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Der Israelit · 1869-06-30 · Heft 26 (30.6.1869) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 26 (30.6.1869)
Date
1869-06-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
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518 versöhnenden Altars entbehren und daher des größten Hebels ermangeln, um uns über das Gemeine und Sinnliche zu erheben: so haben unsere Weisen als Surrogat des Altars uns unser» Tisch angewiesen, um an diesem während deS Speisegenusses zu beweisen, daß der Israelit durch Mäßigkeit und Enthaltsamkeit, wie durch die Bethätigung des göttlichen Willens sich über die niedrige Erdenwelt, als ein himmlisches', mit dem Ebenbilde Gottes versehenes Geschöpf, zu erheben vermag. Ties ist daher ihr Wort: ttnpon rra# pp 15DO 218 bv »nVff l’BOJ/ D18 b)) rDtD 2"p rty. Solange der Tempel stand, hat der Altar Gottes des Menschen Versöhnung vermittelt, doch jetzt muß der Tisch eines jeden diese Versöhnung befördern" (Chag. Schluß). Denn da die Sinnlichkeit die erste und eigentlichste Quelle der Sünde ist, so soll sie gerade eben deßhalb durch deren Bekämpfung uns zu Gott, dem reingeistigsten aller Wesen, hinaufsühren. Doch eben deßhalb darf das Salz auf des Israeliten Tisch nicht fehlen. Gerade dort muß es stets seinen Ehrenplatz als Sinnbild behaupten, 2) um durch dasselbe an unser opferfähiges Lebenl, an die Sünde gemahnt zu werden, die uns leicht durch Uebertretung der Speisegesetze und der damit verbundenen Enthaltsamkeitsgebote auö dem Bereiche alles Göttlichen und Hohen, zu dem wir berufen sind, vertreiben könnte. — So wurde gewiß auch die Frau des Loth (1. B. M. 19, 27.) als Denkmahl der Sünde, zu einer Salzsäule (ndQ 2'Li) an ihre Stelle gebannt, weil sie doch gleichfalls zu dem Sündengeschlechte der Sodomiten gehörte 3), wie die dortige Gegend, nach der Beschreibung glaubwürdiger Reisenden, noch heutigen Tages gleichsam als Warnungszeichen der unter dem Fluche ruhenden Sünde, wie mit einer Salzkruste umlagert, zum Zeugniß für alle Geschlechter, die Sünderstätte kennzeichnet. Endlich noch ein Beispiel über meine muthmaßlich versuchte Erklärung üder die Bedeutung des in dem Pentateuch vorkommenden, gewiß nur sinnbildlich aufzufassenden Wortes „Salz." Nachdem Gott nach der kaum gestillten Verschwörung unter Anführung deö von der Erde verschlungenen Korach durch den in der Stiftshütte aufgestellten blühenden Mandelstab aller Welt zu erkennen gegeben hat, daß Aron und kein anderer aus dem Volke zum Hohenpriester von ihm erkoren worden: so erging (4. B. Mos. 18) eine doppelte Anrede Gottes an diesen, nun allgemein 2) S.;u Orach Cap. 167, 5nbn;rbs br p’srb r-’fn mmi ~w~ [nbr? ’3 nia's 571p. 3) Wenn auch nach dem Midr. Br. Rab. Cap. 51 ihr diese Strafe vindicirt wird, nb»:s rfarc, weil sie in derselben Nacht durch Salz ihren sodomitrschen Character zu erkennen gegeben hat, so beruht dies einerseits auf riir, gestützt darauf, daß Gott bestraft rm 73» or», anderseits kann ja sebst diese Stelle nb»j pfwnr auch dahin interpretirt werden, daß sie ganz von dkc Sünde befangen rrrrd eingenommen war. anerkannten und eingesetzten Priester. In der ersten wurden ihm und seinen Kindern die strengen Pflichten und Obliegenheiten dringend an» Herz gelegt, stet» als Vermittler und Versöhner des Volkes aufzutreten, um ihn einerseits an seinen schweren und heiligen Beruf ernst zu mahnen, anderseits aber auch dem Neide und der Mißgunst der Menge zu entziehen. In der zweiten werden ihm und seinen Söhnen für den schweren Dienst ihre Einkünfte und Emolumente ausgerechnet, die in gewissen, von dem Volke zu entrichtenden Abgaben und Zehnten bestehen sollten, durch welche sie in eine gewisie Abhängigkeit vom Volke kamen, um sie gleichfalls auch hierdurch als nicht zu beneidende Personen darzustellen. Diese ganze Anrede schließt dann mit einem eingegangen Vertrag und Bündnisse in den Worten: pr& ... .Qwipn mann bi ton D^iy n’po nna ot>iy. „Alle Heben und Heiligthümer — sollen Dir und Deine Nachkommen sein zum ewigen Gesetze als ein ewiger Bund des Salzes vor dem Ewigen." Mil andern Worten: Das was Du als Priester in Deinem Amte zu leisten Haft, und was das Volk Dir dafür zu spenden hat, soll aber stets an diese Schreckensscenen der sündhaften Empörung KorachS und seiner Rotte erinnern, weßhalb dieses Bündniß ein r6a nna genannt wird, um ähnlichen sündhaften, gotteslästerlichen Auftritten vorzubeugen. — (Fortsetzung folgt.) auS < zeitungsnachrichte» und Eorrefporrdenzen. Deutschland. Aus Württemberg. (Ungern verspätet.) Laut Privatnachrichten soll auf die von Lehrer L ö w e nstein in Heilbronn verfaßte und vom Lehrerausschuß Unterzeichnete Vorstellung bei dem Cultusministerium dieses sich entschlossen haben, einen Lehrer und Vorsänger ex officio zur Delegirten-Commisston einzuberufen, um die Interessen dieses Standes zu vertreten, die in dem Entwürfe, im Gegensatz zu den Rabbinen, deren Stand darin wohl bedacht ist, gar zu stiefmütterlich hintenangesetzt worden sind. Die isr. Oberkirchenbehörde habe hiezu den Lehrer und Vorsänger Mainhardt in Hochberg in Vorschlag gebracht. Außerdem werden noch mehrere Delegirten nachzuweisen wissen, daß das Wohl der Gemeinde und das des Lehrers identisch und unzertrennlich ist. Für Stuttgart, Laupheim und Jebenhaus e n sind auf Sonntag den 20. Juni d. I. Neuwahlen ungeordnet und verfügt worden, daß dieselben ohne Rücksicht auf die abgegebene Stimmenzahl gültig sein werden. Man hofft, es werde Rechtsanwalt Perlen aus Eßlingen für Stuttgart, Dr. jur. Lebrecht aus schon nach 1 lung tritt t len di der t Congr t 23 ha gegebe verehr Dr. L von bi Obschl lich gc hiermi, dieses wir ni dem g< glaubt« Mann dat dei der „6 gen be^ sein so Derdiei Geschiö Ui Dr. Bk erzähle Nathe unmögl religiös Rabbin haben t dem Vi herauösi heimer■ wißheit neuerdir raten E nicht so ^erhalb der Rel! Gemeind Urtheil. ZUng au der diese der alle tet werd in stiller

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