Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 31 (4.8.1869)
- Date
- 1869-08-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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402 v. Rothschild, Gustav Adolph Schuster, tn Anerkennung feinet ersprießlichen Dienste im öffentlichen Interesse Aen goldenen Verdienstorden Mit der Krone altergnädigst zu verleihen geruht. Prqg. Die Prager iyraelit. Kultus gemeinde- MprLtzntanz hat beschlossen, oen Direktor des Breslauer Rabbiner-Seminars, Herrn Vr. Zacharias Frankl, auf den Oberrabbinerpösten zu berufen. Wie der „Tagesbote" erfährt, soll Herr Vr. Frankl 'geneigt sän, diesem Rufe nach seiner Vaterstadt Folge 'zu leisten. Klausenburg. Das in Klausenburg erscheinende Blatt „Magyar Polgar" erzählt, Bischof Fotz arassy habe anläßlich des Uebenritteö von Sabbatariern zumIudenthum vom Cultusminister dieDurch- Mrung der alten Gesetzbestimmung verlangt, der zufolge die Sabbatarier ihres Vermögens beraubt (!) und perbrannt (!!) werden sollten!!! Minister Eötvös habe angdordnet, daß der betreffende Paragraph den Uebergetretenen vorgelesen, aber keine Zwangsmaßregeln angewendet werden sollen. Also wird aus Pesth tele- -raphirt. Frankreich. IkenneS. Herr Emil WormS, Professor der Rechte an der Facultät zu Rennes wurde vom Unterrichts- und Handelsminister als Delegirter ernannt zum internationalen statistischen Congreß, welches nächsten September in Haag stattfinden wird. Donau fürste nt hümer. Bukarest. Das hiesige Cornitö der All. Jsr. hat von sechs Israeliten aus Da co folgendes Schreiben erhalten: „Samstag den 19. Juni kam des Morgens der Unterpräfekt nach Hoch e, welches nahe der ungarischen Grenze liegt und verjagte daselbst die israel. Männer, Frauen und'Kinder und dies so schnell, daß ste sich nicht einmal Nahrungsmittel mitnehmen konnten. Die Wächter verfolgten sie bis nach Moinesti, woselbst sie des Abends ganz ermattet und erckubet ankamen. Unterwegs hatte man den Pächter Jsak Nachmann, nachdem ihm der Bart abgeschnüten worden, in den Fluß Tortuche geworfen. Um Regen zu erhalten, hatte der Bürgermeister gesagt, ist es gut einen Juden ins Wasser zu werfen, und solche »Heiden" und „Juden" haben kein Recht, einen Bart zu tragen. „Bis wie lange wollen Sie schweigen? Erheben Sie Ihre Stimme und zeigen Sie Europa unsere Leiden an. Im Namen von 1000 Familien, im Distrikte Bacq." P «I ä st i na. Laut von Seiten der seit Jahren als höchst rechtschaffen und zuverlässig bekannten Vorsteher der aschkenaflschen Gemeinde zu Z e f a t eingegangenen Berichte hat ein Einwohner dieser Stadt, mit Namen Abraham Bär Cohn, von einigen Anhängern unterstützt, Briefe mit falschen Unterschriften angefertigt und führt sie, mit einem ebenfalls unechten Gemeindestempel versehen, ans seinen Reisen bei sich; der Zweck geht dahin , Gelder einzusammeln und Gaben in - Empfang zu nehmen, die angeblich zur Errichtung eines Hospitals nebst Apotheke verwendet werden sollen. Als dessen Vergehen ruchbar wurde, wollten die Vorsteher ihn zur Rechenschaft ziehen, und ihm die mit gefälschten Unterschriften bedeckten Schriftstücke abnehmen — aber der Anfertiger derselben muß Kenntniß von diesem Vorhaben erlangt haben, und war über Nacht verschwunden. Nach Obigem ist es wohl überflüssig, das Publikum vor diesem sich Rabbiner nennenden angeblichen Sendboten zu warnen und dasselbe auf das Verdienstliche aufmerksam zu machen, seinem oben erwähnten Vorhaben in jeder Weise entgegen zu arbeiten und dadurch die Armen des heiligen Landes vor Nachtheil und Schaden zu schützen. A m e r i ka. Ehiyöstv. Die „Chicago Times" macht fich über die Missionäre, die in Chicago die Juden bekehren möchten, in folgender Weise lustig! „Die armen Juden dieser Stadt sind in der That zu, beklagen, sie haben in ihrer Mitte weder Armen noch Bettler, man sieht sie nie oder nur selten;r ste^. sind mäßiger, thätiger und intelligenter als die meisten der übrigen Einwohner. Die traurige Lage der Kinder Abrahams hat einige eifrige Seelen lebhaft gerührt und sie haben große Anstrengungen gemacht um sic zu bcffcrn. — „ Die zwei Missionäre, die seil zwei Monaten diesen Versuch unternommen, haben bis heute kein Resultat erlangt als die Hoffnung auf die Zukunft. Dieses Resultat wurde jüngst in der Süd-Kirche dem Publikum von denselben mitgetheilt." F e u i I I e t p n. Aas «Ficht der Diaspora. XYI. Die Vergeltung. Als die Strickleiter vollendet war, ließ ste der Rabbi * hinab und hieß fein treues Weib, an der-