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Der Israelit · 1870-02-02 · Heft 5 (2.2.1870) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 5 (2.2.1870)
Date
1870-02-02
Page
– (sequence 15)
Language
German
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91 nicht auch dom jetzigen Rabbinate? Ja, antwortete ihm WD dtzen ein Mitglied der Cvchmisston, well man zu den früheren Zutrauen gehabt"hat, zu Ihnen aber eben, wir wvllen hier gar nicht untersuchen, ob mit Recht oder Unrecht, nicht. Run, selbst die« zugegeben, antwortete der Herr Rabbiner, wozu aber eine« neuen nuvo anstellen. So kann man dies doch dem Herrn Ungarleider überlasten, der erst hierher gekommen, sich also noch nicht so unmöglich gemachthat. Ig, lautete die richtige Antwort, eS gehört dazu nicht nur Möglichkeit, sondern p o - sitive Begründung eines berechtigtenVertrauend. Diese Scene ist schon einige Wochen her. Herr Uttgarleider hat sich seitdem auch schon ziemlich unmöglich zu machen angefangen, die Scharrenkommission hat aber durchgesetzt, daß ein alter Mann, ein gewisser Seckelsohn, als Gesammt-N'Mv sämmtlicher ^unter dem Rabbinate" stehenden Fleischbänke, .angestellt wurde. Dieses Flickwerk ist faktisch von gar Girier Bedeutung; dieser alte Mann wird trotz des besten Willens in den verschiedenen auf die äußerste« Stadttheile des großen Berlin vertheilten Etablissements kaum mehr als „guten Morgen" (aber wohl nur wochenweise) sagen können, wie dies bei . „alles schon dagewesen." Die Moral der Sache | A JV Z E besteht jedoch dann, daß die Geuiemhe durch ihre Scharrenkomatrsston dem RubbtzMit üw eklatantes Mißtrauensvotum gegeben, und hgß tze ^Herren Wischwaarenhanvlern in ihrer SelhMMucheruna böfcUöfc doch etwas mehr Reserve anenchföhlen wiro. — In der Adaß Iisroel steht n"3 alles rdchk güt,. die Gemeinde wächst tagtäglich an Mitglied erzähl und steigt tagtäglich im Vertrauen' Daß ste schon mit der rnss-Bereitung autonom vorgeht, wissen die Leser <yi# bet Annonce in dieser Zeitung, aber auch der Begittst eines Synagogenbaues wird demnächst geschehen^ wovon wie von einigem Anderm die A. I. Betresftüddw nächstens. - ä&rfttt, den 23. Januar. Der Königliche Commissions-Rath und Malzextractfabrik-Inhaber Johann Hoff, erhielt anläßlich seines Kvanzlgjährigen segensreichen Wirkens nach vorhergegangener Einladung zum heutige« Qrdensfeste von seinem Köntae den Kronen- Orden, die vierte Auszeichnung,, w rlche derselbe preußischerseitS erhalten. Briefkasten der Gxpeßttto». Herr I. L. in F.: erhalten. Eingesandt' nicht geeignet.! i. ... i i .i i ... M.li ■ inithrt IGEIf. Uekrolog. Berlichingen, (Württemberg) im Schebat. Wir haben vergangene Woche einen Mann zu Grabe geleitet, dessen Andenken allen denen theuer sein wird, die ihn näher gekannt, und sein Streben zu würdigen in die Lage gesetzt waren.° Julius Hanauer wurde plötzlich nach zweitägigem Krankenlager unserer Mitte entrissen, nachdem er '15 Iübre hier fegen-reich als Vorsteher wirkte. An ihm verliert die Familie einen liebevollen Gatten und Later, die jüdische Gemeinde einen gewissenhaften Annehmer, die Gesellschaft einen braven, treuen Bürger. Acht Tage vor seinem Tode feierte er seinen 6?. Geburtstag. Wie herzensvergnügl war er noch vergangenen Sommer. als er, begleitet von seinen College», zur Delegirteuwahl nach Mergentheim beschieden wurde, wo einstiinnug Herr Stern aus Würzburg, ein Mann nach dem Sinne und Geiste des Dahingrschiedenea gewählt, und kurz vor seinem Hinscheiden vernahm er noch durch den „Israelit" die ritterlichen Kämpfe, welche seine. Gesinnungsgenosten für das alte Iudenthum kämpften. k I Noch einige Tage und der unerbittliche Tod stellte j sich ein.! Willenskräftig wie Wenige, war ihm kein Opfßr - zu groß, wenn es galt, seiner Familie eine Freude Dr; bereiten. [ Er war aber nicht nur Vater der Seinigen, son-! Vern auch Vater der Armen. Wo es galt, Hilfsbe- . dürftige zu unterstützen, Trauernde zu trösten, Noth-! leidenden zu Helsen, war er bereit, und nie glaubte : er, darin genug gethan zu haben; in ihm verlieren Viele einen freundlichen Helfer, einen treuen Rath- ' geber. Ohne Ansehen der Personen führte er sein - Amt streng rechtlich. rOheb Seholom, werodeb Seholom.“ „Suchet den Frieden und erstrebet ihn," waren seine letzten Worte, und diese werden in unser aller Herzen einen Wiederklang stnden. Äts Gesellschafterin gesucht, ein gebildetes Mädchen, (Israelitin), welches der französischen Sprache mächtig und in Handarbeiten erfahren ist. Fxanco - Offerten unter A. B. poste restante [' Frarr-ksurt a. M. zu richten.

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