Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 21 (26.5.1869)
- Date
- 1869-05-26
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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t. Ein eigentümlicher Zufall ist e5, daß sie einem Protestanten, einem Katholiken einem Juden besteht. Rettin» 4. Mai. (Sitzung des Reichstags.) Vor Lagesordnunz erhält Wiggers (Berlin) das Wort zur ründung folgender Interpellation: „Mit Bezugnahme die Beantwortung meiner in der Sitzung des ReichS-; am 13. Mär; d. I. au den Herrn Bundeskanzler chteten Interpellation, betreffend, die Parität der fessionen hinsichtlich der bürgerlichen und staatszerlichen Rechte, Seitens des Herrn Präsidenten Bundeskanzleramts, richte ich an den Hrn. Bundes-;ler die Anfrage: ob bereits der in Aussicht gestellte icht des Justiz-Ausschusses des Bundesratbs über e Angelegenheit dem BundeSrathe vorgelegt und Befchlußnahme jim BundeSrathe gelangt ist, und das Bundespräsidium nicht noch vor Ablauf dieser sion diese Angelegenheit dem Reichstage zur Beußnahme vorlegen wird?" Präsident Delbrück: In einer der nächsten »Zungen des Bundesraths werde die Sache zur Msrache kommen; der Bericht sei schon erstattet. Posen, im Mai. Einem Gerüchte zufolge, daS «r allgemein cursirt, soll Herr vr. Cassel, Rabbi- «" in Schwerin a. d. Warthe, vor vierzehn Tagen ßrt gepredigt und in der Predigt geäußert baben, H wir nun recht bald Speisegesetze und Gottesdienst | Eder bald tagenden Synode gründlich reformirt ba- I!n werden. Rach der Predigt aber sei der erste Vorj eher gleich öffentlich ausgetreten und habe erklärt, i )ß man sich bis Rosch Haschanah die Predigten des E errn Cassel verbitte und von da an sei er ihr Rabf ncr nicht mehr! I Kassel, 11. Mai. „Heute feierte hier Herr [;eunert das seltene Fest des IGOfteti GeLurts- J ges. Unter den Gratulanten befand sich auch der \ önig von Preußen, ferner der Oberpräsident der | rovinz, der Ltadtrath ’c. durch Zuschriften vertreten; s e Königin sandte eine Taffe mit dem Porträt des l önigs, der israelitische Verein für Krankenpflege, j ssen Vorsteher Herr Rennert noch heure ist, erschien s :t einem großen silbernen Pokal. Durch ihr Er- , einen am Festtage aus Leeds in England und Hamrg erhöhten drei Kinder deö muntern Greises ihm; Festfreude. Er selbst hat sich heute ein dankbares rdenken im Herzen der Bürger Kassels gesetzt, indem ' 100 Thlr. für israelitische und 100 Thlr. für istliche Arme der Stadt Kassel schenkte und zur rtheilung übergab; weitere. 100 Thaler erhielt der rein für Krankenpflege. i | Oesterreichischer Kaifersiaat.! PeW, am 25. April. Das Album nebst Ver-! uensadresse an Hrn. Rabb. Dr. Hildesheimer ist! bereits fertig und mit vielen Unterschriften versehen.! Nächstens s. G. w. theile ich den Inhalt der Adresse mit. Sicherem Vernehmen nach, wird in Siebenbürgen ebenfalls ein Album mit einer Vertrauendadresse an vr. Hildesheimer vorbereitet. Pefih Entgegen dem 17. Gesetzartikel 1867 und den wiederholten Versicherungen des ungarisch en Justizministeriums ordnete die königliche Kurie gegen die Entscheidung des Kecskemeter Stadtgerichts neuerlich an, daß einem Israeliten der Erd im jüdischen Tempel abgenommen werde. Der Justizminister intervenirte und verfügte die gerichtliche Abnahme des Eides. Pefth 'Kp> ab *nptp aosenp. In einem von Pal Tenozer, gewesenen Congreßmitgliede herausgegebenen (ungarischen) Album heißt es über vr. Hildesheimer: Wir müssen nicht erst sagen, daß der hochberühmte Oberrabbiner Hildesheimer Eisenftädter Deputirter war. Der gelehrte Oberrabbiner hat trotz seines großen Geistes und seiner hohen Vernunft eine unangenehme Stellung gehabt. Ihm ist die Aufgabe geworden, seine Gesinnungsgenossen zu vertheidigen, aber Niemand hat sich vorgefunden, der ihn gegen die von verschiedenen Seiten gemachten Angriffe vertheidigt hätte. Sobald er spricht, erkennt man in ihm den eben so geistreichen wie ehrlichen Mann n. s. w. Wir haben gefühlt, daß ein solcher Mann in unserm Lager Großes hätte leisten können?c. —Wie Großes hat Herr vr. H. erst im Dienste der Wahrheit geleistet! — Prag Von der Cult. Gem. Repräsentanz wurde den unmündigen Kindern des sel. Rabbi Juda Teweles ein ErziehnngSbeitrag von 150 st. ö. W. zugestanden. Italien. Aus Florenz vom 27. April erfährt die „A. Z>", daß Berthold Auerbach, dessen Roman „Auf der Höh?", vom Ministerialrath Engenio de Benedetti übersetzt, im Feuilleton der „Gazetta Ufficiale" in Floren; erschienen ist, vom König Victor Emanuel zum Ritter des italienischen Kronen-Ordens ernannt worden ist. Frankreich. Paris. Herr Rabbiner Isidor Loeb von St. Etienne wurde zum zweiten Secretär des Centralcomites der „All. iör." an die Stelle des Herrn Nordmann, welcher seine Demission gegeben, ernannt. (Itn. isr.) Paris. Unter den letzten Ernennungen zu Kapitänen und s'ientenayts in der mobilen Nationalgarde befinden sich acht Israeliten. (Un. isr.)