Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 23 (9.6.1869)
- Date
- 1869-06-09
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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462 ch weltberühmte Philosophen gewesen wären. Dies bemerkt Hr. H. selbst in Nr. 41, 42 des Iahrg. 1867, nur in Nr. 14, 15 vorigen Jahres ist er andern Sinnes geworden, und legt hohes Gewicht auf die philosophische Größe des Eumenes, wie es scheint, um die Annahme zwei verschiedener diduds« mehr plausibel zu machen. Auch der Umstand, daß did\J3K ein »tu oder Weber gewesen, kann seiner Bedeutung in jenen Zeiten keinen Abbruch thun. War doch Sokrates ein Bildhauer, und viele unserer bedeutendsten Talmudlehrer betrieben bekanntlich ein Handwerk. Hingegen macht es dieser Umstand unwahrscheinlicher, daß beide didusn verschieden gewesen. ES erscheint gewiß auffallend, daß zwei verschiedene Personen, getrennt durch einige Jahrhunderte, nicht nur einen und denselben Namen, sondern noch obendrein ein und dasselbe Prädicat 'TO sollten gehabt haben. Diese Auffälligkeit steigert stck, wenn wir in Betracht ziehen, daß Hr. H. das Prädicat »tu des älteren diouux mit Kardianer, des jüngeren, mit Weber erklärt. Warum er dies aber gethan, warum er nicht das Wort 'tu bei beiden disusn in gleicher Weise erklärt hat, ist mir nicht klar. Vielleicht weil sich »tu, in Bezug auf den Feldherrn EumeneS, nicht mit Weber erklären ließ, da dieser, wie bekannt, kein solcher gewesen. Bei dem andern dum3# aber dürfte es gerathener geschienen haben, 'TU mit Weber zu erklären, um ihn, als simpeln Handwerker vorzuführen, der mit dem Philosophen EumeneS nicht identisch sein könne. Daß Chagigah did'J hat, ist, nach meiner Ansicht, von keinem Belang. ES ist dies eine Abkürzung von Dioua«. Wir finden ähnliche Abkürzungen von den Namen der Talmudlehrer sehr oft in Talmud Ierusch., z. B. l'2 anstatt p«, ta statt vb statt *6% -nz,- statt ü. dergl. Aehnliches kommt auch häufig in andern Sprachen vor. (Schluß folgt.) Äus S. L. Nüppaport's literarischem Nachlaß. Mitgetheilt von Dr. i. Sulzbach. I. Schimeon Hazaddik. (Schluß.) Betrachten wir aber diese Anklage genauer, so wird sich uns ergeben, daß jener Kr.Liker sich nicht genau die h. Schrift noch den Talmud angesehen hat, daß er oberflächlich gesehen und ebenso oberflächlich geschrieben, und daher sich in den Verdacht grober Unwissenheit gebracht hat. In einer Anmerkung zu S. 32 verzeichnet er nämlich alle die Stellen, in welchen sich die erwähnte Mittheilung über die Stellung, die Simeon zum Nasträeropfer eingenommen hat, vorfindet, als: Tvsephthu Nastr c. 4, Jer. Nedarim I. 1. und Nastr I. 5. Weiter bemerkt er: „dasselbe ist auch Bab. Red. 9 b. (vergl. 10 a.) und Nastr 4 b. (vergl. 19 a.) angeführt, jedoch mit dem charakteristischen Unterschiede, daß diese Abneigung auf das Schuldopfer eines Nasiräers, welcher durch Verunreinigung sein Nasiräat unterbrochen, beschränkt wird, weil eben der spätere babylonische Talmud'smuS (sie!) die Verdienstlichkeit des NasträatS nicht angetastet wissen will!« / Ned. f. 9 b. lesen wir, daß Simeon d. Ger. gesagt habe: Nur ein Mal in meinem Leben habe ick von dem Schuldopfer eines Nastr, welcher sein Nafl räat durch Unreinheit unterbrechen mußte (tu dtr «oo), gegessen. Im Jerusalem. Talmud und in de Tosephtha fehlt in dieser Erzählung das Wort nd, worauf G. ein so großes Gewicht legt, indem er S als tendenziösen Zusatz im Babli betrachtet. ,it Wirklichkeit jedoch ist dieses nvo ganz überflüssig, den nur wenn das Nasiräat durch Unreinheit unterbrockn. worden, hatte der Nastr ein Schuldopfer zu bringn, ist also von einem tu dlpn die Rede, so kann nur KS eines ndd tu gemeint sein. ES ist nur zu bebau«, daß der kritisch-forschende Herr Rabbiner ganz nd gar den Schriftvers übersehen hat, in welchem eS heißt: Wenn ein Mensch unter demselben Dache, «- ter dem er (der Nasir) sich beflndet, stirbt, und soaS Haupt seines NasträatS unrein wird, so soll erin einjähriges Schaf als Schuldopfer bringen (Num6, 13 ff.). Wenn also Herr G. schreibt: „Simeon hbe nie von dem Schuldopfer gegessen, das nach Abluf des Nasiräats dargebracht wird," so ist das ein Aderspruch in sich selbst, denn nach Ablauf des Näräats gab es kein Schuldopfer, Simon hätte also ffc ches zu erzählen nicht nöthig gehabt, denn nie hätte von einem Opfer essen können, das gar nicht existirt hc Wenn wir aber die Citate, auf die Herr G. ur hinweist, auch nachzuschlagen uns die Mühe geben, werden wir Gelegenheit haben, die Genauigkeit, mH welcher derselbe die beiden Talmude verglichen hat, zr bewundern! Der spätere Talmudismus d. h. der Babli, so meint ja Herr G., will die Verdienstlichkeit des Nasi-' räats nickt angetastet wissen, — wir sollten also erwarten, daß der babylon. T. das Nasiräat über alle Maßen erhebt, während der jer. minder günstig sich über dasselbe äußert. Wohlan, wir thun Herrn G. den Gefallen und schlagen, wie er es wünscht, den Babli auf und zwar Ned. f. 10 a. und Nasir f. 19 a., finden aber dort zu unserm Erstaunen, daß R. Simon sagt: die früheren Frommen legten sich kein Nasiräat auf, damit sie nicht Sünder genannt würden, da eS jc ihn (der gangen. R. Sim Meinun des We der, tot' «annt. Talmud „später« Umgekel Vergleic dem jer Nastr ei unterbr« Untersch wird. *) Es flüchtig wohl h Münze S über da> zugeschr drei Di Welt: , Uebung Priester! thumA sich dar der spä seinen : verdäch gessenh gegeng« folgern. rnny wollten dieser i gezeichr d. i. d Säuler er, we Thora Wörter ja so das W Bestan! abhäng zen W *) gang R eingehen nicht au eignen.