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Der Israelit · 1870-01-19 · Heft 3 (19.1.1870) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 3 (19.1.1870)
Date
1870-01-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
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41 njiff&o. Zieht man nun noch in Erwägung, daß eS hier in Westphalen, hauptsächlich aber in denjenigen Districten, die schon seit mehreren Jahren gar keinem Rabbinate mehr unterstanden, sehr viele D’örw gibt, die aller hebr. Kenntnisse baar, auch nicht Nöiy2 KöiyDT lernen können,*) die 2'212 D'O'i rot? ^na «nniön niox -inet D’imjn rrDmsij, ja, daß sogar Metzger, die am p"t* auf öffentlichem Markte Fleisch aushacken und verkaufen, ü’üniff sind, dann ist einleuchtend, welches Vertrauen man in eine ncmEV wie sie leider, in W. gehandhabt wird, setzen kann. — Nicht viel bestes, als mit der na'riny steht es in gar vielen Gemeinden mit den rituellen Frauenbädern aus; eS gibt deren manche, in welchen gar keine und andere in denen wenigstens keine pin 'S *?y eingerichtete mpo sich befindet. Ueber den Stand und die Verhältnisse der Schulen Westphalens, in so weit diese Religionsschulen sind, zu berichten, fe'sit es einem aufmerksamen Beobachter wahrlich nicht an Material und Stoff; doch, wir wollen von diesem Grundpfeiler und Träger des Judenthums, dieser Pflanzstätte unserer ntsmpn urrnn, von wo aus durch die Jugend das Reich Gottes gegründet vy mD’ cnpjn D’^iy ’sa — und dieselbe befähigt werden soll als echte und wahre Jehudim leben und sterben zu können, lieber — schweigen; einentheils, weil wir schon in unfern früheren Artikeln die Mängel und Schäden derselben besprochen, anderntheils aber, um die neologen Lehrer Westphalens, die doch sehr empfindlicher Natur sind, nicht noch mehr gegen uns aufzubringen **) Wie es hier mit mny, dem zweiten Grundpfeiler unserer hl. Religion aussieht, darüber hat schon vor etwa 13 Jahren der unvergeßliche Oberrabbiner Sutro in einem Sendschreiben an die Gemeinden seines Bezirks sich ungefähr so ausg-'sprochen: „Mit tiefem Bebau rn habe ich leider wahrnehmen müssen, dag bereits die Einheit des Rituö, wodurch, wie gesagt, die Thora und Israel sich bisher erhalten haheu, der Auflösung entgegengeführt wird, nid'in sonst in jeder Syn agoge ein >og. „neuer Ritus" herrscht. Le eingebildete- und arroganter Lehrer und Vorsteher, desto mehr Unpassendes und Ungehöriges wirs in den Gottesdienst eingeführt. *) co biosi 3M3C?7in 7t?bb bri' frbc *»b cbsp pb 7>7>r> bnr> o*D?7D3 bnn'.b7 >7cfr bj’ 73>3w>?r w ib **) Die Herren können und wollen nun einmal die Wahrheit nicht hören. Und was haben wir denn von ihnen gesagt? Weiter,nichts, als daß dies.lben dnrch Fahren, Kegeln, Kartenspielen, viele sogar dnrch stauchen und dergleichen ^'23723 u-V'e_;bnn sind und das behaupten wir auch jetzt noch An Beweisen fehlt es uns sicher nicht. Wenn aber diese Leutchen, glauben, wir,predigten einen Krenizng gegen sie, so irren sie sebr; nichc ihnen, wobt aber ihrer verderblichen, das Indenthnnr in die grögte Gefahr bringenden sog. Aufklärmngssncht ,giit unser Kamps. Und wer für Prineipien in die schranken tritt, gibt seine, Person gern Preis. Dieses gelte besond ws dem sauberen Correspondenten vorn Rhein gegen unsere Person im sog. isr. Lehrer als Antwort. Nicht Einer von diesen Steuerern versteht auch nur eine nwo zu lesen und solche Männer, denen die Gesetze unbekannt sind, auf denen unsere rel. Ceremonien basiren, solche Männer werfen sich als Reformatoren auf, schaffen alte geheiligte Gesetze und Gebräuche ab und Neues, Nichtssagendes setzen sie an deren Stelle. O, thörichtes Volk, daß du den Einflüsterungen solcher Männer Gehör leihest! — Die Reformer sind aber nicht nur unwissend in rel. Fragen, sie haben auch eine große moralische Schuld auf sich geladen. Sie haben die Fackel der Zwietracht in die friedlichen Gemeinden geschleudert; sie haben Sohn gegen Vater und Brüder gegen Brüder gestellt; sie verfolgen mit ihrer Intoleranz Jeden, der nicht ihren Thorheiten huldigt, wie ich es leider, selbst nur zu sehr habe erfahren müssen u. s. w. u. s. w." — Seit genanntem Zeitraum ist es sicher nicht besser geworden; in vielen Synagogen hat man seitdem den dreijährigen Cyclus eingeführt und das Aufrufen zur hl. min ganz und gar abgeschafft und wo man es noch beibehalten, wird größtentheils nach Karten aufgerusen; die unjüdische Confirmation ist jetzt überall eingeführt, hin und wieder "2, nwni O'vi'S abgeschafft, in vielen Synagogen gemischter Chorgesang eingeführt und in manchen sitzen, da man die Scheidewand zwischen Männer und Frauen, die sog. Frauengrllerie, zum Wegfall gebracht, beide Geschlechter entweder neben oder durcheinander. Aus allen diesem gehr zur Genüge hervor, daß keine Frage einer schleunigeren Erledigung bedarf, als die wegen Wiederbesetzung der Ober-Rabbinatsstelle von Westphalen, und daß sich dem Gewählten ein großes und weites Feld der Thätigkeit eröffnet! Doch '2 H33 noy'? Wer wird sich in den Riß stellen, wer den Math haben, die Angelegenheit zur seinigen zu machen, und dieselbe der entgültgen baldigen Erledigung näher zu bringen? — Lassen wir übrigens den Math nicht sinken; auch in Westphalen, besonders im Regierungsbezirk Münster gibt es n"3 noch eine große Anzahl a'3'2m run» ’zrjx von diesen, die von der Rothwendigkeit der baldigen Wwderbesetzung des in Rede .stehenden Rabbinatspostens sicher ebenso gut überzeugt sind, als wir, und denen die Ausrechthaltung unserer hl. Religion und ihrer Institutionen wahrlich am Herzen liegt; hoffen wir, daß sie genannte Angelegenheit nicht lange mehr bin msschieben, sondern recht bald die Initiative zu deren Verwirklichung ergreifen werden. Oestrich. M. Rosenwald, Lehrer. Oefterreichisch - Ungarische Monarchie. Wiren. Jene Leichen der Verehrung und Anhänglichkeit welche Sr. Maj. dem Ka sec während ver Reise in | den Orient überreicht wurden. sind ans a. h. Befehl j sammtlich in der kaiserlichen Privat - Bibliothek ausbe-

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