Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 47 (24.11.1869)
- Date
- 1869-11-24
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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914 ES Erklärt sich aber milder Tract. Säbbath(87 II.) niedergelegten Tradition, wonach der 1. Mffan jenes Jahres auf den ersten Wochentag siel, folglich siel der 14. Tag, an dem das Pessachopfer gebracht werden sollte, auf einen Sabbath; daß sie an diesem Tage das Opfer bringen' durften, mußte ihnen hier offenbart werden. Frankfurt a/M. M. I. Cohn, Stiftsrabbiner. Lie neue von Fischer besorgte Ausgabe des Lurtocsschen tfertcott Chatdakcum tat. et rabb. (Leip)ig 1867.) Besprochen von Dr. A. Salzbach. (Fortsetzung.) 8. t. on (S. 296) ist eine Targum - Stelle falsch und daher sinnentstellend wiedergegeben. Zu Lev. 20, 25. lautet Tg. I.: paviBrsu tv psrpiwi «bi Dm «siyai «mn nom in'jm, was B. folgendermaßen übersetzt: „et; non abominabiles redditis animas vestras jumento quod conculcat feras aut «re conculcante.“ B. hat hier aber zwei Wörter des Targum weggelassen, «sau nn, die aber an das vorhergehende Dm sich eng anschließen, und hat dadurch das Ganze entstellt. — Die Mischnah stellt den Grandsatz auf: ttoa cnnn qiy bD (Chulin III. 6.), d. h. jeder Vogel, der mit seinen Krallen packt, ist zu genießen, verboten, denn dadurch tritt er in die Ordnung der Raubvögel Ein anderer Grundsatz aber, von R. Jehuda aufgestellt, lautet: nxnomi npm Jtttn no m Oä.1 Dm rem: pm qiyD pm nom. (Das. III, 1.), d. h. das Kleinvieh, das von e>nem Wolfe, das Großvieh, das von einem Löwen, kleine Vögel, die von einem Sperber, große Vögel, die von einem größern Raubvogel, z. B. vom Geier gepackt worden sind, sind, selbst wenn nach dem Ritual geschlachtet, zu genießen, verboten. Es wird nämlich angenommen, daß durch dm Krallengriff der Raubthiere eine Entzündung veranlaßt werden, die sich den innern Theilen mittheilen und das gepackte Thier lebensunfähig machen könnte. Wenn also B. das 'm nom so auffaßt, als ob der Targum hier ein Thier verstanden hätte, das unter die Kategorie des Dm fällt, so hat er darin geirrt, indem es gar kein tt-'jtn (es ist dies die Übersetzung von nam) gibt, das dahin gehört, nur rvn kann in diese Kategorie eingereiht werden, und wenn er unter D'-n «sny den packenden VogÄ versteht, was nach der angef. Mischnah III, 6. kein sachliches Bedenken erregen könnte, so hat er die grammatische Form — was, nebenbei gesagt, auch im ersten Falle geschehen ist — nicht beachtet nnb das dabei stehende na außer Acht gelaffen. Dm ist vielmehr das 2. park., und es ist daher falsch von einem packenden Thiere oder packendem Vogel zu sprechen, die Rede ist vielmehr von dem gepackten Thiere und Vogel, und schließt sich diese Targumftelle dem Ausspruch des R Jehudah in der Mischnah HE* 1. an. Von dem an sich unreinen Thiere ist nämlich in besagtem Verse schon vorher die Rede, denn e» wird schon vorher von kqd und -nna gesprochen; der Targum ist daher bemüht nom und qiy, vor deren Genuß gewarnt wird, als solche zu erklären, die an sich wohl rein, durch einen äußern Zufall aber unrein, d. h. zum Genüsse unerlaubt geworden und übersetzt daher: Verunreinigt euch nicht durch den Genuß eines vom Wild gepackten Thieres und eines vom Sperber (ks?h\j 12) gepackten Vogels. Was 8. v. nn3n (S. 302.) über die Stelle in Berachoth f. 34 a., wo die Rede davon ist, wie sich der zu benehmen habe, der zum Vorbeten aufgefordert wird (mmo o"n"xi), gesagt wird, daß hier vom Feuer und von denjenigen, die durchs Feuer laufen müssen, gesprochen werde, ist Unsinn, mm (sc. nwea) bedeutet überall das erste leichte Ansengen; vielleicht vom Stamme ,12.1 oder auch am geben, mm wiederholt hingeben, weil man dasjenige, was man ansengen will, nicht unausgesetzt dem Feuer preisgibt, weil es in diesem Falle verbrannt werden würde, sondern er inö Feuer hielt und wieder zurückzieht und dies so lange wiederholt, bis das Ganze nach Wunsch angesengt ist. Daher bedeutet dieses Wort in obiger Talmudstelle das zögernde Nachgeben. 8. v. mm (V. 303.) citirt B. aus Traktat Rosch haschanah f. 27 b. yov mm?ip dx und übers, „si vooem sonorem vel publicam audiat“. Was soll aber denn das wohl bedeuten, daß man der Wicht, das Schofar zu hören, nicht genügt habe, wenn man einen öffentlichen oder starken Ton gehört hat? mm heißt Ton, Stimme (vielleicht von -ia,*na, draußen, mm, was ausgestoßeu wird, die durch die herausgestoßene Luft erzeugte Stimme, vgl. das Aehnliche bei j/pn),mm bip ist also der Ton des Tones, der durch einen Ton neuentstandene Ton, daö Echo. 8. v. Dvrn (S. 306.) führt B. an: -jyio U'« dhvi saltatio non est solennitas, i. e. solennis incessua gallinarum“ Man könnte versucht sein zu glauben, daß B. -iyiD gelesen habe, und unter solenaitas u. solennis „Feierlichkeit" und „feierlich" zu verstehen