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Der Israelit · 1870-01-19 · Heft 3 (19.1.1870) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
11 (1870)
Issue
Heft 3 (19.1.1870)
Date
1870-01-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
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40 Partei schadet, so wäre es dennoch angemessen, daß der löbliche Vorstand der iSr. Gemeinde zu München gegen den verantwortlichen Redacteur des Volksboten, Herrn K. Zander, klagend einschreiten möchte. Es gibt doch in Bayern Gesetze, welche eine große Anzahl ehrenwerther Staatsbürger gegen derartige Schmähungen und Hetzereien schützen müssen! — Frankfurt a. M., den 13. Januar. Die Synagoge der hiesigen (orthodoxen) isr. Gesellschaft ist im Laufe der Zeit für die große Menge der Besucher derselben zu klein geworden. Sie wird nunmehr durch einen Umbau bedeutend vergrößert werden priB' pi nm* p! Frankfurt a. M., 12. Dez. 1869. (Aus? Familienrücksichten verspätet.) Ein Veteran der hollänj disch ostind. Armee, Hauptmann Metz (Sohn des; selig. Rabbi Löb Metz) wurde heute zu Grabe getragen. Der Verblichene, bis an sein Ende ein treuer Glaubensgenosse, wanderte in frühester Jugend nach Holland, woselbst er sich in holl, ostind. Dienste ausnehmen ließ, viele Schlachten tapfer mitkämpfte und j nach 20jähriger ruhmvoller Dienstzeit mit Orden und! Auszeichnungen geschmückt in den Ruhestand trat. — 1 Ein großer Zug Leidtragender gaben dem durch seinen j Charakter, feiner Liebenswürdigkeit und Gelehrsamkeit! allgemein geachteten Officier das letzte Geleite.! n''3"y"3"n; Fürth, den 12. Januar. Der mit „tidn" un- | terzeichnete Bericht (mn: ’JD, my1? D’&npttf jrD) in j Nr. 1 d. Bl. sucht durch Entstellung thatsächlicher i Verhältnisie meinen religiösen Leumund zu bemakeln! und zugleich meinen Nahrungsstand zu gefährden. j Mit der pan Bäckerei habe ich durchaus nichts mehr I zu thun, dieselbe vielmehr vor einigen Jahren aufge- > ben müssen, da meine Glaubensgenossen, obgleich ich; bei gutem und schönem Brode, allen Anforderungen, > in Bezug auf nn:to mit der strengsten Gewissenhaftigkeit Genüge leistete, dennoch es vorzogen, ihr Brod von christlichen Bäckern zu entnehmen ")ay *vn.s‘ »m. ‘ Ich beschränke mich seitdem auf die - Bäckerei,! welche ich bereits vor 30 Jahren begonnen, und zwar : mit ausdrücklicher Approbation, des hochwürdigen ppsm -mna ^mn pwn, der seinen Bedarf von mir bezog, „ohne beim Backen zugegen zu fein," und erfreue mich eines solchen Vertrauens, daß > ich fast zwei Monate zu arbeiten habe, um meine hie- I sigen und auswärtigen Kunden zu befriedigen. Wenn trotzdem manche die rnsc von auswärts beziehen, so! geschieht dies aus Sparsamkeit, weil dieselben sich et-! was billiger stellen Wer mein religiöses und morai lisches Vorleben kennt, wird solche unbegründete Veri dächtigungen und deren Motive nach Gebühr zu würdigen wissen, eingedenk der Worte des Psalmistm Marx Oppenheimer.! Aus Weftphale«. Seit der Veröffentlichung unseres Artikels in Nr. 51 dieser gesch. Blätter, die Wiederbesehung des durch den Tod des Oberrabbiners Sutro zur Erledigung gekommenen Rabbinatspostens von Westphalen betreffend, hat sich die Situation in Nichts geändert, und ist genannte Angelegenheit bis jetzt noch um keinen Schritt weiter gerückt. Ob überhaupt die königl. Regierung in dieser Angelegenheit bk Initiative ergreifen und behufs Besetzung genannter Stelle ein Ausschreiben erlassen*), oder ob solches, nach vorhergegangener Vereinbarung und Verständigung, von den zum Rabbinatsbezirke Münster gehörigen Gemeinden ausgehen werde, — von all dem ist uns bis jetzt noch kein Laut zu Ohren gekommen. Und doch dürfte — und das haben wir schon in unserem ersten die in Rede stehende Frage betreffenden Artikel besonderhervorgehoben — nicht leicht eine andere Frage einer schleunigeren Erledigung bedürfen, dürfte vielleicht Nichts sobald einer größeren Ddinglichkeit erheischen, als eben die schon oft erwähnte Angelegenheit. Auch ein längerer provisorischer Zustand wäre nur zu sehr geeignet, die größten Nachtheile für unsere hl. Religion und deren Institutionen herbeizuführen; das zu motiviren, ist der eigentliche Zweck diese« Berichtes. Wie bekannt, hatten die körperlichen Kräfte des unvergeßlichen Oberrabbiners Sutro p"Li, wenngleich auch sein Geist bis zum letzten Augenblicke vor seinem Tode klar und hell geblieben, in den letzteren Jahren allmählich abgenommen, so daß es ihm bei dem besten Willen nicht mehr möglich war, seinen Verpflichtungen, die zahlreichen jüdischen Gemeinden seines großen und ausgedehnten RabbinatssprengelS jedes, mindestens alle zwei Jahre zu besuchen und auf seiner Rundreise die Retigivnsschulen zu inspiciren und die □'Brnjy zu prüfen, nachzukommen. Daher ließ er denn gewöhnlich an die canup eines Bezirkes die Aufforderung ergehen, Behufs Unterwerfung einer Wiederholungsprüfung sich im Mittelpunkte desselben bei ihm einzustnden. Avee nicht alle haben, wie vorauszusehen war, dieser Auffordernng Folge geleistet; viele carnK', die sich in längeren Jahren nicht haben, noja sein lassen versehen nach wie vor die Functionen eines manche sogar auf Grund ihrer nd2p *) Und wenn auch, wie wir schon früher berichtet haben, die bestehenden Gesetze sie hierzu nicht nöthigen, so läßt es sich dennoch kaum denken, daß es in ihren Intentionen liegen könne, eine so große Provinz, wie Westphalen, ohne jüdisch geistliches Oberhaupt und die zahlreichen Gemeinden o:>b i>p;ni2 umher irren zu lassen. Hat doch, um nur ein Beispiel anznsühren die Rheinprovin; allein acht Rabbinate: Köln, Düsseldorf, Coblenz, Trier, Bonn, Aachen, Kreuznach, und Westphalen sollte in dieser Beziehung ganz verwaist bleiben? 'Wie gesagt, wir können uns das kaum denken. —

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