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Der Israelit · 1869-08-25 · Heft 34 (25.8.1869) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 34 (25.8.1869)
Date
1869-08-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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itt DiMkte ein geteilt werden, deren jeder einen Kvsnffär hüben wird. Zu solchen Commiffären sind un- E Anderem ernannt worden: Martin Schweiger str das Pesiher Comitat, vr. Josef L i g e t i für die Comitate Stuhlweißenburg und Beßprim, Ignaz Schreiber für die Comitate Raab, Komorn, und Gran, Alexander Leopold für das Tolnaer und die angrenzenden Comitate, vr. Elias Hofmeister für das Bacser und die angrenzenden Comitate, Bu n zl für Preßburg und Wiesenburg. &,«*{>#»£. DaS am 9. Juli in Krakau stattgefundene Begräbnitz des polnischen Königs Kasimir des Großen hat bei vielen Glaubensgenossen den Gedanken erweckt, das Andenken des ausgezeichneten Fürsten, der für die Juden so viel Gutes gethan auf eine Neidende Weise zu ehren. Einige junge Leute traten wirklich unter Leitung des Lemberger Vorstehers, Hr. vr. Hönigsmann zusammen und beschlossen, ein Mo- Nüment für diesen König in Lemberg zu errichten. Zn einer zu diesem Zwecke veranstalteten Versammlung trat Herr vr. Mansch, als Vertreter des daselbst bestehenden Vereins iöw, hiergegen auf, indem er hervorhob, daß König Kasimir in der Errichtung einer Wohlthatigkeitsanftalt, die seinen Namen trägt, an sich mehr geehrt werde, außerdem sei ein weiterer Grund gegen dieses Project die jüdische Religion; soweit die Geschichte reicht, fei kein Fall bekannt, daß die Juden einen Menschen durch Errichtung eines Monuments geehrt hätten. Der Beredsamkeit des Herrn Vr. Mansch gelang es denn auch, daß man auf seinen Plan einging. Was für eine Stiftung zu gründen sei, wurde einer spätern Versammlung überlassen. Frankreich. Paris. Herr vr. Germain See, Mitglied des Central * ConsistoriumS, wurde mit großer Majorität züm Mitglied der Akademie der Medicin ernannt. Der Bau des jüdischen Tempels mußte schon zum zweitenmale wegen Mangel an Geld, welches die Stadt Paris hierzu zu geben hat, unterbrochen werden. (Univ. Isr.) Palästina. Jerusalem. Sir Moses Montefiore läßt auf seinem dahier schon längst erworbenen Grundstücke, woselbst er bereits 20 Häuser hat errichten lassen, noch mehrere Häuser erbauen. Auch das Comitö für die Erbauung von Pilgrrwohnungen hat durch Herrn Hirsch in Halberstadt 4500 Thlr. geschickt, ebenso gingen von Amerika '000 Dollar zu ähnlichem Zweck ein. Jerusalem. In jüngster Zeit wurden dahier viele Diebstühle vermitrelst Einbruch während der Nachtzeit auSgesührt und hatte eS die Räuberbande besonders auf die Jaden abgesehen. Seitdem aber zahlreiche Militärpatrouille, de« NachtS die Straßen passirm, sind die Räuber wieder verschwanden. Dm Weg von hier nach Jaffa (13 Stunden) kann man jetzt per Post in G1/* Stunden zurücklegen; die Fahrt kostet per Person i/y türkische Lira — 1 Ducaten. , Moses Sachs. Jerusalem. Wie verlautet, hat die türkische Regierung das Anerbieten der durch ihre Wohlthätigkeit bekannten Miß Coutts, die Wafferwerke von Jerusalem auf eigene Kosten wieder in Stand zu setzm, abgelehnt, indessen ihre Absicht kundgegeben, die Arbeit selber in die Hand zu nehmen. Amerika. Ntew-Vork. Welcher Mittel sich dieMisstonsgesellschaft in New-Aork bedient, möge man aus folgendem Falle, den wir dem „Chicago Universe" entnehmen, ersehen: Bei der jüngsten Versammlung der Methodistenprediger in New-Aork fragte der Präsident, ob einer der Herren seit Juli 1868 einen Juden getauft hätte. Da trat ein Herr Corbett auf und berichtete, daß er eine ganze jüdische Familie zum Christmthum bekehrt habe; zuerst habe sich die Frau taufen lassen, und diese sei dann mehrmals Verfolgungen von Seiten ihres Mannes ansgesetzt gewesen. Der Dekan der Kirche sei hierauf einigemal zu dem Mann gegangen, um ihn zu beruhigen, später habe er ihm gesagt, daß. wenn er nicht ruhig wäre, er ihn dann „prügeln" werde, übrigens, wenn er Kohlen nöthig habe, solle er nur zur Kirche kommen', und hier werde er solche bekommen, wenn er sich taufen lasse. Und in der That geschah dies bald darauf. Uebrigens, fuhr der genannte Prediger fort, müsse er oft Gewalt gebrauchen, um den Juden die Aposteln aufzudrängen. Aktchmond. Unser Glaubensgenosse, Herr Wilhelm Löwenstein, wurde von der Stadt Richmond als Deputirtcr in die Kammer des Staates Virginia gewählt. In diesem Staate wurde noch niemals einem Juden ein solches Vertrauensamt übertragen. II ta$. Dem „Jew. Mess." wirb aus dieser Stadt, die ganz im Westen Amerikas liegt, Folgendes geschrieben: In hiesiger Stadt und der Umgegend wohnen bekanntlich die „Mormonen." Gewiß ist es für Ihre Leser von Interesse zu erfahren, daß auch in dieser entfernten Gegend Juden wohnen. Bis zum Jahre 1864 waren erst drei Juden hier, aber schon im Jahre 1865 war deren Zahl auf 50, meistens nnverheirathete Männer angewachsen. Zu den hohen Festen des verflossenen Jahres vereinigten sie sich zu einer Gemeinde, kauften sich eine min -iao und einen 'new und sendeten eine Deputation an den Hohenprie-

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