Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 37-38 (16.9.1869)
- Date
- 1869-09-16
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
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746 ■ppy *t* ,pw sie sollen alle der Zeit der Rückkehr au- IMt Exil angehörm, und doch kann er nicht über einen v»n diesen in Wahrheit sagen, daß sie in jener Zeit Mich waren, und was die beiden letzteren betrifft, so ist eS mit Gewißheit bewiesen, daß sie dem Abraham angehören, wie es jedem unbefangenen Leser erscheinen muh, der nicht liest und die Worte durchstöbert, um Fehler zu finden. ÄnateKten, die Labbala betreffend. Von allen in jüngster Zeit auf dem Gebiete der Mischen Literatur erschienen historiographischen Werken, ist keins so speciell auf Darstellung und Beurtheilung deS Sehrsystems der Kabbala eingegangen, als das: „Geschichtswerk von Dr. Grätz." Abweichend aber von dm früheren, welche mit einer bloßen Nomenclatur kabbalistischer Autoren sich begnügen, enthält letzteres eine Reihe der schwersten Anklagen undBeschuldigungm wider alle Adepten der Kabbala. Dem auäiatur st altora xars gemäß, möchte es aber als nicht unangemeffen erscheinen, einer Vertheidigung dieser, von nicht Wenigen als prävalent geachteten Fraktion der jüdischen Gelehrtmwelt wieder daS vom curulifchen Stuhle der Geschichte auS, gegen sie gefällte Uriheil, um so mehr Raum zu geben, als die Zahl derselben keine geringe ist: Denn, wenn auch im 16. und noch im 17. Jahrhundert d. g. Z. vielleicht nur wenigere Lehrer talmudischer Hochschulm dem kabbalisten Lehrsysteme zugethan waren — wtn"nD R. Samuel Edels sagt in seiner Vorrede: nnnDP poy ub ps mit fta&Bata befassen wir uns nicht; TN' nm n"w enthält ein scharfes Epigramm wider die unreifen Schüler, die sich mit Kabbala befaßten — so zählte doch im vorigen Jahrhundert die Mehrzahl der Rabbiner und Gedolim, zu den Anhängern oder Freunden derselben. Diese trifft nun indirekt die für sie gewiß härteste aller Beschuldigungen: ihre Religionsanschauung sei eine antijüdische gewesen. Niemand aber, der diese edlen uneigennützigen Lehrer der Thora nvVd rmn ’spmo, die bei fabelhast kleinem Gehalte, ein wahres Märtyrerleben, ausgefüllt von Kasteiungen m-'3vi D’BUD führten, persönlich oder aus Familien - Traditionen kannte, wird dies auch nur im Entferntesten zugeben könnm! Es beruht aber der größte Theil jener Prämiffen ans irrthümlicher Auffaffung der Grundlehren der Kabbala. Versuchen wir es nun, näher hierauf einzugehen, und das System der contemplativen Kabbala, .id3p rwry — von einer Verteidigung der s. g. practischen Kabbala rwyD rfcsp kann freilich nicht Rede sein, da ja schon Kusary 'ypn “idkd sich genugsam dagegen ausspricht — von der Beschuldigung des unjüdischen Standpunkts zu befreien. Zuvörderst stellt der Verfasser, Theil VH Cap. 4 und in den Noten dazu, die Behauptung auf, die jetzige Kabbala sei nicht urjüdisch, sie sei neu, erst zur Zeit des una 'JD pns’ '-i Sohn des Rabad, und seines Vater — 1190 bis 1220 d. g. Z. — entstanden. Das Kriterium der Beweismittel hierfür, ist eine Stelle im Rabad N3io wo es heißt idzji vDv Diüpn Din ttmon n'33 tempn nn p'vin eine göttliche Inspiration sei im Bethamidrasch verlautbar, eine oben abgebrochene Myrthe sei unanwendbar. Hieraus wirb nun gefolgert, Rabbad fei Kabbalist gewesen u. s. f. Wenn dem aber so wäre, weßhalb schließt denn nicht die Halacha wie n"38-> sondern int Gegentheil wie pp"-> und O3"vi, wenn auch alle drei Myrthen oben abgebrochen wären, sind sie “py-p nuo? Deßhalb bemerkt auch D'-ion niBD Succa 81 das 12m pn"n ysin sei nicht wörtlicy, sondern nur 8Oiv euphemistisch, um das Sichere der Behauptung damit zu bezeichnen — zu nehmen. Mehr aber Rabad, verdiente wohl noch p"v->, Nachmanides, als Conservator deS kabbalistischen Systems betrachtet zu werden. Elias Levita ninan rp^fct "2 welcher Corrector bei der Edition des p"ai, Venedig n3t£f war, sagt in.einem beigegebenen DedicationSgedichte von pto vyv3 r6sp3, Dyn n’n, Dpt? 'di^i ]"3cn: Und diesem Fürsten auf dem Gebiete der Thora — dem p"Di — der aber dennoch in seiner Vorrede äußert: „Ich bin mir wohl bewußt, daß all mein Wiffen, sich zu der in der Thora enthaltenen Weisheit verhält, wie das Ei der Ameise zur Größe des Sonnenballs" — ihm wird doch sicherlich Niemand unjüdische Ideen supponiren wollen! Es wird hingegen das hohe Mter der Kabbala, und daß sie bis in die Zeit der Tanaim nwan 'v3ki hinaufreicht, aus vielen Talmudstellen und Agadoth wohl eher erweislich sein. Der Verfasser des fraglichen Geschichtswerks gibt (Theil III.) selbst zu, daß mehrere Tanaim eine Mystik gekannt haben mußten; jedenfalls 2'«' p orus 'i. Außer der Mischna Ende Sota 121 pn"n HP nto30 niTDn, wird von ihm Midrasch Tehillim Cap. 91 ja noch gesagt: yffirp /_i “»08 D'^Bno nop i'8' p dj-ijd V'n .-pd»d p DBO ^Bn.*"6 D'yil' J’8tP 'JBD? D'JyJ DJ'81 D'Dyß!? VliBQn. Auch von '831 p i^ni' p wird dies Chagiga 14 8. '13, '831 p pni’ Y'3 rwyn so deutlich erzählt, daß jede andere Auslegung dieser Talmudstelle als gekünstelt erscheinen muß. Ferner Succa 5 a. d^ijjd 'di und Taanith 5 ny noo bw D'pB'n'D 8138 «v ndya bv D’^n'3 8138V. Ebenso Pirke Aboth' 4 n'iVy D3L3 ri38, womit wohl andeutungsweise gesagt sein soll, daß die Alles begreifende menschliche Vernunft, n3u, Schöpfungswerk höherer Vernunft sei. Alle diese