie traten sämmtlich ein in den Bnnd, „Wir thun und gehorchen!" rief einig ihr Mund, * 2 3) Und „Einzig ist Gott!" erscholl's in der Rund'; „Gelobt sei, der wieder zu Kraft uns gebracht!" — Er hat der Taube schon Ruhe ^bracht, Wo selige Ruh' den ErmüdeterWWM — Der Heilige sprach auf dem Berge derMyr'rb) „Gedenket des Sabbats und hütet ihn sehr! Und all sein Wollen und all sein Begehr . Mit kräftigem Ernste sei es vollbracht, Er hat der Taube schon Ruhe gebracht, Wo selige Ruh' den Ermüdeten lacht. — Dein Volk, es irrt gleich Schafen umher,4) — An Bund und an Schwur gedenke nunmehr! Behüt' es vor Leid, das heimsucht so schwer! — So wie Du, schwörend, einst Noa bedacht! 5) —. Er hat der Taube schon Ruhe gebracht, Wo selige Ruh' den Ermüdeten lacht. — y) könnte das Wort ,,Taube" als die gewöhnliche sinnbildliche Benennung für Israel nehmen; indessen ist hier wohl vie ^anbe Noa's gemeint, von welcher es heißt (1 B. M> 6, 10. 11.), daß sie am Siebten, als Zeichen der Beruhigung, ein Oelblatt gebracht, .-das sie aber nach dem Midrasch (Ialkut Ber- Nr. 591) dem Eden entnommen harte. — Bergt, auch Hiob 3, 17. und Ber. rab. par. 9. — -) 2 B. M- 24, 7. 3) „har hamor“, der oiitöt, von welchem das Gesetz — lioraah — ausgegangen ist. 4) Ief. 53, 6. ' 3ei. 54, 9.