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Der Israelit · 1869-05-05 · Heft 18 (5.5.1869) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 18 (5.5.1869)
Date
1869-05-05
Page
– (sequence 9)
Language
German
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X. Jahrgang. Beilage zu Rr. 18 des Israelit. Leitender Artikel. Die erste Synode, oder: Der baöylonische Hhurmöau. Synode und Thurmbau! welche Zusammenstellung! Was hat jener vor Jahrtausenden gestörte Bau eines Colosses von Steinen und Mörtel mit dem gegenwärtig zu begründenden Bau von Lehren und Satzungen zum Heile und Wohle der göttlichen Religion gemein? Welcher Vergleich waltet ob zwischen Männern der grauen Zeit, der rauhen Gewalt und Macht mit den Männern der Gegenwart, die auf der geistigen Höhe der Zeit stehen und von ihren hohen Zinnen schon das All überblicken? Hören wir nun die Worte unserer Weisen, wie sie jene Epoche auffassen, vielleicht finden wir, daß Wesen und Zweck jener anscheinend rauhen Horden ganz analog dem der Jetztzeit angehörenden Männer sind. Wir wählen dazu eine einzige Blumenlese aus dem n"7 '2 ,121 nwa. Dort heißt es i"2 .111.1' si-a'p niNia rjü o irj «^1 ijn* *6 (i"d n’jw) n.is □niD’l b'DirnD. Jehuda Bar Rabbi eröffnete diesen Abschnitt mit den Worten des Propheten Jesaias; „Sie haben keine Erfahrung und kein Verständniß, denn übertüncht sind ihre Augen, daß sie nicht sehen, ihr Herz, daß sie nicht verstehen." Noch lebte bei Allen in frischer Erinnerung jene Alles zerstörende Sündfiuth; es waren Männer, die aus dieser Zeitepoche hervorgingen und das göttliche Walten in den Schickungen des Menschen e'. kannten und erlebten und doch glaubten sie, in der jetzt veränderten Zeitperiode eine neue Ordnung der Dinge herbeiführen, eine ihrer Zeit entsprechende Einrichtung, unabhängig und ohne Rücksicht auf jenes unsichtbare Wesen, schaffen zu müssen; denn sie hatten keine Kenntnisse und keine Einsicht, ihr Auge war übertüncht, um zu sehen, ihr Herz, um zu verstehen. — Dieses in kurzen Worten die Einleitung zu jener Zeitepoche. Welche Einleitung wird wohl der gläu- Bige Jude zur neueren Geschichte der Reform im Judenthume schreiben? Haben diese Herren, welche stets die Verehrung Gottes im Munde führen und dem Judenthume Achtung in der Jetztzeit zu verschaffen vorgeben, haben diese Herren wirklich Kenntniß des Judenthums, wenn sie mit Aufgeben aller göttlichen Gesetze und Institutionen glauben noch Juden zu sein? Ja wohl, nach dem Satze der Rabbinen: «1.1 ^«isf’ «urw sp"rr, aber dieser Satz ist ja rabbinisch, und die Herren haben ja längst die rabbinischen Satzungen als der Z It nicht angemessen aus dem Judenthume gestrichen. Doch kehren wir zu unserem Brno zurück. bvo ,nn« .122' 'io« :nn« 121? p«n bz m>i 7w,-.«2Di mny«i n’3n<nn2 p bw ^rns i7 nvw «"7 «n poin 7w.-18LQ1 rpp’iip ,pin bv n«yo '”jp ,pin <id"22 udieh;i2'7c) «2"2 .17121 *.a»D Es sagen die Rabbinen, dieses fei zu vergleichen mit einem Manne, welcher einen Keller mit Wein hatte; er öffnete das erste Faß und findet statt Wein Essig; er öffnet das zweite und findet Essig, das dritte ebenfalls voller Essig, so daß der Guß Aller verdorben ist. — ein o'-oi iidns? eh,in nnnn in« 'n (D'n) in i>« 'r6y sie sprachen scharfe Worte gegen den Ewigen unseren Gott, gegen den Ewigen, '.in 72' H121PQ psy lp'O.1 slpD^ l"2 «'1« OipD Dpva2 1E1.17«2 «7i -2 *b tt’2?2« N iidn Q7ip. Es sagte R. E. B. S. sie zogen fort von dem, welcher vor dem Beginn der Welt schon da war, sie sagten, wir wollen weder ihn, noch seine Allmacht. C2? 12M1 Es sagte R. I. «sid nr«2/ DipD 72 pny >21 112« pip ptsrn .12'^' üb.erall, wo Du findest eine Niederlassung, da hüpft der Satan umher. — Suchen wir den Zusammenhang dieser einzelnen Sätze auf. rin« .122' eine Sprache herrschte bei allen Männern jener Zeit vor. Die Sprache, die Darstellerin der inneren Gefühle und Empfindungen, das Product des Denkens, die Verkörperung des Gedankens überhaupt war also in der damaligen Zeit einheitlich. Bei allen waltete dieselbe Richtung und dasselbe Streben, -und dieses gab sich in den gleichen Worten kund; gleiche Reden ein« D'i2i wurden überall gehört, und diese bestanden in«"?, D'pi7« 'n 7p gegen Gott und Seine Alles durchdringende Einheit. Sie hatten sich entfernt von dem Urheber alles Seins bw uioipD pyy ip'v.i O71P und glaubten in der Vereinigung des gesammten Menschengeschlechts — nach heutiger Phrase in der freien Association — die höchste Aufgabe und das eigentliche Ziel desselben zu finden. Und als sie dieses erreicht zu haben wähnten, dp 122H, pflegten sie der Ruhe. Wer aber innerhalb der irdischen Spähre ein Ziel sucht, der verfällt dem Satan, O'.pv 72 pip pt£M n2't£p «sid ririrw. Dieser neubegründeten Vereinigung sollt ein bedeutendes Denkmal gesetzt werden: ia«''2i2 '2i 'vd io« 'D— inyi 7« »'«'iD«n PDVD1 I.IPld 2"« 727tP «d 1D172 l"2l VXDb ID« D’1«D .iDi«d Hoi« «7« 1'N'7 Trr. Es sagte Einer zum Anderen, wer sagte und zu wem sagte er? Mizraim sagte zu Kusch u. s. w. das

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