Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 44 (3.11.1869)
- Date
- 1869-11-03
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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854 Satz sieht in dieser Weise ganz ohne Zusammenhang mit dem Nachfolgenden; allenfalls bietet er nur einen schwachen Anhalt für die Autbencität des R. Eliesir. Es sprechen auch innere Gründe dagegen, den R. Elieser als den Nedacteur der nno zu halten, da Autoritäten darin angeführt werden, welche lange nach R. Elieser gelebt haben. So z. B. in Regel 8 R. Chia oder R. Jizchak nach der Leseart des Ialkut 2. V. M. §. 170, in Regel 10 R. Jacob b. Chia. Man müßte sonst annehmen, daß ursprünglich R. Elieser die 32 nnn nur präcis zusammengestellt habe, wie R. Jischmael die 13 nno, spätere aber zur weiteren Ergänzung die Beispiele hinzugesügt haben. Daß aber auch die dergestalt erweiterte und ergänzte wv'-a selbst in der Fassung des nmn: uns nicht vollständig vorliegt, gebt daraus hervor, daß bei uns fehlen, was Raschi zu 2 B. M. 14, 24 und zu Samuel I. 1, 5 (findet sich aber in der xndno zur erftern Stelle), ferner zu Jeremia 52, 23 (vgl. aber xnOOin zu m}nx c. 13) citirt. Auch im sogenannten Raschi-Commentar zu nmn 3a. Schlgw. ->o’a und im mann "\zo des Rambam Gebot 5, — vgl. auch n^sn noVn am o"a — werden Stellen aus den 32 nno angeführt, die in der uns erhaltenen Recension nicht zu lesen sind. Nach diesen einleitenden Bemerkungen mögen nunmehr einige Ergänzungen zu den von Ör. Hildesheimer gegebenen kritischen Noten folgen. Note 10. Der an die Spitze der xmna gestellte Satz lautet in der erwähnten Handschrift NiTlXL/ 2DO *72 •>DV '"1 '*"1 7B/ r-lD"! MVD iwvn1? 'w dco-isjo ixx nm rms:> nno raurb -ti1? non TJM* rran1? nenn Hiermit stimmt Ialkut xnv §. 92, vgl. auch 2O, nur daß hier wie 89 der angeführte VcrS fehlt. — Dos Wort msxa nach '}>}an, bei vui in ninna fehlend, ist nicht allein, worauf Dr. Hildesheimer bereits hinweist, die Leseart in ptnn 89, sondern auch in Ialkut, und ist wol auch richtiger, da R. Elieser auf halachischem Gebiete nur höchst selten erscheint, einmal nur in der Mischna nöiD c. 5 m. 3, sonst noch rvruD Bl. 3b und 6b, wo aber nach seinem Ausspruche nicht entschieden wird, so auch Jeruschalmi mana Ans. des 5. jms, während R. Elieser auf dem reichen Gebiete der Hagada sehr productiv sich zeigt. Zur Vervollständigung diene noch, daß der oben aus s'din 80 angeführte Satz im Ieruschalmi pamp c. 1 lautet hv 7ja ->ip'} '"'onan ni/ony ox Vx .yoan nr, oa-isxa "px apj '}'}an »di» 'n Der als Beleg angeführte Schriftvers aus »}lvo lautet bei im ninna corrumpirt -px nosnb an, da ein solcher Vers an keiner Stelle der Schrift sich findet. Note 11. Statt o»nan D»a6an liest die Handschrift CPniüM OHBOPO, so auch bei onmax in den 13 nno nach einer alten Leseart. Die Richtigkeit derselben ergiebt sich aus den darauf folgenden einzelnen Regeln, welche immer mit o beginnen, so )“?D U. s. W. Zu dem aus meinem Raschi-Commentar gebrachten Citat ist noch nachzutragen, daß am Rande des dort S. XII 8iib. n näher beschriebenen Manuscript's es heißt: nam: Hlinn nno a"}n Vi wvnaa eine Variante, die volle Beachtung verdient, da wir sonst nur die Lesearten nanu man — so Ialkut an den oben angeführten Stellen, ferner Pseudo-Raschi zu 30, 19, 'a DW nm, Ramban zu 1. B. M. 36. 12 — und na'rna rrnnn (ohne maxa) — so unsere Raschi-Ausgabe zu 1. B. M. 2, 8, ferner Rabed am Schlüsse des Commentars zu den 13 nno und Simon Duran im doiddo wein S. 9l — kennen. — Uebrigens ist man nicht genöthigt, mit dem Verfasser des ninna diese Ueberschrift so zu verstehen, als gehören diese 32 nno ausschließlich der hagadischen Exegese an, da in Wirklichkeit aus mehreren derselben auch halachifche Bestimmungen resultiren, vielmehr soll damit ausgedrückt werden, daß auf die Hagada alle diese 32 Regeln sich beziehen, wodurch nicht ausgeschlossen ist, daß manche derselben auch aus die Halacha sich beziehen können. *) Note 26. Die hier und in mehreren anderen Stellen gemäß dem Schrifttexte vorgenommenen Emendationen sind auch nach den Lesearten in der Handschrift begründet. Es sind also die irrigen Stellen auf Rechnung des falschen Abdrucks im ninna zu bringen. Note 31. Man vermißt in der xnma noch andere Wörter, welche eine »oa ausdrücken, so z. B. nach naiD 28a waopn nx mm} }a ferner pa/np 57a nnWon man} i’nxn mmo tss u. ebendas, nointpn nx manbono i}axn x}“|^nn auch rv.nao 43 b na noan ebenso mm nach dtdt 27 b, a"n und »"an zu 3. B. M. 6, 2. Aber abgesehen davon, daß die angeführten Beispiele nach genauerer Kenntnißnahme der talmudischen Discussivn an den betreffenden Stellen als feststehende o»m sich nicht ergeben, so scheint es, daß die 3 in der xn»na angeführten Wörter QJ} px nur für dieh ag adis che Exegese gelten wollen, wiewol auch unter den gegebenen Beispielen eins aus dem halachischen Gebiete entnommen ist. Cs ist bereits oben die Vermuthung ausgesprochen, daß die Beispiele von späterer Hand hinzugefügt worden, während R. Elieser nur die nno einfach nach ihren Bezeichnungen aufgestellt hat. *) Wie ich »abträglich sehe, bereits auch von Herrn Bloch in d. Bl. S. 292 d. I. ausgesprochen.