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Der Israelit · 1869-08-18 · Heft 33 (18.8.1869) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 33 (18.8.1869)
Date
1869-08-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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689 eine solche politische Flugschrift seien, die rin Anhänger Davids diesem zu Liebe versaßt habe zu jener Zeit, da David erst König des Stammes Inda war und der Stamm Benjamin zögerte, David als König anzuerkennen. Er sagt: „Da unternahm es denn, wie mir scheint, ein Freund Davids, vielleicht ein Prophetenjünger aus der Schule Samueis, den das Zerwürfniß und feine Folgen für das eben erst zu innerer Ruhe und Festigkeit gediegene Reich mit schwerer Bekümmerniß erfüllte, auf schriftstellerischem Wege, so zu sagen in Form einer Flugschrift, den Stamm Benjamin zurechtzuweisen und ihm klar zu machen, wie grade er allen Grund habe, die kaum erst begründete königliche Herrschaft nicht durch Sonderbestrebungen wiederum in Frage zu stellen, sondern sie vielmehr in den Händen Dessen, dem sie ja doch nun einmal von einem Hauptstamme zuerkannt sei und auch nach Verdienst gebühre, zu sichern. Das ist die Grundtendenz unserer Schrift, die der Verfasser auf keine andere Weise so gut zur Ausführung bringen konnte." Citiren wir nun noch eine Stelle: tLiegt^WMMMMM^Mt^zu verkennen ist) in Emwiederbolt citirt, scheinen ihm „wissenschaftlicher" zu sein als Talmud und Midrasch. Was die Abfassungszeit betrifft, so wird im bab. Talmud Tractat Baba Bathra k. 14b. Samuel, der Prophet Samuel als Verfasser oder vielmehr als Niederschreiber des Buches der Richter genannt. Wir meinen, das sei deutlich und überhebt uns jeder Frage und Untersuchung. Es ist auch nicht der leiseste Zweifel denkbar, warum Samuel die zwei letzten Capitel nicht geschrieben haben soll. Auch über die Tendenz der in Rede stehenden zwei Capitel spricht sich der Talmud (Sanhedrin 103 b.) klar und deutlich aus. Die eigentlich historische Erzählung von den Richtern nämlich schließt mit dem Tode Simsons, also mit dem 17. Capitel. Sein Nachfolger, der Hohepriester Eli, wird erst im Anfänge des ersten Buches Samuels^ erwähnt. Das 17., 18. u. 19. Capitel sind der zählung von dem Götzenbilde des Michah gkwidr ein Ereigniß, das seiner schweren Folgewichtigkeit^ gen hier angeknüpft wurde, wiewohl es der Zeit nicht hierher gehört. Unmittelbar darauf sich die Erzählung vom Kebsweibe zu Gibeo^ sagen unsere Weisen am angeführten Orte; n"ap*n ne« »nyaa vrba witt :vo\ nnmviunvu Synagoge, iöbd hatte eine schreckliche Feueröbrunst keine ganze Stadt nebst der Synagoge in Asche und die äußerste Thatkraft der Gemeinde mußte ktrengt werden, den Neubau zu ermöglichen. Als ict religiöser Toleranz verdient verzeichnet zu wer- ^daß die christlichen Einwohner der Stadt und Umid durch reichliche Beiträge den Bau unterstützten unter einer großen Anzahl derselben auch die hm der städtischen Behörden sich an der gottes-!stlichen Feier betheiligten. Die jüdischen Gemeinde zu Ahaus gehört n"a zu denjenigen, bei welchen ein Commisssonär für neuesten Leipziger Synode-Artikel schlechte Geschäfte kchen würde. L. Cohen, Lehrer. O österreichischer Kaiserstaal. Wien. Wir haben vor Kurzem mitgetheilt, daß die Israel. Cultusgemeinde gegen die Entscheidung des Magistrats, nach welcher die bei der Cultusge- .meinde bestellte Seelsorge den ehelichen Sohn eines ^Israeliten ohne vorhergegangene Veschneibung des Kindes in die Geburtsmatrikel der israelitischen Cultusjememde eintragen sollte, den Rekurs an. "e Stattergriffen habe. Die Statthaltere, yat auch die betreffende Entscheidung des Magistrats und dagegen erkannt, daß die Seelsorge jsgemeinde nicht verpflichtet ist, die Namen er in die Geburtsmatrikel einzutragen, welche dem Kloster der Barmherzigen 'fl.; dem Taubstummen-Jnstitute 200 fl.; für austretende Kranke im Iudenspital 300 fl.; für die „Chebrah Kadischa" (Nächstenliebe-Verein) 200 fl.; für die „Chebra Maßkil ei Dol" (Unterstützungs- Verein) 500 fl.; für den jüdischen Armenverein 200 fl.; für den jüdischen Frauenverein 200 fl.; für die jüdische Kinderbewahranstalt 200 fl.; für den jüdischen Handwerker-Verein 200 fl., für das hiesige jüdische Waisenhaus 300 fl.; zur Vertheilung an Arme beim Leichenbegängnisse 800 fl.; dem israel. Spitale in Karlsbad zur Errichtung eines Bettes J000 fl.; dem israel. Tempel in Karlsbad 200 fl. Lembeck), 27. Juli. Die „Gazetta Narodowa" meldet Folgendes: „Gestern gegen 5 Uhr Abends kam es am „Krakoskie" zwischen den diesen Stadttheil bewohnenden Juden und einigen Soldaten zu einer abscheulichen Schlägerei. Die Veranlassung gab ein betrunkener Artillerist, dem es beliebte, mit entblößter Waffe die auf dem Platze spielenden Kinder zu schrecken. Die Eltern der attaqnirten Kinder ermahnten Anfangs den Betrunkenen, die Waffe zu entfernen. Als er aber dazu nicht zu bewegen war, versuchte die Menge, demselben die Waffe mit Gewalt zu entreißen. Auf das Geschrei des Bktrimkenen .kamen aus der nahen Kaserne eine Anzahl Soldaten dem Bedrängten zu Hilfe, und es entmann sich ein vollkommener Kampf. Die Soldaten hieben mit Säbeln und Bajonnetten drein und verwundeten mehrere Personen. Die Juden vertheidigten sich, indem sie den Angreifern ^inen Steinregen entgegensendeten. Den Patrouillen, welche her-

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