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Der Israelit · 1870-02-23 · Heft 8 (23.2.1870) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 8 (23.2.1870)
Date
1870-02-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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136 2) die Fortsetzung des bwi n.-i"2ib isjjtf nox isd rpffiro isd by 3) x’ttun p UH’D $h xn.i' jiVxnn nso ^e«3-i3x pnsr |H 4) Fortsetzung des «y^x nix pna’ nns -tso Außerdem gedenkt der Verein das noch nie im Druck erschienene Dnsx u'3-6 ididh ->bd, welches in der Bibliothek in Hamburg sich befindet, zu veröffenlichen. Zu nnserm großen Bedauern ersehen wir aus diesem Rechenschaftsberichte, daß der Verein bis j-tzt keine gute Geschäfte gemacht, vielmehr mit einem kleinen Deficit abschließt. Die Einnahmen betrugen 2929 Thlr., die Ausgaben 2968 Thlr. Der zu errichtende Fond hat erst die Summe von 423 Thlr. erreicht. Und doch wäre zu wünschen, daß alle Freunde der jüdischen Literatur diesen, einen so schönen Zweck habenden Verein durch ihren Beitritt (der Beitrag ist per Jahr nur 2 Thlr.) unterstützen wollten. Ist er es ja, der Werke von berühmten Männern Israels aus den verflossenen Jahrhunderten, die bis jetzt richt im Drucke erschienen sind, veröffentlicht D’ötu '2'p2! □ Frankfurt a. M., 2. Febr. In der vorgestrigen unter dem Vorsitze des Herrn Dr. B^aunfels abgehaltenen Sitzung des „demokratischen Wahlvereins" verbreitete sich nach Erledigung der Tagesordnung der Vorsitzende in seinem Vortrage „Rückblicke auf die Geschichte Frankfurts" auch über die Ansiedlung und sociale Stellung der hiesigen Iudenschaft und das Leben in der Judengasse. Der Redner betonte es, daß das Martyrium der Juden zu Frankfurt nicht härter war, als in dem übrigen Deutschland, wie denn Frankfurt überhaupt sich in seinem ganzen Wesen nicht von dem der übrigen Reichsstädte unterschied. □ München, 3. Febr. Aus der Adreßdebatte der bayr. Kammer der Abgeordneten ist das Wort des Abg. Bezirksgerichtsrath Herz in Nürnberg zu verzeichnen, welches ders lbe den Ultramontanen zurief: „Sie erklären, die Protestanten schonen zu wollen; gut! dulden Sie aber auch nicht, daß die Israeliten, die ebenso gut Staatsbürger ind, -so ungerecht in Ihren Blättern insultirt werden!" O Karlsruhe, 3 l. Jan. Letztere Tage waren dahier die Mitglieder des israelitischen Oberrathes mit auswärtigen Oberräthen und den Mitgliedern der Relig-oneconferenz versammelt, um bezüglich des Erkenntnisses des Verwaltungsgerichrshofes zu berathen, welches diejenigen Israeliten, die aus der Synagogengemeinde ausgetreten jeder Verpflichtung gegen dieselbe enthebt. Nachdem „Fr. Journ." soll eine dies bezügliche Ansprache an die Israeliten beschlossen worden sein. Hamburg. Der israelitische Feuerungsverein von 1855 hielt am jüngsten Samstag Abend eine regelmäßige Jahresversammlung ab. Der Verein zählte beim Beginne dieses Jahres 912 contribuirende Mitglieder. Vertheilt wurden im verflossenen Jahre 201 Portionen F uerung zum Betrage von Crt. M. 3689. 13 Sch. Nach den Statuten des Vereins hat jedes Mitglied, welches durch das Loos dazu bestimmt wird, das Recht, den Empfänger einer Portion Feuerung zu bestimmen. Das Capital deö Vereins betrug Ende 1869 Crt. M. 5429. 9 Sch. Holland. Amsterdam. Den 18. Januar starb zu Amsterdam der Componist, A. Berlijn, geboren zu Amsterdam, den 2. Mai 1812. Derselbe hat mehr als 200 Werke verfaßt, darunter auch ein Oratorium „Moses auf dem Nebo" betitelt. Der Verstorbene hatte von verschiedenen Fürsten Europas 9 Orden erhalten. Herr I. S. Hirsch, erster Rabbinatsassessor in A., hielt die Leichenrede. Belgien. Antwerpen. Unser Glaubensgenosse, Herr Strauß, Schiffserbauer zu Antwerpen, hat das Anerbieten gemacht, mehrere Schiffe auszurüsten, um auswandernde Juden an der westrussischen Grenze unentgeltlich an ihren Bestimmungsort zu bringen. Frankreich. Paris. Am 3. Februar fand unter dem Präsidium des Herrn Cremieux die Generalversammlung der All. Jsr. statt. Schon eine Stunde vor Eröffnung der Sitzung war der Saal ganz voll, so daß vor demselben durch nachkommende Personen ein großes Gedränge entstand. Herr Leven, Secretär der All., las den jährlichen Bericht über die Arbeiten der Gesellschaft vor: er spricht von den Anstrengungen zu Gunsten der Juden in Rumänien, Serbien, Rußland und im Oriente, von der Unterhaltung und den Fortschritten der Schulen im Oriente und der Vorbereitungsschule in Paris, von der Gründung einer Ackerbauschule in Jaffa, von den Ermuthiaungen der jüdischen Wissenschaft und der Veröffentlichungen, die das Judenthum interessiren. Die Aufmerksamkeit der Zuhörer verdoppelte sich, als der Redner von der beklagenswerthen Lage der westrussischen Juden redet. Ist das Wohl der Juden, heißt es im Beriete, nicht auch daö Wohl der Länder, wo sie wohnen? In Rußland die Zahl der lei-

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