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Der Israelit · 1869-04-28 · Heft 17 (28.4.1869) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 17 (28.4.1869)
Date
1869-04-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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326 der käthülischen Geistlichkeit abe^, bemerkt das offiziöse Blatt, dürfte sich wohl daraus beschränken, daß der Mear Wojnar in Jaroslqsi vie aiy Nachmittage deö Ostermontags auf dem NnnK-latze versammelten Leute aufforderte, sich zu zerstreuen und die Vesperandacht zu besuchen, in welcher Mahnung -gewiß eher alles Andere, als eine Aiffyetzung gegin die Juden gelegen ist. Zur Aufrechthaltung der Ruhe und Ordnung sind übrigens die umfassendsten Maßregeln getroffen mit dem Erfolge, daß seit dem Ostermontag, einen Bubenexceß am 4. d. M. abgerechnet, auch in JaroSlau keinerlei Ruhestörungen weiter vorgekommen sind. Aus Jaroslau kommt dem „Ung. Ll." folgender verläßlicher Bericht zu: Bei den täglich auftretenden Judenexcessen hat der unparteiische Beobachter zu bemerken Gelegenheit, daß cs dem Bürgermeister gar nicht ernst war, die Krawalle zu dämpfen, schon dadurch, daß man die Zusammenrottung nicht im Beginn, bevor sie noch manche Dimensionen gewann, zerstreute, und daß der Bürgermeister die durch das Militär verhafteten Excedenten heimlich deS Nachts entließ. Da in den letzten Tagen der „Judaö" nicht mehr herumgetragen wurde und daher nicht als Anlaß dienen konnte, suchte man eine Veranlassung, indem man sagte, daß die Israeliten auS den Häusern Steine geworfen hätten, und so wurde den beschädigten. Israeliten, schon wie manches Blatt erwähnte, vom Bürgermeister und einem Bezirksbeamten noch obendrein ein derber Verweis zu Theil. Me diese Vorgänge hätten sich auf ein Minimum reducirt, hätten nicht die betreffenden Behörden die Hände in den Schooß gelegt und gemächlich zugesehen. Pben derselben Lauheit hat man zuzuschreiben, daß die ZaroSlauer Vorgänge in den Städtchen Radymno, Wicttin, Szmosho, Dybhowice ein Echo gefunden haben, und daß die dortigen Israeliten auch ähnlichen Insulten auSgesetzt waren. Eine Genugthuung haben die ZaroSlauer Israeliten: die nämlich, daß dem Bürgermeister und den Bezirksbeamten vom Minister des Innern, vr. GiSkra, ein tüchtiger Verweis zu Theil wurde. England. Hew Castle «me Tyne, 16. April. Herr A, Caro, Firma Gething, Caro und Cie. von hier, der ein bedeutendes Import- und Export-Geschäft betreibt, wurde zum spanischen Viceconsul für Hartlepool .'ernannt. — Herr Caro ist streng orthodoxer Jude, ein Nachkomme des berühmten Verfassers des Schulchan Aruch .Rabbi Joseph Caro y'p'W'?, und ein Schwiegersohn de«Zn diesen Blättern schon häufig erwähnten, gelehrten und frommen. Rabbinen vr. Lippschütz in Mamburg. ' ' Rußland. PrterShirra. Wie französische Blätter melden, hat der Minister des Innern auf die Petition der 18 Kaufleute in Betreff der Niederlassung dev Juden im Innern Rußland, keine zusagende Antwort gegeben. . ... Wilna. Die Kaiserin von Rußland hat M die hiesigen Armen 10000 Rubel geschickt. DaS OAd wurde 2 jüdischen Bäckern übergeben, die dafür hjS zur Ernte den Armen ohne Unterschied des GläuhchZ das Pfund Brod zu 1 Kopeke verkaufen müssen. / Korvno. Dem „Hamagid" ging vom Comstzu Kowno die telegraphische Depesche zu, daß.chie Stadt Baltramanz bei Wilna ganz abgebrannt.M An 1000 Juden sind dadurch obdachlos und ihper geringen Habe beraubt worden. Aus Wolostkn geht der Redactisn deS „JSraeliptt vom Vorsteher der dortigen Jeschibah, Rabbi ZebiW^ huda Berlin ein Klagebrief zu, daß in Folge dv allgemeinen Calamität in Rußland die Jeschibah große Noth leide und ihrer Auflösung entgegengehe, weurt sie nicht Unterstützung vom Auslanve erhalte. HM Red. des Israelit ist gern bereit. Gaben entgegen zunehmen, sie in diesen Blättern zu veröffentlichen uM an den genannten Rabbi Jehuda Berlin aelanaeM^ zu lassen. Zugleich machen wir auf die AqyottÄsM desselben, den Boten Duber Cohn betreffende auf-/* merksam. — Palästina. □ Jerusalem. Die ursprünglich für Herry Gerhard Rohlf's bestimmte Stelle des ConsulatS^ Posten in Jerusalem — wie seinerzeit in diesen Blättern bereits von mir berichtet Wörden ist —- wurde jetzt * dem ehemaligen Gesandten Preußens in Hannover, Geh! Legationsrath von Alten, übertragen. Herr vöN Alten hat sich bereits Sr. Mas. dem König von Preußen, als Präsidenten des Nordd. Bundes.vorgestellt und wird demnächst sich an den Ort seiner stimmung begeben. Feuilleton. Das Licht der Diaspora. Zn Konstantinopel. Konstantwopel^ Willst Du die schönste- MH der West kennin kernen/so gehe nach KonstäiMopel

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