Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 37-38 (16.9.1869)
- Date
- 1869-09-16
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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747 Stellen lassen sich zwar auch'einfach vvsn "pi by — jedoch dann nur allegorisch — commentiren, aber mit weit größeren Schwierigkeiten als dies seitms der Kabbalisten geschieht. Außerdem auch Berachot 31 d. «P rv'Jtp ns»« «Pi nn« jn« «P run mo« »jit«: ganz nach Ansicht der D'Paipv, welche »ji« dv, wo er vorkömmt, Schechmah nennen, Lodaars Orad Cap. 1 und van 's po"i. Ferner Pesachim 22 a rmi i»j nwra ioi« pyczr 'i die Spannader ist ppvv 'i zufolge zu verkaufen verboten, 'i «in pyo& 'i ohdi »«m» p pyiDtf Völlig konform einem Ausspruche des »«m» p pyov“i im Sohar jb»s«i nsjns ho« n&n tj nPp’i 's: hd« pvP. Bekanntlich aber war i'«' p DruD 'i der Schwiegervater des p iiyvl? 'i?«m» und ist daher eine Familientradition doch wohl höchst wahrscheinlich. Sanhedrin 98 a wird von »3"Vi selbst erzählt: i"i «myc« o»«p »in »i^> p yM.i» 'i 3»bmi?«3.i oPiy p »j« o«n d«vi »«ni» p pyotp nj’DP« »«? pi« w“tb) nn pi«nnvi» d«; also ebenfalls : nrD& — in«. Bedarf es wohl noch deutlicherer Beweise? Wenn nun vollends bei allen talmudischen Diseiplinen der Grundsatz gilt: p'^sv «^«raiPsa »tcns«, die Zahl der Systeme möglichst zu reduciren, indem das eine auf das andere zurückgeführt wird, weßhalb denn hier ohne triftigen Grund einen Unterschied suchen zwischen älterer und spaterer Kabbala? Ungeachtet ihres frühen Vorkommens aber, konnte und durfte die Kabbala niemals halachische d. h. gesetzliche Autorität erlangen. Beweis genug hiesür ist schon, daß Schulchan Aruch, obschon R. Joseph Karo selbst Kabbalist war, nirgendwo deren Werke behufs practischer Geltung ns^nP anführt. Im Gegentheile wird i»P»sn Pn Nr. 25 seq. mehrere Male gegen die Observanzen der Kabbalisten entschieden. Ebenso R. Salomo Luria, pEn"no, sagt Piv"i n"iv Nr. 89 (dv"i leitete feinen Stammbaum bis Rafchi) yii vPiy »ji«a wavv D'Viipn »ma«i »nm dvv »3in« pp»sn ki'inh imtn »1313) "p um d,iö »n»«i »laiD «P« :(m»ojn v«i bv p^»9ni n3»^'3 i» bw pyc# 'i n»n d«i — ni'vya yrna — O’pDism iit^nn D’^iDipn unjtf amvn nuts6 nisn d,i’jsP ioiy »«ni» p mm» 'i) imo3 nato p«i»i3i 3113 »3 n»3 \mm «P ii«pn 3ro i^«di (:mm» 'is naPn ,pyDtp i"i P3v yii nnnoaa poy *)P p«!»3»n« p Py i"3i .ui’Pyn Py u»i»i njinnnn by n» jud 1« ]»i n^yn Fast dasselbe »as oan und p"n n"ir^ 36. Auch der Rischon Meiri »i»«v.i 31 zur Mischna Megilla Z25 a. i'Dni iya» 11s» p by ioi«n nennt eine kabbalistische Auslegung dieser Mischnastelle «Tn» nyi inn" es ist dies nur die Absicht einer beachtenswerthen Minorität." Eine solche Minorität besteht zwar nicht nvd.iP, verdient aber nichtsdestoweniger Beachtung, conf. ni»iy Cap. 'n. Es ist dies der Jrrthum der s. g. ChasstdLer in Galizien, welche die Consequenzen der Kabbala, mithin einer i»n». nyi eines MinoritLts - Ausspruches .!3PiP erheben. Aden als Sectirer, aitz außerhalb des Judenthums Stehende dürfen sie dieserhalb nicht betrachtet werdm, mdmr nach Sabbat 120 d. 31 "3« n»Py ö»»V wer einer i»n» nyi, einer Minovitätsansicht gesetzliche Geltung vindiciren will, nur belehrende Zurechtweisung, nicht aber strenge Maßregeln gleich dem Sectirer verdient. Als wirkliche v'i'DN Fromme darf man aber jene Männer des vorigen Jahrhunderts betrachten, die sich in allen ihren Entscheidungen streng an die Halacha des jnPiff •piy, und nur hinsichtlich der Gebetsandacht niPsnn W)3 und Aehnlichem, an die Kabbala hielten. Nicht weniger unbegründet ist die Behauptung, es seien jene Männer der Kabbala jeder philosophischen Behandlung der Religionswahrheiten abhold gewesen. Im kabbalisten Werke n"Pr? finden wir aber für D'«iun o»d» das Nachlesen des religionsphilosophischen ni33Pn roinuon Bechai I aufs dringendste empfohlen. Eben so energisch empfiehlt der Kabbalist ii«sv ,1'iiy onao 'i R. Menachem Asarja di Fano in seiner Vorrede zu poin n^D das Lernen des grammatikalischen BibelcommentarS von p"n, der aber auch philosophische Anschauungen in demselben berücksichtigt D'p.in pi"i 103; 27 und hl : 10. Nirgends aber ist bei den classischen Kabbalisten eine Spur von Feindschaft oder Antagonismus wider die Religionsphilosophen w ahrzunehmen. Beide Systeme ergänzten sich einander: Es gab nämlich schon seit lange drei Gruppen — Parteien kann man sie nicht nennen — in der jüdischen Gelehrtenwelt. Die erste nvP.i.ii iiaPnn »D3n, die Männer des Talmuds und der Halacha, bildeten den Kern und die überwiegende Mehrzahl. Diesa hatten auch die Gesammtheit des israelitischen Volkes hinter sich. Beweise für die Wahrheiten der israeli-' tischen Religion bedurften diese nicht; denn auf sie war die Erzählung im Kusari vom Briefe des Königs von Hodu, dessen Inhalt und Schreibweise es unbezweifelt ließen, daß er vom Könige von Hodu verfaßt sein müsse, anwendbar. Ebenso stählte und stärkte sich bei ihnen in den täglichen Controversen «»ivi abptff das Bewußtsein von dem unvergleichlichen Wunderbau der göttlichen Thora und des Planvollen in derselben, so daß das Wort: Ueberzeugung hiesür zu schwach, zu unangemessen wäre. Es war ein inniges Verwebtfein mit der Thora und mit Gott, der sie gegeben. .13 «pi3i .13 11s.11 .13 11O.1 Pirke Aboth 5. Der Talmud, die Halacha, ist unser Palladium, die Oriflamme, der wir zu folgen haben. Aus der Halacha, «nnyDP, lassen sich ja auch die Prrncrpien der jüdischen Ethik, und sogar die Grundzüge einer Psychologie, Seelenlehre entwickeln!