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Der Israelit · 1869-09-16 · Heft 37-38 (16.9.1869) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 37-38 (16.9.1869)
Date
1869-09-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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728 anerkenne, und sich nur aus Mangel an Math, mannigfachen Verhältnissen Widerstand zu leisten, nicht offen zu denselben bekenne. — Diese Rede machte auf die Anwesenden einen unvergeßlichen Eindruck; die bewunderungswürdige Bescheidenheit, die diesen großen Mann nie verläßt, mischte sich in dieser Rede mit jenem edlen Selbstbewußtsein, das dem Worte Kraft und dauernden Nachdruck verleiht. — Hierauf eröffnete Horowitz die Reihe der - Vorträge, die zwei Stunden dauerten, wobei interessanter war. — Um sechs Uhr hielt Dcutfchländer eine recht warme und schön stilisirte Ansprache an den Gefeierten und überreichte demselben im Namen der anma eine neugeschriebene mm idd als Leichen der ewigen Treue der anma zu den Lehren der mm und deren großem Trägern. Redner schloß mit den passenden Worten: „Das Banner, das Sie uns vorangetragen, es war die heilige mm, als Zeichen, daß Sie es nicht umsonst gethan, nehmen Sie, großer Meister, diese mm ibd von den der mm und ihrem Vorkämpfer, Ihnen, großer Lehrer, ergebenen Schülern." — Bald darauf begab sich die Versammlung in den schön geschmückten Saal, wo das Festmahl stattsinden sollte. Hier empfing Ehrenfeld den hereintretenden Dr. H. und dessen hochverehrte Gattin mit einer schönen Ansprache, worauf mny r6sn verrichtet und das Festmahl begonnen wurde. Nun folgten Toaste auf den Gefeierten, dessen Frau Gemahlin und Familie, auf die Gemeinde und zukünftige mw Eisenstadt'S, auf das Wohl der neugegründeten Gemeinde in Berlin, auf die Verbreitung und Anerkennung der Principien, die Dr. H. vertritt und endlich auf einzelne verdienstvolle Gemeindemitglieder. Einen besonders tiefen Eindruck machten auf die strebsamen und für ihren Lehrer begeisterten onma einige Worte, mit denen die hochzuverehrende Gattin deS Gefeierten eine an sie gerichtete Ansprache erwiderte: „Erst dann, meine Herren, wird diese Feier ein schöne genannt werden können, wenn Sie alle die schönen Versprechungen und heiligen Schwüre, die sie heute gethan, werden eingelöft haben - was ich vom Herzen wünsche und voller Zuversicht hoffe'" Eine feierliche Stille trat nach diesen Worten ein, die Beweis genug dafür war, da5 die tiefempfundenen Worte in Aller Herzen drangen. — Ausgewählte, der Stimmung ganz entsprechende Psalmen wurden vom hiesigen;rn/Pollak tamy i"na, der ein :631a po1? und ein intimer Freund des Gefeierten ist, gesungen, dem Gesänge folgten mm nan und eine Rede vom Rabb, in welcher er Einiges aus seinen Iugendjahren erzählte, was sehr anspornend auf die strebsamen jungen Leuten wirkte. Nach pan ro-o folgten nur I noch einige Schlußworte von Horowitz, die mit den j im Wochenabschnitte enthaltenen Worten schlossen: j r.K P;rr waa nn« -pai puaa nn« ina 5 nyattai 'PN Wir -ina pjab D'bjj -j^y anaprr “psa mw aom, welch letzterer Vers dahin übersetzt wurde, daß selbst, wenn sich Gegner des Gefeierten aus allen Parteischattirnngen zu einem Plane gegen ihn vereinigt haben sollen, so wird es Gott geben, daß sie zersplittert und zerstreut auf verschiedenen Wegen vor ihm hinfliehen werden! Hierauf unterhielt sich Herr Dr H. noch einige Zeit mit den Versammelten in herzinnigster Weise und "erst um ein Uhr, nach Mitternacht verließ er die Versammlung, die später im gemischten Gefühle von Glückseligkeit , Schüler eines solchen Mannes zu sein, und von tiefer Wehmuth, sich nun vom selben trennen zu müssen auseinanderging. — Samstag hielt Herr Dr. H. in der Synagoge eine reichhaltige und überaus gediegene Abschiedsrede, die, wie wir hören, veröffentlicht werden wird. — Samstag überreichten der Vorstand dem Gefeierten im Namen der Gemeinde einen großartig schönen und kostbaren Silberbecher, nebst einer kurzen, in hebräischer Sprache abgefaßten und auf einer Pergamentrolle geschriebenen Denkschrift. — Montag Abends verabschiedete sich Herr Dr. H. von der Schuljugend, bei welcher die Lehrer Ansprachen hielten, und der Frau Rabbiner als Vorsteherin der Mädchenschule ein Kranz überreicht wurde. Hierauf folgte ein ana, den der Herr Rabbiner auf myiai0 'dd machte und der wieder die mm noib und einige Dnma versammelte. Dann schied der geliebte Lehrer und Führer; die ganze Gemeinde gab ihm das Geleit bis zum nächsten Dorfe. M. H. Frankreich. Paris, 15. August. Mit dem Orden der Ehrenlegion wurden folgende Israeliten decorirt: Als Commandeur: Herr Frank, Mitglied der Academie, Professor am franz. College; Als Ritter: die Herren Berliner, Michael Breal, Joseph Derenburg, vr. Ottenburg, Leopold Ruff, Seligmann u. Stern. Zu Officnren wurden ernannt: Herr Isidor, Oberrabbiner von Frankreich und Herr Samson | Levy, Rabbiner zu Mutzig (Elsaß). (Univ. Isr.) Feuilleton. Ire Brieftasche. VI. Eines wechelvollen Lebens Ende. Vier Jahre sind seit den erzählten Ereignissen vergangen. Alfred Cers hat in Neuilly, in der Nähe

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