Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 33 (18.8.1869)
- Date
- 1869-08-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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€44 vergeblich hatte sie vor 20 Jahren sie nicht zu verlassen, sie und cyx .. - « v f vnnr pitt Zfm seuun, sie nicht zu v», ,te un° ihr einjSbrige« K>nd. Beni°m,n 6«’ »«* "" armer Händler gewesen in Bischheim im Elsaß und nanu , nicht« sein eigen -l« da« Hänächen, a ftme - -- -- und desien Lrmlrche Emdie Seinen redlich Frau noch heute bewohnte Achtung. Er hatte sich und die Semen redlich ernährt. Da kam ein ehemaliger Schulkamerad Benjamins aus Amerika zurück, um seme hocybetagten El^ tern zu besuchen. Dieser, Wolf Petit hreß er, war in Neu-Orleans rasch zu Vermögen gekommen. Er erzählte, wie leicht man in Amerika reich «erden könne, und veranlagte seinen alten Fremrd, mit ihm dorthin zu gehen. Benjamin reiste mit ihm, Andte auch bald Briefe voll freudiger Hoffnungen und nach sandte auch vawrvriese «vu , (Selb Die Briese und die Geldsendungen wiederholten sich von Reit zu Zeit; die Briese wurden immer ftoy-!ch°r, d!?G°>dstudungm immer reichlicher Brnjannn hatte sich mit seinem Freunde Wols assvcnrt, da« Geschäft Sohne trennen. Sie bat und beschwor ihn, in Straß bürg zu bleiben, von wo aus er zu jedem Sabba nach Bischheim gekommen war. Mit schwerem Herzet widerstand Alfred den Bitten seiner Mutter; er sah die Notwendigkeit ein, mehr zu erwerben, um seine Mutter vor Mangel zu schützen. Als Frau Cerf merkte, daß ihr Sohn fest bei seinem Entschlüsse beharrte, drang sie nicht weiter in ihn, sondern bereitete Alles zu seiner Abreise nach der Hauptstadt Frankreichs vor. Namentlich ließ sie es an guten, mütterlichen Rathschlägen und Ermahnuw gen nicht fehlen. „Mein geliebter Alfred," sprach sie, „Dn bist stetsDerzen t ein gutes Kind gewesen; halte ferner fest an Tugend und Redlichkeit;' lasse Dich nicht verführen in der großen Stadt; befolge immer die Vorschriften unserer heiligen Religion, so wird Gott Dir beistehen. Ach, ich habe mir erzählen lassen, daß^so Viele unserer ging gut, er fing an, sich Vermögen zu ersparen und nichts würde zu seinem Glucke fehlen, jchneb er wenn nickt die Abwesenheit von Frau und Kind chn mit Wehmuth und sieter Sehnsucht erfüllte. So verainaen fünf Jahre; da herrschte Freude und ^nbel tu/ t/wvc «ni s- -..' ' Glaubensgenossen in Paris den Sabbats entweihen. O, thue das niemals, mein Kind, und solltest Du, Gott behüte, Roth leiden müssen deßwegen! Gott wird Dich nicht verlassen, wenn Du Seinen heiligen Geboten treu bleibst." ....Sorge nicht deßhalb, meine Mutter,"" en nere Alfred,' „„Du weißt, wie überzeugungstr bin und wie ich in religiöser Beziehung denke.li' - . die amgen .. . ...... ., - —. angekommen von New-Orleans mit der freudigen Nachricht, daß Benjamin sein Geschäft dort aufgegeben habe und, im Besitze eines beträcktlücken NeL zu den Sei rä Da echt für mgewan on glei, ,rvßer a' enemmei baldigst zurückkehren würde. Schon Wsechsjährige Alfred die Tage und die Stunden, die noch bis zur Rückkehr seines Vaters verfließen würden. Aber dieses freudige Ereigniß sollte niemals eintreten; Benjamin kehrte nie zu den Seinen zurück. Die Erkundigungen, welche im Aufträge der Frau Cerf der Rabbiner von Bischheim einzog, ergaben, daß Benjamin von New-Orleans auf dem Dampfbvvte „la Favorite“ abgereist, daß dieses glücklich in Havre gelandet, daß Benjamin hier das Schiff verlassen und sich nach Paris begeben habe. Von da aus verlor sich jede Spur. Benjamin Cerf blieb verschwunden. Glücklicherweise hatte Frau Cerf mit den Geldsendungen ihres Mannes sparsam hausgehalten, so daß ihr noch ein nicht ganz unbedeutendes Sümmchen blieb, gerade genug, um sie solange vor Mangel zu schützen, bis ihr Söhnchen herangewachsen sein würde. Alfred war ein intelligentes schönes Kind, das seine größte Freude in dem Glücke seiner Mutter fand. Er wuchs heran und rechtfertigte die Hoffnungen, die Frau Cerf auf ihn setzte. Seit einigen Jahren lebte Alfred in Straßburg, wo er die Handlung erlernt hatte. Jetzt war ihm eine Stelle in Paris angeboten; aber seine Mutter konnte sich nicht von ihrem einzigen weiß es7 mein groß Der Ausflüchte und falschen-Entschuld,am r, gen Me« so viele. Gib mir die Hand bar<n* mmi&tfn, daß Du nicht verbotene Speisen genieße-.., daß Dn rein und keusch zu mir zurückkehren wirft." om 5lier lv tl’e’ne Hand; ich verspreche Dir das Alles heilig und theuer!"" Da ergriff die fromme Mutter des Sobnes Hand und benetzte sie Wit ihren Thränen. Der gute Sohn aber zog die Hand der weinenden Mutter an seine Lippen und bedeckte sie mit Küssen. Einige Tage nachher begleitete Frau Cerf ihren ^hn nach Straßburg an den chemin de fer de Conducteur mahnte zum Einsteigen, als «ttsred sich nicht losreißen konnte aus den Armen der laut weinenden Mutter. Endlich sprang der junge Cerf in den Wagen; der Schlag flog zu, die Locomotive pfiff, und fort rollte der Zug, der Hauptstadt zu. Hinter chm her aber ging noch eine Strecke weit eine weinende Mutter, die Worte flüsternd: , „ S®* ^gne Dich der Herr und behüte Dich, eö lasse Drr der Herr sein Antlitz leuchten und sei Dir gnädig, es wende der Herr sein Antlitz Dir zu und schenke Dir Frieden." (Fortsetzung folgt.) en wird en, die wtz ihre nter sich htrebte < tten, tu fif} muß gemtsse. 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