Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 10 (1869)
- Issue
- Heft 18 (5.5.1869)
- Date
- 1869-05-05
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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357 Feuilleton. Sinngedichte von Abraham Tendlau. 1. „Wo kein Holz, verlöscht das Feuer." „Wo kein Holz, verlöscht das Feuer; Wo kein Schürer, sinkt die Wuth." — Doch nicht nur das ird'scke Feuer Und der Hölle düstre Gluth, Auch die edlen, reinen Flammen, Die dem Himmel selbst entstammen, Auch das hehre Seelenlicht Stirbt, wenn Nahrung ihm gebricht. (Spr. Sal. 26, 20. — Vergl. Aboth 1, 13: „Wer nicht zu, nimmt, nimmt ab.") 2. „Dar sollst Dir kein Bild machen!" „Und Gott erschuf den Menschen nach seinem Bilde" — Wie oft schon schuf der Mensch sich Gott nach seinem Bilde! — 3. „AlleIsraeliten sindBürgen für einander." Hat sich ein Jude vergangen, und sei es am Ende . der Erde, Büßen muß ich dafür, weil ich ja Jude auch bin! — Einst sei, sagt man, ein Jude Opfer gewesen für Alle, — Müssen heure deshalb Alle für Einen es sein! — Dock im Reiche der Priester soll einsteh'n Jeder für Alle, Daß den Namen des Herrn nirgends auch Einer entweih'! — (Sotah 37, 6. — Bergl. auch Ezech. 36, 20—23. — Berach. 19, 6. — Erub. 63 a. — Kidd. 40 ».) ANZEIGEN. Abfertigung! •a^n t> p« -\pw Eben kommt mir die Aufforderung des Herrn Moses in der Beilage zu Nr. 15 dieser Blätter zu Gesicht und sehe ich mich dadurch veranlaßt, zur Steuer der Wahrheit Nachstehendes der Oeffentlich^eit zu übergeben. I. Am -oyn s"o"n"n"n "3 an schickte Herr Moses — ein junger Mann von etwa 22 Jahren, welcher hier als Religienslehrer, )\n und aVar fungirt — die hiesige israelitische Metzgerssrau mit der Lunge eines von ihm geschlachteten Rindes zum Rabbinate nack Fellheim, nebst einen Brief, dessen wesentlicher Inhalt lautet: ’jnx ^x anr6 nvxio -ana mb new nn nxt>oi ühm am namai xd-© njinb tinsd * * ntn nx naio ouncp 'sdi ,;nn ^sb rum * * * m Vpani nnmnrv? dain xd rw«n dax * * * neno nn nawr6 nanxt * mhn ’B nx dxrvv ’djn oj x'.-> Di - mnoa Wenn nun die Behauptung des Herrn M., daß er daS Rind für ns'nv erklärt, wahr wäre, konnte Herr Rabbiner Seligsberg dies wissen?... Geht dies irgend aus dem Briefe hervor, welchen ich soeben seinem Hauptinhalte nach buchstäblich mitgetheilthabe? Warum machte dennHr.M. überhaupt noch eine nt>Xff?! . . . Scheint es dann nicht, als geschah dieses absichtlich, um den Herrn Rabbiner irre zu führen und hintennach über den ehrwürdigen Greis herfallen, ihn beleidigen und verleumden zu können? Es ist aber nicht wahr, daß Hr. M. daS Rind für nsno erklärt! Oder Hr. Moses, wagen Sie es, zu leugnen, daß Sie mir auf meine 'j oi’3 Q"n"n"i an Sie gerichtete Anfrage, ob Sie die nvna für nsno erklärt haben? mit einem klaren und deutlichen „Nein" geantwortet haben. . . . O, Sie Märtyrer der Wahrheit. II. Ich komme nun zu dem Gegenstand der .idxa? selbst. Wenn es wirklich eine cn nx^o nb->d war, wie der wahrheitsliebende junge Mann behauptet, wozu eine rnxtff? . . . Weiß nicht ein Jeder, welcher nur die Anfangsgründe der npna M'i kennt, daß eine di nx’Sc n:hd — nsno ist!? . . . Doch weit entfernt, mich in den Streit der Geister mischen zu wollen, will ick auch hier nur aä rekersuärnu aber wahrheitsgetreu berichten, was mir von Herrn Rabbiner Seligsberg am pidd bm n"x, also zu einer Zeit gesagt wurde, wo derselbe von der Aufforderung noch keine Ahnung haben konnte. Am vorbezeichneten Tage besuchte ich gelegentlich meiner Anwesenheit in Fellbeim, wie dies immer zu geschehen pflegt, den Herrn Rabbiner — wie natürlich kam das Gespräch auch auf die vorwürfige n!?Ni7 und derselbe sagte mir, 1) daß die vermeintliche xano gar nicht an der .-undp xaix war; 2) daß eS überhaupt keine xaio, sondern nur ein nn war und