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Der Israelit · 1869-06-09 · Heft 23 (9.6.1869) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 23 (9.6.1869)
Date
1869-06-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
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446 g-leien gegenüber dürfte Herr Dr. Graetz nicht schwer» gen; und wir können Herrn Philippson aus authentischer Quelle versichern, dass Herr Dr. Graetz Dokumente besitzt, der-n Veröffentlichung auf den Exrabbinen zu Bonn ein eigenthümlrcheS Licht werfen würden. Auch sind wir in der Lage, den geehrten Lesern deS „Israelit" die Mittheilung machen zu können, daß der vcm „Institut" zurückgewiesene 11. Band der Grätz'schen Geschichte noch im Lause dieses Jahres, bei Herrn Oskar Leiner in Leipzig, der sich Herrn Dr. Graetz bereitwilligst als Verleger offerirte, erscheinen wird. Wie kommt es aber, daß Herr Philippson, der einstige „liebe Freund" des Dr. Graetz, so urplötzlich gegen diesen zu wühlen und zu intriguiren beginnt? Nun, die Antwort ist sehr einfach. Seitdem Herr Dr. Graetz die Rcdaction der Franke loschen Monatsschrift übernommen, zeigt er sich als warmer Anhänger des positiven orthodoxen Iudenthums und ist er zugleich bestrebt, den Reformhelden unserer Zeit die Maöke abzurei en. *) Dinv illae lacrymae! Zn dem 11. Band der Graetzschen Geschickte nun sollen ganz wunderliche Partieen Vorkommen, die auf das Gebühren der Herren Holdheim, Stein, Geiger, Philippson u. s. w. ganz eigenthümliche, höchst verhängnißvolle Schlaglichter werfen. Was Wunder also, daß Herr Philippson, als ein Hauptfaiseuer des seit einigen Decenien grassirenden reformistischen Humbugs, sich vor den etwaigen Geißelhieben des Hrrrn Dr. Graetz fürchtet und seinen Rücken zu schützen sucht. Die aus dem hiesigen jüdisch theologischen Seminar hervorgegangencn Rabbiner werden in den Tagen des 29. und 30. Juni wie auch am 1. Juli hier eine Versammlung abhalten und eine Synode en miniature in Scene setzen. Ich werde seiner Zeit über diese „Rabbinervesammlung" ausführlicher referiren. Adolph Kohut. Oesterreichischer Kaiserstaat. Ungvür (Ungarn), den 14. Mai. Seit einiger Zeit existirt hier eine Reformgemeinde, deren Prediger ein gewisser Dr. Klein ist. Einem Mitgliede jener Gemeinde, Herrn W., wurde ein männliches Kind geboren, dessen Beschneidung am 22. v. *) Anm. der Red.: Es ist wahr, es ist mit der ehemaliten Frankel'schen Monatsschrift eine Wandlung vorgegangen. Vir würden uns glücklich schätzen, wenn ein so eminentes Talent wie Herr Dr. Grätz ernst und aufrirttig zur Wahrheit, die cr einst bei seinem Lehrer Hirsch gehört hat, zurückkehren möchte Aber alle die entsetzlichen Ausfälle gegen den Talmud und die Amoraim, gegen die mündliche Lehre und deren älteren wie späteren Vertreter, von denen des Grätz'schen Geschichtswerk wimmelt — bilden sie nicht eine unübersteigliche Scheidewand Zwischen dem Urheber jener Blasphemien und dem echten, wahren Judeuthume? Doch Minnr »aaa 7vwc 737 ■}$ ,'t>. — Monats stattfinden sollte. Ein orthodoxer Mohel, Herr S. G., übernahm den ihm gewordenen Auftrag, die Beschneidung zu vollziehen, stellte aber zuvor zwei Bedingungen: 1, daß die Besckneidung nicht im Reformtempcl statthaben, und 2, daß Herr Dr. K. nicht als puD funairen sollte. „Der außerordentliche Haß," sagte der Mohel, „den ich gegen diesen Störenfried empfinde, würde mich in Verwirrung setzen und mich unfähig machen, die Operation glücklich zu Ende zu führen." — Nichtdestowen'ger wurde Herr Dr. K. zum pnjD bestimmt, worauf Herr G. sich weigerte, die Beschneidurg vorznnehmen. Unser ehrwürdiger Herr Rabbiner war zu jener Zeit in Perth; die Dajanim machten vergeblich ihren Einfluß geltend; Her G. biharptte, er befürchte ein Unglück, und Herr Dr. K. wollte auf die Ehre, p-UD *11 sein, nickt verzichten. So unterblieb denn dieBesckneidung an jenemTage und wurde erst am folgenden Tage durch einen von auswärts herbeigernsenen Mohel vollzogen. Der Mohel, Herr G-, ist gewiß von Schuld nicht frliznsprechen; größere Schuld trifft den eigensinnigen Vater, die größte jedoch sicherlich den Seelsorger Dr. K., der seine Ehre höher gestellt hat als die Ohre Gottes. Julius Wiener. Szerdäheli, 29. Mai. Ans Anregung unseres Rabbiners, Herrn Weiß, hat sich in unserer Stadt die, Gott sei Dank, noch eine onsiDi o’con rwt>D *vy ist, vor ungefähr fr Jahren einen Verein gebildet, besten Mitglieder sich zur Ausgabe gestellt haben, jedes Jahr ein 'nrDD, zu lernen. Der Verein zählt so viele Mitglieder, daß nicht nur sämmtliche 'n:on zur Vertbeilung kommen, sondern daß auch oft eine und dieselbe 'pddd von mehreren Personen gelernt wird. Am gestrigen Tage feierte der Verein einen ovd über das ganze dV, bei welcher Gelegenheit die Vereinsmitglieder ein großes Festmahl veranstalteten, wobei es nicht an geistreichen Reden und min n:n fehlte. Iosüa Goldstein. Holland. Rotterdam. Zn der hiesigen jüdischen Taubstummenanstalt trägt die Stadt Rotterdam 2400 fl., die Provinz Süd-Holland ebenfalls 2400 fl. und die Regierung 3000 fl. bei. England. London. Wir haben schon mehrmals über die dahier bestehende jüdische Suppenanstalt berichtet. Dieselbe hatte sich im Laufe des verflossenen Jahres bedeutender Unterstützungen von Seiten der Londoner Juden zu erfreuen. Ihre Einnahme betrug 16,356 fl. L Regier wendm ihnen zu burj Ersucht niß wu De voraussi die zum halte m< Großen damit fi Eie alle Gerschon .ließ. Ist wundern' die Thie' die Dian der West Als sich ein ftagte de Schnabel Naubvoa« D tt durch die über den Herr, setz Bast da erhob der Adler faltend, der Angst Thron, d beschädigt Atbei Rabbi Ge als er die der Stier er die zwe

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