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Der Israelit · 1869-08-18 · Heft 33 (18.8.1869) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 33 (18.8.1869)
Date
1869-08-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
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642 Lahm. Das erbitterte den Schwiegersohn des Herrn A, der auch am Tische saß; dieser rief seinem Schwiegervater A. zu: Was willst du von diesemdummen In den jungen, laß ihn laufen. Diese Worte hatten beinahe zur Folge, daß eine Schlägerei entstanden wäre, wenn nicht einige besonnene Personen die erhitzten Gemüther beruhigt hätten. Charakteristisch bleibt es immer, wenn ein fromm sein wollender Jude seine Glaubensgenossen „dummer Juden junge" schimpft. Wenn wir auch derartige Gebrechen in Israel vielfach erblicken, so freuen wir uns, dennoch berichten zu können, daß cö noch eine Eigenschaft besitzt, wodurch es sich als das echte Volk Israel auszeichnet. Es ist dieses E'iON mv'Oj. Herr G. I. aus Belgard, der gegenwärtig auch Bade Colberg weilte, gibt sich Mühe, für unsere Glücklichen Glaubensgenossen inRußland zu sammeln, ihm bereits gelungen, die Summe von circa 100 zusammenzubringen. Gott belohne ihn und die ^afür. Trotz dcs leider so großen Jndifferendie jüdische Religion zeichnet sich doch;te Theil der Juden als D'jom 'ja aus. "PT p. in Weftphalen. Unsere jüdische Nach- ' aus feierte am icm nattf a->y das diesen indlichkeit Lt und Anklagemomenten Etwas, rc? Benjamins und Iabesch - Gileadö . — nach Menschenart — sie eher gegen ür den Plan unseres Verfassers einzunehmen get war, so hat dieser doch andererseits mit großem ficke dafür gesorgt, daß seine Stacheln nicht zu nndrangen oder gar unheilbar verwundeten. Der asser erzählte doch am Ende nur Geschichte; ihm man nichts zur Last legen; nur die Zeit, die nme, in welcher die Schrift zur Veröffentlichung -nt, gibt ihr empfindliche Bedeutung! Wen kann .also mit Fug und Recht anklagen?— Der Perser thut aber noch ein Uebriges! Er er- ,nt rühmend die Schieß- und Kampffertigkeit Benins (20, 15, 16), bespricht ausführlich seine mehrten Siege (das. 17 ff.) und läßt das Gott beagende Israel Benjamin immer seinen > rüder" nennen. (Das. 23, 28.) Es ist dies .les gleichsam einPslaster auf dieWunde, .» Benjamin etwa durch die Veröffentlichung des ibeanischen Ereignisses empfängt." Wir haben Herrn Dr. Güdemann im Vorstehen- M selbst reden lassen und seine eigenen Worte mit emlicher Ausführlichkeit wiedergegeben. Sind wir r unserm Urtheile zu streng, wenn wir diese Beh andang des Gotteswortes eine ebenso oberflächliche wie civole nennen? Ueber Tendenz und Abfassungszeit der in Rede Gehenden zwei Capitel des Buches der Richter sprechen schon unsere heiligen Quellen, die Herr vr. G. vollständig ignorirt, denn Ewald und Bertheau, die er sie nicht als ihr zugehörig anerkennt, obgleich ihr deren Führung von der Regierung aufgetragen wurde. Dem israel. Vater steht der Rekurs an das k. k. Ministerium des Innern offen; dem Magistrat wurde jedoch aufgetragen, als politische Behörde erster Instanz für die Konstatirung und Evidenzhaltung der Geburt des genannten Kindes in anderer Weise Sorge zu tragen, wenn die Entscheidung der Statthalterei in Rechtskraft erwachsen sein wird. Der Bürgermeister hat sich aus Anlaß dieses Falles an das hohe k. k. Ministerium des Innern um die principielle Entscheidung gewendet, in welcher Weise oder in welcher Matrikel der Name dieses Kindes in Evi:enz gehalten werden soll. Wien. Der jüngst dahier verstorbene Franz Fein, ein unverheiratheter Mann von 60 Jahren, welcher, wie wir berichtet haben, dem zu erbauenden isr. Spitale 30,000 fl. geschenkt, hat außerdem noch folgende Vermächtnisse hinterlaffen: zur jährlichen Vertheilung an seinem Sterbetage im Tempel der Leopoldstadt 1000 fl.; dem Kloster der Barmherzigen Brüder in Wien zur Errichtung eines neuen Krankenbettes 3000 fl.; an verschiedene Krippen je 100 fl., zur Errichtung eines Kinderbettes, zusammmen 300 fl., an das allgemeine Krankenhaus " den - Institut SCßegl f on ._ dieser Sache (daß nämlich das Götzenbild Mischah unbehelligt blieb) wurden die Männer, die, um da! Kebsweib zu Gibeah zu rächen, Krieg führten, straft; es sagte zu ihnen der Heilige, gelobt sei Er Die Entweihung Meiner Ehre ließ euch unbekümmert während ihr die verletzte Menschenehre rächtet?" Daß das Götzenbild des Michah von einem Stamme Israels angebetet wurde, das beunruhigte Niemanden; als aber das Kebsweib zu Gibeah in schändlichster Weise ermordet wurde, da versammelte sich Israel wie ein Mann, um diesen Mord zu rächen; allein der offenbar im Unrechte sich befindende Stamm Benjamin blieb Anfangs Sieger, weil feine Gegner nicht mit derselben Energie gegen die götzendienerischen Familien verfahren, sie vielmehr in ihrer Mitte duldeten. Das ist, wenn von einer bestimmten, uns deutlich erkennbaren Tendenz hier überhaupt die Rede sein kann, die Tendenz der besprochenen Erzählung. Wir empfehlen Herrn vr. Güdemann, die Einleitung zum Buche der Richter von Rabbi Hirsch Spitz (Offenbach 5565) zu lesen; dort heißt es: „Der Hauptinhalt dieses Buches sind verschiedene Erzählungen, doch nicht nach Art gewöhnlicher Geschichtschreiber, die hinzufügen und wegnehmen nach ihrem Sinne, um Diesem freundliche und Jenem feindliche Tendenz zu zeigen, nicht also ist der Antheil Jakobs." > Und ferner:

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