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Der Israelit · 1869-09-29 · Heft 39 (29.9.1869) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 39 (29.9.1869)
Date
1869-09-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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/ beschäftigt; die Stellung de- Lehrkörpers würde we- 'stNttich verbessert. Das Project, eine AckerVauschule in Jaffa zu gründen, scheint nicht so schnell sich zu realistren. Als größere Gaben hierzu sind zu nennen: Herr Allegri nit 500 Fr. und Frau Baronin Lionel v. Rothschild ntt 20 Pfund Sterling (240 fl). Die Bibliothek der „All" hat zahlreiche Geschenke 4 literarischen Werken aller Art erhalten. > Auf das Verlangen des spanischen Consuls zu tetotatt, hat das Comits eine Summe von 2000 Realn votirt als Beitrag zur Errichtung eines Hospitals- »elcheö für alle Einwohner der Stadt, ohne Unterbiet) der Confefsion, eröffnet werden soll. i Obgleich die Verbreitung der „Hl. isr." in Rußland öffentlich nicht erlaubt ist, haben doch zwei Anofyme 750 RubÄ gesendet. nißgebäud-en ganz getrennte Synagoge erbaut wurde/ in welcher die iSr. Gefangenen an Sabbat- und Feiert' lagen, an welchen Tagen sie von jeder Arbeit befreit sind, dem Gottesdienste anwohnen könnem (Jew. Rec.) ZNancheFer. Seit einiger Zeit ist in hiesiges Gemeinde Uneiurgkeit ausgebrochen und zwei Parteien haben sich gebildet. Die eine derselben hat nunmehr auch eine Synagoge für sich gebaut, die dieser Tage eingeweihk wurde. Man hofft, daß dadurch der gestörte Friede wieder in der Gemeinde hergestellt werde. F euilleton. Kraf oder Jude? Rußland. — Aus dem Kaukasus. „Hamagid" verdeutlicht ein drittes Schreiben, welches von der Gemeinde Suram an Herrn Joseph Tscharni gerichtet it. In demselben wird Herr Tscharni dringend erficht, sich bei der „All. Isr." für sie zu verwenden, tamit diese ihren Einfluß dazu anwende, daß ihre traurige Lage gebessert werde. Aus Rußland. Jüngst starb in der Stadt ßTder Sohn eines reichen Glaubensgenossen. Zur Erinnerung an seinen Sohn hat der Vater eine Stiftung von 5000 Rubel gemacht, wovon die Zinsen der einen Hälfte als Stipendien für Gymnasiasten und die der andern Hälfte zur Unterstützung von Taldmuvbeflissenen verwendet werden soll. Türkei. Jemirra. Das ganze Judenviertel der Stadt Janina wurde ein Raub der Flammen. Zahlreiche isr. Familien sind dadurch um ihr ganzes Vermögen gekommen. (Un. isr.) England. » PortllMouth. Vor einem Jahre wurde im hrestgen Gefängniß für die jüdischen Gefangenen ein Betlocal eingerichtet. Da. die bisherige. Räumlichkeit zu andern Zwecken nöthig ist, wurde der Saal niedergerifley, zu gleicher Zeit aber hat die engl. Regierung dafrn Sorge getragen, daß auf einem ganz in der NÄ gelegenen Platze eine kleine von den Gefäng- I. »erzweistnng. Nicht weit von Prag, am andern Ufer der Mos-? dau, liegt das Dörfchen Bubencz und in der Rahe desselben ein kaiserlicher Park, der sogenannte Baumgarten, der Lieblingsspaziergang aller Prager. An Sonn- und Feiertagen und auch an bestimmten Wochentagen spielt dort die Militärmusik und lockt die Besucher zu Taufenden an; in dem Augenblicke aber, da unsere Erzählung beginnt, ist es dort sehr still; nur einige Spaziergänger ergehen sich in den schattigen Alleren, unter denen ein junger Mann unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Er hat den einsamsten und abgelegensten Theil des Gartens aufgesucht; wie rasend läuft er auf und ab, bis er sich endlich erschöpft ans eine Bank wirft. Es ist ein schöner, junger Mann mit intelligentem Gesicht, schwarzen Haaren, schwarzen Äugen und schlanker Statur. „Ha/ ruft er, „so ist denn all meine Hoffnung dahin! Der Fluch der Jahrtausende heftet sich an die Ferse des spaten Enkels, der Nachkomme der Ausgestoßenen kann dem Zuge des Herzens nicht folgen; mit Abscheu wendet sich von ihm, was er liebt! Vergeblich will er den alten Fluch abschütteln; er kann nickt, er hält ihn gefangen!" Nachdem der Jüngling — er mochte kaum 24 Jahre zählen — so gesprochen, barg er sein Gesicht in beide Hände und sing heftig an zu weinen. So saß er einige Minuten lang, nicht bemerkend, daß sich nicht weit von ihm ein alter, ehrwürdig aussehenver Mann auf einer Bank niedergelassen. „Was soll mir noch das Leben," fuhr der Jüngling zu reden fort, „nachdem all meine Aussicht auf Lebensfreude zu Nichte geworden? Wo soll ich AuSgeftoßener das Glück suchen? Im Kreise der Indern

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