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Der Israelit · 1869-12-29 · Heft 52 (29.12.1869) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 52 (29.12.1869)
Date
1869-12-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1007 Früchte getragen; allein sie schadet schließlich demKa- Iholocismvs mehr als den Juden. Was soll das Volk von einer Sache denken, deren angebliche Vertreter mit Lug und Trug um sich werfen, offen und versteckt die Leidenschaften schüren und zum religiösen Fanatismus aufstackeln? Die Zeit ist nicht mehr fern, in welcher die fortschreitende Bildung deö Volkes derartige Manöver durchschauen und ihren Urhebern den Rücken wenden wird. — ’$eitun#$nachvubten und Eorrespvrr vcnzo». Deutschland. N7atnz. Dem in Nr. 50 d. Bl. veröffentlichten Proteste des Herrn Distr. Mabb. S. B. B a m b e r - ger in W ü r z b u r g das in Nr. 49 d. Bl. veröffentlichte Schreiben desCentral-Grenz-Comitö's in Königsberg in Pr. betreffend, haben sich außer dem Herausgeber dieser Blätter noch folgende Herren Nabbinen angeschlossen: *)3. Lazarus Ottensoser, Ralbiner;u Hoch' berg. 4. Jsaac Pmkas Skrrtsch, D'str -Rabbiner in T e u ch l l i n gen. 5. I. G. Adler/Distr.-Rabb. in Burgp r e p p a ch. 6. vr. Israel Hildesheimer, Rabbiner der Adaß Jisroel in B e r l i n. 7. David S. Weihkopf, Distr. - Rabbiner in W a l l e r st e i n. 8. Moses Löb Bamberger, Distr.-Rabb. in K i s s i n g e n. 9. Dreystlß, Bez.-Rabb. in S u l z b u r g. 10 S. Liberles, B?z.-Rabb. in B r e t t e n, Grh. Baden. 11. Löb Wißmann, Rabbiner in S ch w a b a ch. 12. Immanuel Adler, Distr.-Rabb. in M a ruber n b e i m. 13. A. Adler, Distr.-Rabb. in Aschaffen- 14. Salomon Bamberger, Stifts-Rabbiner in Sulzburg. 15. Schwarzschild, KreiSrabb. in Schlüchtern. 16. L. Ettlmger, Bez.-Rabb. in Mannheim. 17. S. Fromm, Rabbiner in Homburg v. d. Höhe. Wir veröffentlichen die Zustimmungen zu dem erwähnten e in der Reihenfolge, wie sie «ns zukommen. 19. E. Pickard, Rabbinerin Randegg, Grh. Baden. 19. Simon Bamberger, Rabbiner in Fisch ach. 20. vr. Guggenheiiner, Rabbiner in K o l i n. 21. I. Ettlingcr, Oberrabbiner in Altona. 22. Ellas Guttuwcher, Rabbiner in Graetz. 23. M. Epstein, Rabbiner in Schwarza. 24. Brrlinger, -Rabbiner in Braunsbach. 23. vr. Salomon Cohn, Landes - Rabbiner in S cbw e v i n in Mecklenburg. 26. Rothschild, Rabbiner in Müllheim. W7«rrnz, den 23. Dec. Mit dem bevorstehenden neuen Jahre wird ein Trifolium erscheinen. Drei neue Wochenblätter stehen dem jüdischen Lesepublicum bevor iind^die Redacreure heißen: Nathan Schlesinger, Simon (Sinai) Rascher und Treu-nsels. Nathan Schlesinger fft Socialdemocrat in Berlin, Simon Nascher ist Prediger der Tchochare-Teb-Gemeinde daselbst Treuknfelo ist Rabbiner in Stettin '*ro m ’>n tö —?rptr nwn nsrn, nr »ero “t »so erR nr ysnDD“ ")-rn Alle verheißen in ihren Programmen, von jedem Extrem sich fern zu halten. Es kömmt freilich Alles darauf an, was die Herren unter „Extrem" verstehen: es ist ja bekannt, daß heutzutage die den wahren Mittelweg wandelnden, gesetzestreuen Juden als Ullra'ö verschrieen werden. — Darmpkadt, t9. Dec. Die Frage, ob es nicht zeitgemäß sei. den israelitischen Religionsgemeinden eine freie und selbstständige V-rwaltung ihrer Angelegenheiten einzuräumen, ist schon mehrmals in den Kammern zur Sprache gekommen und von der zweiten Kammer, z. B. ein von Stockhauien gelegentlich der Verhandlungen des 17. Landtags Angebrachter Antrag dieser Tendenz, der großh. Regierung zur Berücksichtigung empfohlen worden. Diese Frage ist aus Anlaß einer au die zweite Kammer gerichteten Vorstellung von Mitgliedern der israelitischen Religionsgemeinve nr Oppenbeim, welche in der Bitte gipfelt, die Kammer möge das Gesuch um Einführung drrreier Vorftar'.dswahlen durch sämmtliche Gemeindeglieder der Staatsbehörde zur Genehmigung empfehlen, wieder in den Vordergrund getreten. Der dritte Ausschuß spricht sich nun anläßlich des qu. Gesuches dahin ans, daß die israelitischen Gemeinden selbst am besten im Stande seien, alle ihre Gemeinden als solche und die Verwaltung ihres Vermögens und Haushaltes betreffenden Angelegenheiten zu ordnen und zu verwalten; es wird schließlich beantragt, der Regierung zu empfehlen, daß nicht nur der Gemeinde zu Oppenheim, sondern auch den übrigen in gleicher Lage besindlichen israelitischen Gemeinden (diejenigen zu Worms, Mainz und Offenbach sind bereits im Besitz d«S direkten Wahlrechtes) gestattet werde, ihre Vorstände direet durch sämmtliche Gemeind emüglieder zu wählen (Franks. I.)

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