Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 44 (3.11.1869)
- Date
- 1869-11-03
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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X. Jahrgang. WUenschaMcheMlage ju Ar. 44 des Israelit. Weber die 32 nno des N. Eliefer rp*ü- Von Dr. A. Berliner, E'me nähere Kenntniß und ein eingehendes Verständniß dieser ten"->a sucht Herr Dr. Hildesheimer anzubabnen, indem er die dritte Abhandlung des methodologischen Werkes ronna von ty"n aus Chinon, betitelt obiy nia»ru, mit kritischen Noten, zum Theil emendirend, zum Theil interpretirend, begleitet und außerdem am Schluss« eine Uebersicht der 32 nno nach 6 verschiedenen Klassen avsftellt. Diese Arbeit ist dem von Dr. Hildesheimer veröffentlichten dritten Berichte über die Rabbinerschule zu Eisenstadt beigegeben. — Nachdem ich durch die Gute des Herrn Dr. Steinschneider Gelegenheit hatte, die 32 nno, welche in der, der Königlichen Bibliothek zu München gehörigen Handschrift ooä. n, 222 enthalten sind, naher kennen zu lernen, zu dem Zwecke, um sie mit anderen bisher ungedruckten Midraschim zu ediren, so werde ich mein gegenwärtiges Referat über den Commentar des Dr. Hildesheimer mit dem aus der Handschrift gewonnenen Resultat vereinigen können. — Zuvörderst sei mir aber gestattet, einige Bemerkungen einleitend vorangehen zu lassen. Während die Kenntniß von den 13 nn» des R. Jischmael allgemein geworden ist, im Einzelnen durch die öftere Erwähnung ihrer Regeln in der halachischen Discussion des Talmuds, im Ganzen durch die frühzeitige Aufnahme derselben in das tägliche Gebet- Ritual*) während die 13 nno eine ihnen gebührende Stelle, nämlich im Anfang des frnsD, erhalten, sehen wir die 32 nno des R. Eliefer, Sohnes des R. Zose Hagelili nach allen diesen Richtungen hin ganz vernachlässigt. Einzelne ihrer Regeln werden im Talmud selten und nur insoweit erwähnt, als sie mit jenen 13 nno identisch sind; für ihre ganze Zusammenstellung aber wird uicht einmal eine passende Stelle in dem großen Schatze der rabbinischen Literatur gefunden. Zhre Aufnahme am Schluffe des Tractats rnana erfolgt erst, und auch nicht ungekürzt,**) mit der Amsterdamer Talmud-Ausgabe vom Jahre 1714, nach der im mnna enthaltenen Recension. *) Geht hervor aus 'sw zu 19b, p7r:s 24, besonders aber Siddur des R. Amram Gaon ed. Warschau, mit Bezug auf;'c>7p 3V „07f> tbc» obnb", wobei die o"7 an Stelle des - Studiums tritt. **} Daher auch Dr. Schwarz im S. 25 (Theil i$7c> npv) eine im Jalkut angeführte Stelle in der Recension der Talmud-Ausgabe vermißt.! Von älteren Autoren sind es erst *) der Redacteur j des Jalkut, Raschi (unter dem Namen p->2, nnar«,! Kn’na) und Raschbam in den Schrift - Com men tarien, - auch Rambam im nisan 'd Gebot 5 und 36 (unter i dem Namen rupo), welche Auszüge aus den 32 nno! bringen. Scherira Gaon im Sendschreiben (vgl. dasselbe im D’jidöo ^sn S. 27) erwähnt sie nicht, wiewohl er hierzu Gelegenheit hatte. Charakteristisch ist es, wie -d"*o im Commentar zu a"n am Scklusse seiner Erklärung zu den 13 nno sich ausläht, indem er schreibt: 2na nanu mwnv nnan lübvt 'n «rmaa w» nrw> ~imn »ja nono am D.-ponsn jna nun-ij n-nnnff nno a"p nnn Dv <1 ua □tnaa ibüD »»1. Ist diese Berücksichtigung schon im ersten Augenblicke erklärlich, weil nämlich die 32 nno zum größten Theil auf die hagadische Auslegung sich beziehen, so wird man dock bei näherem Eingehen ihre Bedeutung und Wichtigkeit nicht gering anschlagen dürfen, **) wie in der That Raschi zu dtids 24 bei der Gelegenheit, wo er eine dort erwäbnte Regel, welche unter den 32 sich beffndet, erklärt und hinzufügt man ^ai »j»Dö naub na^n; auch Raschbam in seinem Commentar zum Abschnitt aivn stellt den Werth der 32 nnc dem der 13 gleich (er citirt außerdem eine der nno im Commentar zu 1. B. M. 8, 46 (s. n“a Th. 8 S. 46); ebenso sagt R. David b. Simra in dessen Responsen n. 232 a'"a ntcm: mmv 12m id-rn nnon dai nno ntcm: mmn p nno ’j’Dö nr^vd noDj. — Die Verbindung, in welche die 32 nno mit dem Namen des Eliefer b. R. Jose des Galiläer gebracht wird, dürfte sich in folgender Weise erklären lassen. Man hatte, und vielleicht gar ohne besondere Absicht, an die Spitze der nnv ***) jenen Satz aus s'din 89 gestellt: niybü '“1 vw inan «sio nnNtp opo *?a nDDBiMa rwy rmna H^an 'vv n wa.“ Denn erst hierauf beginnen die nno selbst, emgeleitet mit den Worten rruan nno a"da. Zener *) Vielleicht schon der Poetan Simon ben Jsaac im des Wochenfestes in den Worten vimsn: xsxo o’ncs o»cic» »>;; s. die 2. Erklärung im Commentar von Heidenheim. Vgl. auch die Anmerkung des vr. Sachs im Machsor, nach welcher dort auch von bb und rnv gesprochen wird, in >r>bb« aber eine Anspielung aus ftisb? bc v'br» ’br> enthalten sein solle. **) In einem besonderen Artikel hoffe ich 7>"'b die speciellere Anwendung auf verschiedene Partien in Schrift und Talmud näher darzulegen und zwar mit besonderer Rücksicht auf das vortreffliche Werk vbw myn von Katzenellenbogen (Wilna 1858), dem ich manchen Nachweis für gegenwärtige Abhandlung verdanke. ***) So im Jalkut Absch. ton §. 92 und is'ibv §. 942. .