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Der Israelit · 1869-09-01 · Heft 35 (1.9.1869) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 35 (1.9.1869)
Date
1869-09-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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685 ihm mit zwei silbernen Armleuchtern geziert wurde, verehrte er dieseSmal einen prachtvoll gearbeiteten silbernen Chanukaleuchter. Seine Begeisterung und sein lebhaftes Interesse an allem Religiösen bekundete dieser seltene Mann besonders durch den Besuch, welchen er Sabbath Nachmittag während der Unterrichtsstunden unsrer vierclassigen Religionsschule machte. Er war über die glückliche Entfaltung und Blüthe dieser segensreichen Anstalt sichtlich überrascht und erfreut r u n t i c i ch. Parts. Herr I. Derenburg wurde zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Herr Albert Cohn beabsichtigt, demnächst eine Reise nach Rumänien, Serbien, der Türkei und Palästina zu unternehmen, um den Zustand unserer Glaubensgenossen in diesen Ländern zu p.üfen und Erfahrungen zu sammeln, wie ihrer mißlichen Lage abzuhelfen sei. (Libanon.) Spanien. Madrid. Herr Silvela, der neue Minister der auswärtigen Angelegenheiten hat an alle Agenten seiner Regierung ein Circular ergehen lassen, in welchem folgende bemerkenöwerthe Stelle sich befindet: Die durch die September - Revolution geschaffene Lage hat den allgemeinen Klagen der europ. Nationen und der civilisirten Welt über die relig. Intoleranz, welche nuteic der vormaligen Regierung m unserm Lande geherrscht, vollständige Satisfaction gewährt. Ja Zukunft können alle Fremden, die in unser Land kommen werden, ohne daß der kath. Glauben darunter leiden wird, nicht allein auf den Schutz rechnen, welcher ihnen in. Folge ihrer Industrie zukömmt, sondern auch auf das Recht, Gott nach ihrem Glauben frei anbeten zu dürfen. Ans diese einzige Thatsache hin darf die spanische Regierung hoffen, die lebhaftesten Sympathien aller europäischen Staaten, die zwar hinsichtlich ihrer Institutionen verschieden, aber in dem großen Principe der religiösen Freiheit einig sind, zu erlangen." GiHraller. Am 30. Juli empfing der König von Portugal den General Ayub, Gesandte des Bey von Tunis. Der General und seine Suite wurden zur königl. Tafel geladen. Auf Befehl des Königs durfte nur solches Fleisch genommen werden, welches nach Mischen RituS zubereitet worden ist. Der Bey von Tunis hat fein«« General - Constrl iw Portugal, Herrn Isak Cardozo den ReScian Jstikhar-Orden verliehen; auch der König von Portugal hat ihn mit dem Sch«ert?rorden beehrt. P a t ä st i n a. Jerusalem. Dem „Libanon" wird geschriebene Die Griechen beabsichtigen, die Ebene in der Nähe Beth—lehems, in welcher das Grab Rachels ist, pr kaufen eine Kirche daselbst zu erbauen und da- Haus, das Sir MofeS Montefiore dort hat erbauen lasten, niederzureißen. Einer Verordnung der türk. Regierung zufolge haben die egyptische» Münzen in der Türkei keine Geltung mehr. In Jerusalem cursiren nur egyptische Kupfermünzen, von denen jede 3 Pf. werth ist. Dieselben haben nun ganz ihren Werth verloren. Ebenso haben jetzt egyptische Waaren Eingangszoll zu zahlen. Feuilleton. Die Ariestajche. m. Der Eisenbahnunfall Fünf Jahre sind verflossen, seitdem Alfred nach Paris übergestedelt ist; er ist noch immer im Geschäft bei Herrn Bernaud, und sein Einkommen hat sich um nur wenige Hundert Franken gesteigert. Es hält so schwer für einen jungen Mann, in Paris eine einträgliche Stelle zn finden, die ihm erlaubt, die Sabbatzefetze zu beobachten; fast alle großen Geschäfte und Comptoire sind dort leider am Sabbat geöffnet. Von seinem kleinem Einkommen hat Alfred redlich seine Mutter unterstützt, aber eben deßyalh bat er nur sehr, sebr wenig erübrigen können. Eines Tages nahm ihn Herr Rofsignal, in dessen Hause Alfred noch immer viel verkehrte, bei Seite und zeigte ihm ein ZeitungSblatt, indem er Alfred ersuchte, die angestrichene Stelle zu ie'en. Der junge Mann las Folgendes: „Die Angehörigen von Charles Boucherat, welcher im Jahre 1845 bei dem Eisenbahnunfalle zwischen Paris und Versailles verunglückte, werden Dinge von Interesse für sie erfahren, wenn sie sich in der Expedition dieses Blattes sud. Nr. 1000 nach der Adresse des Einsenders erkundigen und sich zu ihm bemühen." „WaS soll das bedeuten?" fragte Alfred. „„Man wird Sie", entgegnete Rofsignol, „„wenn Sie nach der Adresse fragen, zu mir senden? " „Ader, ich begreife nicht . . . ." „ „Hören Sie, mein junger Freund, ich will offen mit Ihnen reden. Ich habe Sie in den fünf Jahren Ihres Hierseins achten und schätzen gelernt. Ich weiß, daß Sie meine Tochter gern sehen, und ich härte nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie mein Schwiegersohn , werden würden. Allein ich bin arm und Sie sind arm» was sollte daraus werden?"" „Herr Rofsignol . . .

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