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Der Israelit · 1870-01-26 · Heft 4 (26.1.1870) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 4 (26.1.1870)
Date
1870-01-26
Page
– (sequence 18)
Language
German
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74 gemeinen mildthätigen Gaben weit übertreffen, wie aus Folgendem hervorgeht. III. Bekanntlich behalten wir das uns zugesandte Geld nicht in Cassa, sondern übermachen es gleich dem Hause „Gebrüder v. Rothschild", wo es deponirt bleibt, bis Häuser in Jerusalem und Hebron auf dieses Haus ziehen, was auch von Handlungshäusern in Beyruth geschieht, welche die Gelder nach Zaphet und Liberias befördern. Diese senden dem weltberühmten Hause die Quittungen über die für uns gezahlten Gelder, und nachher sendet dieses Haus uns die Quittungen zu. — Gott gedenke den Edlen zum Guten, die Last und Mühe, die sie unsertwegen über sich nehmen; denn groß ist hierin ihre Güte, sowohl für uns, als auch für die Armen des heiligen Landes! — Erfahren Sie nun — wie dieses das Haus v. Rothschild bezeugen wird — daß wir im Jabre 5629, das mit denn 17. September 1868 anfing und mit dem 5. September 1869 schloß, ihnen in 23 Sendungen nach und nach 209,248 frcs. 24 Cent, zugestellt, dafür kamen uns 3484 Quittungen von den Bewohnern deö heil. Landes durch die Vermittlung dieser Herren zu. Aus Obigem werden Sie ersehen, daß die besonderen Gaben zum Besten der Armen des heil. Landes, die allgemeinen milden Gaben weit übersteigen. IV. Wer auch kein gründlicher Sachkenner ist, muß doch leicht einsehen, wie schwer unsere Arbeit ist; wi? bringen dieselbe in drei Abtheilungen: 1) Die zu führende Correspondenz, zuvörderst, um unsere Mitbrüder zur Wohlthätigkeit zu ermahnen, damit die Gaben reichlich zufließen; dann die Corresponden; mit den Spendern über Empfang und gehörige Verwendung der Unterstützungsgelder; ferner die Uebermachung der Gelder an das Haus v. Rothschild; die Berichte an die Handlungshäuser in Jerusalem und Beyruth, wie die Gelder zu vertheilen sind, dann über die erhaltenen S ummen mit den Gemeinden und Individuen in dem heiligen Lande zu berechnen; dann die Anfragen aus dem heiligen Lande und andern Ländern zu beantworten; schließlich die Vorlage des Rechenschaftsberichts über Einnahme und Ausgabe vor die dazu erwählten Rabbinen Deutschlands, um deren Gutachten einzuholen, sowohl über die Vertheilung der Gelder als auch über andere streitige Punkte in Betreff des heiligen Landes, die aus ältern und neuern Statuten entstehen, damit sie uns nach den Vorschriften der Thora lehren mögen, was zu thun sei. Jeder wird nach dem Erwähnten nun gern glauben, daß wir im Jahre 5629, 1855 (sage ein tausend acht hundert fünf und fünfzig) Schriftstücke, in verschiedenen Sprachen abgefaßt, versendet haben. 2) Absenden der Quittungen. Diese sind wahrhaft unzählbar, theils an die angestellten Empfänger an den verschiedenen Orten, mit genau specificirter Angabe ihrer empfangenen Beiträge, theils an Private, welche durch jene Empfänger von unserer Verwaltung Quittungen als Beweis verlangen. Zudem erhalten wir eine Menge Quittungen von Individuen aus dem heil. Lande, damit die Spender die Ueberzeugung gewinnen, daß ihre Gaben richtig an ihre Bestimmung gelangt sind. 3) Die Buchführung. Von jeher befleißigen wir uns einer genauen, pünktlichen Buchführuog, wie sie bei den ersten Handlungshäusern gehandhabt wird; es fehlt keines der gebräuchlichen Bücher. — Wir sind zu jeder Zeit bereit über diese unsere Verwaltung jedem Berechtigten die Beweise über die Verwendung des uns zugestellten Geldes offen zu legen; er bestimme nur eine Zeit und er wird sich leicht von der Wahrheit und Treue unserer Verwaltung überzeugen. V. Da Ihnen nun die Weise unserer Verwaltung bekannt ist, wird es Sie und Jedem begreiflich sein, daß vier Leute täglich acht Stunden mit Schreibarbeiten beschäftigt, dem Werke nicht gewachsen sind und wir nicht nach Wunsch auch Drucksachen befördern können, so daß das regelmäßige Erscheinen des Berichtes don ni« unterblieb, so sehr wir auch wünschen, daß diese Broschüre mit jedem Jahre erschiene. Möchte aber irgendwo verlauten, daß der Lohn dieser Schreiber die Einnahmen für das heil. Land zu sehr beeinträchtige, so mögen Sie wissen, daß wir es seit zehn

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