Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1869-11-24 · Heft 47 (24.11.1869) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 47 (24.11.1869)
Date
1869-11-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2447395-2447441--07777-2463394
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SSV i'erfichern, sofern nicht besondere Bestimmungen eine nähme begründen. §. 166. Dem Hören der Vorlesungen sind auS- »lefsen: 1) Gymnasiasten und Schüler, sowie Alle, he nickt den erforderlichen Grad geistiger und cher Bildung haben; 2) alle Personen bis zum vdrten 30. Lebensjahre, welche, obgleich derJmma- »latnn fähig, dieselbe nicht ncchgesucht haben; 3) ron einer anderen Universität im Wege des DiSnardersehrens Entfernten, so lange sie nicht von Minister der Unterrichts-Angelegenheiten die Erniß ,ur Fortsetzung ihrer akademischen Studien lten hoben. VII. Schlußbestimmungen. §. 169. Wo in einzelnen Landest heilen di? Anttnhciten des öffentlichkn BolkSschulwescns zur Zeit Aussicht und Verwaltung an erer ProvinzialbehöralS der Regierungen überwiesen sind, treten jene no dieses Gesetz von den Regierungen als den ilbebördcn spricht, an deren Stelle. §. 170. Alle dem geger wä.tiqen Gesetz entgegen' ntcn Bestimmungen, ans welche nicht in diesem tz cuSdrücklich verwiesen ist, treten außer Wirkeit, sie mögen in allgemeinen Landesgesctzen und rdnungcn, oder in besonderen Gesetzen enthalten 1 Holland. Steenwigk Die hiesige isr. Gemeinde ist Legrifs, eine neue Synagege zu bauen. Es wurde >fö Erlangung der Baukosten eine Subscriptions- «röffnet, in welcher große Summen gezeichnet )en; als höchste Zeichnung 10150 fl. ,die igste 6019 fl. Palästina. Jerusalem, iO. November. Se. Majestät der ser von Oesterreich besuchte die Synagogen, wabische und die jüdische Schule und das Roth- -Cpital. Nachmittags erfolgt der Besuch Bethle- und morgen ein Ausflug an den Jordan und tobten Meere. Der Kaiser wurde überall seitens Geistlichkeit und vom Volke festlich empfangen. Australien Melbourne. Die finanziellen Verhältnisse Ost-Melbourner jüd. Gemeinde haben sich im dieses Jahres sehr günstig gestaltet. Anfangs des es schuldete sie der Vietoriy-Bank 295 L. (3540 und bei der jüngst stattgehabten Generalversammkonnte der Vorsitzende einen Neberschuß von L. (1776 fl.) anzeigen. Feuilleton. Hraf oder Jude? ix. Das Geständnis. Joseph eilte nach der Eisenbahn-Station und fuhr mit dem nächsten Zuge nach Prag. Er traf dort Mutter und Schwester in tiefer Betrübniß; der Vater saß noch immer im Gefängnisse, und es war keine Aussicht vorhanden, daß er sobald würde freigegeben werden. Aus dem Munde seiner Pflegemutter erfuhr Joseph nunmehr die Bestätigung, daß er nicht ihr und de! Monte's Sohn sei. „Um so mehr", sagte der edle Jüngling, „bin ich Dir, theure Mutter, und dem geliebten Vater zu Dank verpflichtet, daß Ihr Euch meiner angenommen und mich mit Liebe und Sorgfalt gleich Eurem eigenen Kinde erzogen habt. Was wäre aus mir geworden, wenn Ihr dem Verlassenen nicht ein Asyl in Eurem Hause und an Eurem Herzen gewährt hättet!" Joseph setzte alle Hebel in Bewegung, um seinen Pflegevater zu befreien. Allein es gelang ihm nicht. Als bald daraus die Gräfin Dornbach und ihr Sohn nach Prag kamen, weigerte sich Joseph, seine Mutter zu sehen, wenn dieselbe die Anklage gegM del Monte nicht zurücknehmen würde. Die Gräfin erklärte sich dazu bereit, wenn Joseph dem Judewthume entsagen und sich zum Christenthume bekennen wolle. Allein Joseph lehnte diese Znmuthung entschieden ab. Um jene Zeit lebte in Prag ein wackerer Geistlicher, Pater Hubertus, welcher dem ritterlichen Orden der Krmzberren angehörte. Er war Profeffor der Philosophie an der Prager Universität und als solcher war er Josephs Lehrer gewesen. An ihn wandte sich der junge del Monte — wir wollen ihn weiter so nennen — und bat ihn um seine Hilfe und Fürsprache zu Gunsten des gefangenen Pflegevaters. Pater Hubertus versprach, seinen ganzen Einfluß dafür zu verwenden. Als Joseph aus dem Kreuzherrenkloster sich entfernte, hörte er plötzlich: „Graf Dornbach!" rufen; er blickte sich um und sah ein Weib von etwa 45 Jahren, das ihn unverwandt anblickte. Dasselbe war in Lumpen gehüllt und trug die Spuren des Lasters und des Elends in seinem Gesichte. „Graf Dornbach", rief sie, als Joseph sich umschaute, „wollt Ihr denn ewig jung und schön bleiben, während mich Elend und Nyglück zerrüttet?' HM Euch der Verlust Eure- Erstgeborenen, den ich Wch stahl, nicht mehr Kummer gemacht?"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.