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Der Israelit · 1869-04-07 · Heft 14 (7.4.1869) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
10 (1869)
Issue
Heft 14 (7.4.1869)
Date
1869-04-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
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854 Semestralprüfungen dieser Vereins - Hauptschule anzfl- Mohnen, und es wäre höchst Hpdankbar, wollten wir nicht hieprit öffentlich unsereEußero.rdentlichen Zuftiehenheit und unserer höchstE Uebcr^aschung Ausdruck geben. Die Kinder legten wieder ZeuMß ab: wie sehr der Lehrkörper dieser Anstalt, nur das'Gute vor Augen habend, bemüht ist, die ihm anvert'raute Jugend bestmöglich zu erziehen und für Alles Schöne und Wis- - senswerthe empfänglich zu machen. Die Schule führt blos dm bescheidenen Titel „Hauptschule;" allein in derselben wird aus allen Lehrgegenständen, sowohl auf hebräischem, deutschen, als auch talmudischem Gebiete so viel und so Erkleckliches geleistet, daß die Kinder, so sie aus derselben scheiden, den strengsten Anforderungen der besten „Mittelschulen" genügen. — Und, wie oft, so auch jetzt, bietet uns der Lehrkörper dieser Anstalt gründlichst die Ueberzeugung, daß das Lehren 'ein Gewerbe, eine Kunst ist, welche specifische Anlage voraussetzt. ES wird erschrecklich viel Zeit und Mühe verloren dadurch, daß man Leute lehren läßt, die kein Talent zum Lehren haben. Das Wissen des Lehrers nützt dem Schüler weniger als die Art, wie die Lehrer es wiedergeben, voxtragen, erklären, dem Schüler verständlich machen und einprägen kann; nur das nützt dem Schüler, nur das stempelt den Lehrer zum Lehrer. Ein Lehrtalent stiftet mit geringerem Wissen viel mehr Nutzen, als ein Koloß von Wissenschaft, der zum Lehren kein Talent hat! — Die einfache, liebenswürdige Vortragsweise des genannten Lehrkörpers imponirte uns besonders, und mit Freuden wellen wir es nur bestätigen, daß der bei den Prüfungen anwesende Herr Vicebürgermeister unserer Residenz sich über das pädagogische und reichhaltige^ Wissen dieser gewiegten und erprobten Schulmänner außerordentlich lobend und anerkennend aussprach. — So sehen wir denn ein Triumvirat: Verein, Vorstand und Lehrkörper beisammen, welches recht bald der Stolz und die aufrichtige Freude aller unserer Glaubensbrüder werden dürfte. BrÜNN. Der älteste Rabbiner Mährens, der ehrwürdige Herr Josef Feilbogen ist am 3. März gestorben. Er hatte ein Alter von 85 Jahren erreicht und durch eine Reihe von 57 Jahren, in fünf mährischen Gemeinden, nähmlick Pießling. Kanitz, Großmeseritsch und Holleschau, das Amt eines Seelsorgers würde- und ehrenvoll bekleidet. Der herrliche Lehrsatz unseres Weisen Rabbi Gamliel: „Schön ist'S, wenn Gesetzeskunde und Studium mit Wellkenntniß und Sitte sich verbinden," fand an diesem würdigen Seelsorger den getreuesten Dollmetsch; denn er ward wegen seiner talmudischen Gelehrsamkeit eben so bewundert als wegen seines weltkluaen Benehmens verehrt, und wer diesen Mann auch nur ein einzigeSmak gesehen, der bewahrte und schätzte den empfangenen wohlthuenden Eindruck, ate theure Lebenserinnerung! Wie wir hören beabsichtigt der Sohn des Verewigten, der ehrwürdige Rabbiner vr. Feitbogen in Ghoßmeferitsch, die thaten- und ereignißreiche Lebens- Schichte seines seligen Vaters zu schreiben — wir könpten ein solches Liebeswerk nur mit der lebhaftesten Mheilnahme begrüßen und daraus für die noch immer Mcht geschriebene Geschichte der Gemeinden Mährens, viel Nützliches und Interessantes, schöpfen und sammeln. Straßnitz. In unserer Mitte weilte ein Greis, dessen Rath wir suchten und befolgten L"-r dreLn v'pdrn Groß und Klein schätzte sich glücklich, in die Nähe dieses frommen Mannes kommen, seine weisen Lehren hören und seinen Segen empfangen zu können. Leider nur zur kurz währte unser Glück, der Tod, doch nein, der Engel kam, küßte den frommen Greis und schwang sich mit dessen reinen Seele, in die Höhen des Himmels! Wir standen und beteten an der Lagerstätte des Verewigten und lernten nun erst verstehen und begreifen den Ausspruch unserer Weisen no np^Jii! Der berühmte Rabbiner Josef Feilbogen ist nicht mehr dp d2N! Wir theilten den Schmerz seines Sohnes, unseres ehrwürdigen Rabbiners Moses Feilbogen. der gebeugt und gebrochen die tief erschütternden Worte ausrief icy niosy nt« rwo np’i, weil der Verewigte die Ueberführung seiner sterblichen Ueüerreste nach Holleschau testamentarisch verfügt hat, und unsere Gemeinde, würdig vertreten durch Herrn Bürgermeister Rebenwurzel und Gemeinderath Dr. Löw und Reiß bemühete sich, in dem hohen Werthe des Verewigten entsprechendes ."lim und nosn ehrendes Benehmen an den Tag zu legen; ach welchen Verlust haben wir erlitten! ndv upy p' pnsn mm! Holleschau uiotn moy hSsj Gefallen ist die Krone unseres Hauptes n&"pD y'n:i"m"n *)di» d"id ist nicht mehr! Auf sein Verlangen, voriges Jahr in Ruhestand gesetzt, genoß er Pstege und Wartung in Straßnitz, wo sein würdiger Sohn als Rabbiner fungirt. UnS in Holleschau blieb der einzige Trost, daß unser theuerster allgemein verehrter Rabbiner, unser pto, unser pnju, unser Ovri in unserer nächsten Nähe lebe, daß eine unbedeutend räumliche Strecke ihn von uns trenne — wir erfüllten auch die von uns einstimmig und' gutwillig übernommenen Pflichten gegen ihn, auf die gewissenhaftste und liebreichste Weise — leider sind wir nun von diesen Pflichten befreit worden, wir beweinen und bejammern unfern Verlust, denn der hohe Werth unseres großen Rabbiners war unser Stolz, unser Ruhm, unsere Ehre! Die allgemeine Bestürzung und Trauer können wir mit Worten nicht schildern, und so ergreifend auch die Trauexrehen waren, die am Sarge unseres them uns inner theu« ken i spiel, erthei in se in sp ber v und \ ner, i den £ auch in Cr italier man 1 hatte. cher L Haupt mit g Bremk spruch ging Eduar der T anzieh, dl- I aufs plagte rohen dlwie ei er sel stein / chönei

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